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Vera Nemirovas Inszenierungen in Wien unter besonderer Berücksichtigung von Giuseppe Verdis "Macbeth" an der Wiener Staatsoper
Linda Wagentristl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Isolde Schmid-Reiter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.34754
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29181.62348.951555-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit Inszenierungsästhetik und „Handschrift“ in Inszenierungen der Musiktheaterregisseurin Vera Nemirova. Das geschieht vor allem anhand ihrer Wiener Produktionen, die exemplarisch für das Gesamtschaffen Nemirovas gewählt wurden. Es handelt sich dabei um das Autodafé in Giuseppe Verdis Don Carlos in einer Inszenierung von Peter Konwitischny (Staatsoper, 2001), Emmerich Kálmáns Gräfin Mariza (Volksoper, 2002), Peter Iljitsch Pique Dame (Staatsoper, 2007) und Giuseppe Verdis Macbeth (Staatsoper, 2009), wobei die Inszenierungsanalyse von Macbeth am detailliertesten ausfällt. In kritischen Betrachtungsweisen wird Nemirova oft als Vertreterin des Regietheaters bezeichnet, wobei sich die Regisseurin selbst vom Terminus des Regietheaters distanziert und ihr Schaffen vielmehr als „modernes Musiktheater“ definiert. Nach einer Beschäftigung mit dem Terminus Regietheater lassen sich folgende Charakteristika in ihren Inszenierungen feststellen: eine Inszenierungskonzeption, die durch marxistische Geschichts- und Gesellschaftstheorie sowie Psychoanalyse bestimmt ist; die diegetische Transposition und diverse Mittel des Brecht’schen epischen Theaters. Festzustellen ist außerdem, dass Nemirovas aktuellere Inszenierungen weniger politisch motiviert sind als noch zu Beginn ihrer Regiearbeit, sondern vielmehr die Psychologie der Figuren im Vordergrund steht. Des Weiteren lässt sich, betrachtet man Nemirovas Inszenierungen in chronologischer Reihenfolge, folgende Entwicklung darlegen: Die lebhafte Fantasie sowie ein großer Assoziationsdrang der anfänglichen Arbeiten sind einer Abstraktion und ökonomischen Konzentration auf das Wesentliche in der Bildgebung gewichen. Der „große Bogen“ der Geschichte gewinnt immer mehr an Bedeutung, welcher die Inszenierungen konsistenter macht.
Abstract
(Englisch)
In this diploma thesis the author is going to talk about the Aesthetics and Production as well as the personal „handwriting“ in stagings of the opera director Vera Nemirova. Within this work, some of Nemirova’s Viennese productions will be analysed, which showcase her personal „handwriting“, as the author already mentioned earlier. Trying to accomplish this I am going to look at the scene of Autodafé in Peter Konwitschny‘s Don Carlos (Wiener Staatsoper 2011), the production of Emmerich Kálmán’s Gräfin Mariza (Volksoper Wien 2002) as well as the staging of Pique Dame by Peter Iljitsch Tschaikovsky (Wiener Staatsoper 2007) and Giuseppe Verdi’s Macbeth (Wiener Staatsoper 2009). The main focus in particular though is going to be on the production of Macbeth. Critics frequently characterise Vera Nemirova as a representative of “Regietheater”, although she herself does not agree with that definition. She rather views herself much more as a director of “modern music theatre”. Nemirova’s main concern is storytelling and the following tools of “Regietheater” can be observed within her productions: the conception of a production (based on Marxian Socialism as well as psycho-analysis), diegetic transposition and techniques of Brechtian Epic Theatre. It can also be observed that Nemirova’s current productions are less politically motivated than in her earlier career but seem to rely much more on the psychological state of her characters. Viewing the chronological order of Nemirova‘s productions one can observe a particular trend: the initial urge for connotations gave way to a more abstract and economic focus on the essential imaging. The main focus also starts to lie more and more on historical events giving Nemirova’s productions a lot more consistency.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Vera Nemirova Macbeth
Autor*innen
Linda Wagentristl
Haupttitel (Deutsch)
Vera Nemirovas Inszenierungen in Wien unter besonderer Berücksichtigung von Giuseppe Verdis "Macbeth" an der Wiener Staatsoper
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
187 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Isolde Schmid-Reiter
Klassifikationen
24 Theater > 24.12 Regie, Dramaturgie ,
24 Theater > 24.62 Musiktheater, Theatermusik
AC Nummer
AC12205711
Utheses ID
30830
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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