Detailansicht

Semantic and conceptual analysis of figurative expressions of emotions
a corpus investigation of the synonym pairs "worry & anxiety" and "euphoria & exitement"
Elisabeth Sajtos
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Englisch UF Spanisch
Betreuer*in
Malgorzata Fabiszak
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35116
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30172.28759.411654-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit präsentiert eine konzeptuelle und semantische Corpus-Analyse von zwei jeweils nah-synonymen emotionalen Wortpaaren. Diese sind im Speziellen worry & anxiety und euphoria & excitement (Sorge & Besorgnis und Euphorie & Aufregung). Die Untersuchung basiert auf der Theorie der konzeptuellen Metaphern (Conceptual Metaphor Theory – CMT), welche sich seit etwa drei Jahrzehnten im Bereich der kognitiven Linguistik sowie der Psychologie etabliert hat. Ausschlaggebend dafür war die Veröffentlichung von Lakoff & Johnson's innovativer Monografie Metaphors we live by (1980). Die Neuheit dieses aussagekräftigen Werkes liegt vor allem in der Erkenntnis, dass die alltägliche menschliche Sprache von metaphorischen Konzepten dominiert wird, was wiederum in Opposition zu vorherigen Meinungen steht. Letztere fundierten in der Annahme, dass es sich bei Metaphern und Metonymien um rein linguistische Phänomene handelt, deren prinzipieller Zweck es ist, literarische Werke mit figurativen Ausdrücken zu dekorieren. Die Tatsache, dass im humanen Sprachverständnis bestimmte Konzepte, vor allem Abstrakta, via Verbalisierung durch konkrete Terminologie begrifflich erfasst werden, stellte dabei eine revolutionäre Entdeckung dar. Später bauten Sprachwissenschaftler, wie beispielsweise Kövecses (1989, 1990, 2000, 2005, 2010) auf dieser Theorie auf und lieferten dabei wiederum neue Einsichten in die kognitive Sprachpsychologie. Kövecses untersuchte vor allem die Konzeptualisierung von Emotionen, welche aufgrund der Tatsache, dass es sich dabei um abstrakte Konzepte handelt, dazu tendieren, durch Konkreta im menschlichen Verstand verankert zu sein. Seine Investigationen beschäftigten sich jedoch überwiegend mit sogenannten basic emotions (grundlegenden Emotionen), beispielsweise Angst, Zorn, Zufriedenheit, Traurigkeit, Lust, Liebe und Besorgnis. Da besagte Emotionen bereits ausreichend in der Literatur behandelt worden sind, wurde für das Thema der vorliegenden Diplomarbeit ein anderer Blickwinkel gewählt. Auf der einen Seite handelt es sich bei den vier analysierten Konzepten nicht um Grundemotionen; eine weitere Neuheit basiert zusätzlich auf der Tatsache, dass jeweils synonyme Paare examiniert werden, was wiederum relevante Einblicke in die Komplexität dieser Wortkategorie bringt. Wie bereits erwähnt, handelt es sich in der vorliegenden Diplomarbeit um eine corpus-basierte Studie. Seit der weitläufigen und freien Verfügbarkeit elektronischer Corpora hat sich sich der Bereich der Corpus-Linguistik als ein wesentliches Forschungsfeld in der Sprachwissenschaft im Allgemeinen und der kognitiven Linguistik im Speziellen etabliert. Gegenüber traditionellen introspektiven Methoden, bei welchen Metaphern entweder durch mündliche Befragungen oder der manuellen Untersuchung einer Vielzahl von Texten extrahiert werden, bieten Corpora eine Reihe an Vorteilen. Auf der einen Seite können Suchfunktionen auf solche Weise gewählt werden, dass nur die unmittelbare (und damit relevante) Umgebung des Suchbegriffes analysiert wird; auf der anderen Seite vereinfachen Corpora sowohl semantische als auch pragmatische Untersuchungen (cf. Oster 2010: 755). Daraus resultiert, dass sich die folgende Studie nicht nur mit der metaphorischen Konzeptualisierung der jeweiligen Emotionen befasst, sondern zusätzlich noch die Aspekte der Semantischen Präferenz (semantic preference) und Semantischen Prosodie (semantic prosody) miteinbezieht. Auf diese Weise werden eine Vielzahl von innovativen Einblicken in das komplexe Phänomen der emotionalen Welt geboten. Die vorliegende Arbeit ist in 2 Hauptteile gegliedert. Der erste Teil (PART I – Theory Review) befasst sich mit einer ausführlichen Diskussion der existierenden Literatur zu den Themen der Theorie der konzeptuellen Metaphern, der neuralen Verkörperung der Emotionen sowie semantischen und pragmatischen Aspekten und Synonymität. Teil Zwei (PART II – Empirical study: Presentation, Analysis and Interpretation of the Results) behandelt zuerst die Wahl des geeigneten Corpus und weiters die für die Enthüllung der einzelnen Metaphern optimale Methode. Letztere basiert auf der von Stefanowitsch (2006: 371ff.) entwickelten metaphorical pattern analysis (MPA), wobei die unmittelbare Umgebung (n-gram mit n=4) des lexikalischen Zielbegriffes (lexical target domain) nach metaphorischen Kollokationen untersucht wird und sich daraus entsprechende Ursprungsdomänen (source