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Die Interaktion zwischen Kunsterleben und Betrachtungszeit
Sandra Anna Baron
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Helmut Leder
DOI
10.25365/thesis.34969
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29560.72016.860659-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Es liegen zahlreiche Studien vor, die unabhängig voneinander den Einfluss der Präsentationzeit auf das ästhetische Kunsterleben untersuchen und die Auswirkungen des individuellen Kunsterlebens auf die Betrachtungszeit erforschen. Allerdings existieren keine Studien, welche die wechselseitigen Interaktionen durchleuchten, um diese zu zerlegen und so ein besseres Verständnis über die Informationsverarbeitung der ästhetischen Wahrnehmung zu erlangen. Die vorliegende Studie versucht diese Interaktionen zu entwirren. 84 Teilnehmer wurden in drei Gruppen mit unterschiedlichen Präsentationszeiten (5, 17 und 30 Sekunden) eingeteilt und zu zwei Testzeitpunkten eingeladen. Zum ersten Testzeitpunkt wurden ihnen 60 Kunstgemälde mit den unterschiedlichen Präsentationszeiten präsentiert und ihr subjektives Kunsterleben bezüglich Verständnis, Bedeutung, Komplexität, Interesse sowie Gefallen, Bekanntheit und Bedürfnis, das Gemälde länger zu betrachten, erhoben. Zum zweiten Testzeitpunkt durften dieselben Bilder beliebig lange betrachtet werden. Wieder wurde das subjektive ästhetische Erleben erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass bei einer geringen Präsentationszeit das Gemälde an Interesse und Gefallen verliert und das Bedürfnis, das Kunstwerk länger zu betrachten, verstärkt wird. Länger betrachtet werden Bilder, denen viel Bedeutung zugeschrieben wurde und welche länger betrachtet werden wollten. Bilder, die als sehr interessant und gefallend bewertet wurden, werden daraufhin länger betrachtet. Gemälde, die nur kurz gesehen und als interessant und gefallend bewertet wurden, werden daraufhin kürzer, und komplex bewertete Gemälde werden länger betrachtet. Das Verständnis, die Bedeutung, die Komplexität und die ästhetische Wertschätzung der Gemälde nehmen von einem Testzeitpunkt auf den anderen signifikant ab. Gemälde können nach einer längeren Betrachtungszeit besser erinnert werden. Durch die Ergebnisse der vorliegenden Studie ist es möglich, ein besseres Verständnis über die wechselseitige Interaktion des ästhetischen Kunsterlebens und der Betrachtungszeit zu erlangen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Art Experience Presentation Time Viewing Time
Schlagwörter
(Deutsch)
Ästhetisches Kunsterleben Präsentationszeit Betrachtungszeit
Autor*innen
Sandra Anna Baron
Haupttitel (Deutsch)
Die Interaktion zwischen Kunsterleben und Betrachtungszeit
Paralleltitel (Englisch)
Interaction between art experience and viewing time
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
67 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Helmut Leder
Klassifikation
77 Psychologie > 77.00 Psychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC12151192
Utheses ID
31013
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