domains) ableiten lassen. Kapitel 6 beinhaltet systematische separate Analysen der einzelnen Emotionen, gefolgt von konzeptuellen Vergleichen der jeweiligen Synonyme und einer Präsentation aussagekräftiger Ähnlichkeiten und Unterschiede, welche in Bezug auf alle vier Termini aufgedeckt wurden. Weiters behandelt dieses Kapitel die Fragestellung ob bestimmte Metaphern stärker mit partikularen Emotionen assoziiert sind oder von den jeweiligen Nomen dis-assoziieren, das heißt, in nicht so enger Verbindung mit diesen stehen. Im Kapitel 7 widme ich mich sowohl den semantischen Feldern, welche von den jeweiligen Termini bevorzugt werden, als auch den dadurch entstehenden positiven oder negativen Konnotationen. Abgerundet wird die Arbeit mit einer ausgewogenen Conclusio, welche sowohl die Einschränkungen als auch die gewonnenen Erkenntnisse der Studie behandelt.
Abstract
(Englisch)
In this paper, I propose a corpus-based approach to the investigation of conceptual and semantic aspects in the field of linguistic expression of emotional concepts, in particular the near-synonymous target domains worry & anxiety and euphoria & excitement. As pioneering linguists in the area of cognitive linguistics (Lakoff and Johnson 1980, Kövecses 2000) have established in their theory of the conceptual metaphor (CMT), human use and understanding of metaphorical language is governed predominantly by non-literal correspondences that structure people's concepts (Lakoff&Johnson 1980: 7). These conceptual metaphors are claimed to be grounded principally in bodily experience, an assertion that is essentially relevant to the domain of emotions. Given that it is assumed that abstractions are predominantly conceptualized via concrete terminology, this study aims to investigate this supposition by quantitatively comparing metaphorical patterns and expressions of the aforementioned emotion nouns. “Following the current trend of corpus approaches to metaphor analysis” (Rojo López, Orts Llopis 2010: 3300), among them Metaphorical Pattern Analysis (Charteris-Black 2001; Stefanowitsch and Gries 2006; Oster 2010), this examination is based on one of the largest freely available corpora, the Corpus of Contemporary American English (COCA). The results of the study clearly demonstrate that corpus-based approaches to emotion words offer a number of advantages. First and foremost, the opportunity to explore the (immediate) surroundings of the search items in a considerably vast amount of text, provides the researcher with evidence of conceptual metaphor and metonymy (cf. Oster 2010: 755). The study is also enriched via the addition of a further dimension, in this case the semantic and evaluative aspects of the respective emotion words. Another advantage lies in the possibility of quantifying the results, which is fundamental for comparing the respective frequencies and productivity, as well as the general use of individual metaphors and metonymies (cf. Oster 2010: 755). This fact is of particular importance in investigations that are dedicated to analyzing more than one search item. The results yielded allow to demonstrate that there are indeed a number of overlaps with respect to the conceptualization of emotions in general, as well as worry & anxiety and euphoria & excitement in particular. A number of (partially fine-grained) differences were however encountered. Regarding the semantic and evaluative analyses, it may be stated that the resultant findings turned out to be similar. As a consequence, this paper partly supports a revolution in the viewing of synonymous words in language as well as opening a new dimension on looking at emotion terms that are not considered to be basic emotions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
conceptual metaphors corpus linguistics emotions synonyms antonyms semantic preference semantic prosody
Schlagwörter
(Deutsch)
konzeptuelle Metaphern Corpus-Linguistik Emotionen Synonyme Antonyme semantische Präferenz semantische Prosodie
Autor*innen
Elisabeth Sajtos
Haupttitel (Englisch)
Semantic and conceptual analysis of figurative expressions of emotions
Hauptuntertitel (Englisch)
a corpus investigation of the synonym pairs "worry & anxiety" and "euphoria & exitement"
Paralleltitel (Deutsch)
Semantische und konzeptuelle Analyse von Emotionen: Eine Corpus-Studie der synonymen Wortpaare worry & anxiety und euphoria & excitement
Paralleltitel (Englisch)
Semantic and conceptual analysis of figurative expressions of emotions: a corpus investigation of the synonym pairs "worry & anxiety" and "euphoria & exitement"
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
174 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Malgorzata Fabiszak
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC12155044
Utheses ID
31134
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 353 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1