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Prestigeverlust oder Krieg?
die Reaktionen auf die Balkankriege 1912/13 in der Berichterstattung von "Reichspost" und "Arbeiterzeitung"
Maximilian Gulla
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichte
Betreuer*in
Christa Ehrmann-Hämmerle
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35121
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16424.70912.764579-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Österreichische Zeitungen berichteten intensiv über die Balkankriege der Jahre 1912 und 1913. Zudem entstand über die Frage, wie Österreich-Ungarn mit den Kriegen und ihren Folgen umgehen sollte, eine intensive politische Debatte. Die Forderungen reichten von einem militärischen Vorgehen der Donaumonarchie gegen Serbien bzw. Montenegro bis zur Forderung, die Monarchie soll sich aus den Fragen der Gebietsverteilung am Balkan gänzlich heraushalten. Die vorliegende Arbeit untersucht mit der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring die Berichterstattung zweier österreichischer Zeitungen zu den Balkankriegen. Es handelt sich bei den zwei untersuchten Zeitungen um die der christlich-sozialen Partei nahestehenden „Reichspost“, und die sozialdemokratische „Arbeiterzeitung“. Es wird danach gefragt, wie sich die politischen Standpunkte der den Zeitungen nahestehenden politischen Parteien auf deren Berichterstattung über die Balkankriege auswirkte. Während die „Reichspost“ für eine unnachgiebige Haltung Österreich-Ungarns gegenüber Serbien und Montenegro warb und auch die durch die Kriege in Österreich-Ungarn verstärkte Militarisierung begrüßte, trat die „Arbeiterzeitung“ gegen jede Intervention der Donaumonarchie auf und lehnte zusätzliche oder intensivierte Militarisierung ab. Es wird außerdem danach gefragt, mit welchen Argumenten und Strategien in den Zeitungen für die jeweiligen Standpunkte geworben wurde und welche Rolle wiederum die Berichterstattung über die Balkankriege in diesen Versuchen der politischen Mobilisierung spielte. Zusätzlich soll gezeigt werden, welche Rolle Emotionen wie „Angst“ und „Ehre“ in dem Prozess des politischen Werbens gespielt haben. Um diese Fragen zu beantworten, wird aber nicht nur die Berichterstattung der beiden Zeitungen selbst analysiert, sondern die Ergebnisse der Analyse werden auch in ihr historisches Umfeld gestellt.
Abstract
(Englisch)
Austrian newspapers reported extensively on the Balkan Wars of 1912 and 1913. Moreover an intense political debate arose about the question, how Austria-Hungary should deal with the wars in the Balkans and its aftermaths. The claims were ranged from military action of the Monarchy against Serbia and Montenegro, to the demand, that the Austria-Hungary should stay out of the issues of territorial distribution in the Balkans entirely. The present thesis deals with the reporting of two Austrian newspapers on the Balkan Wars and on their impacts on Austria-Hungary. One of these newspapers is the „Reichpost“, which was related to the Christian-Social Party, and the social-democratic "Arbeiterzeitung" is the other one. The thesis focuses on the question, how the political positions of the parties, which were related to the newspapers, impacted the reporting of the two newspapers on the Balkan Wars. While the „Reichspost" campaigned for a relentless attitude of Austria-Hungary against Serbia and Montenegro and also greeted the intensified militarization, which the wars provoked in Austria–Hungary, the "Arbeiterzeitung" campaigned against an intervention of the Double Monarchy and refused further militarization. In the thesis it is asked, which arguments and strategies were used in the newspapers to advertise for their positions and which role the reporting on the Balkan Wars played in their attempts at political mobilization. In addition, it is shown, which role emotions, such as "fear" and "honor", played in the process of political courtship in the two newspapers. The study was conducted using the method of qualitative content analysis according to Philipp Mayring. Not only the reporting of the two newspaper itself were analyzed, the results of the content analysis were also placed in their historic environment.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Balkan Wars Austria-Hungary Reichspost Arbeiterzeitung emotions public opinion qualitative content analysis
Schlagwörter
(Deutsch)
Balkankriege Österreich-Ungarn Reichspost Arbeiterzeitung Emotionen öffentliche Meinung qualitative Inhaltsanalyse
Autor*innen
Maximilian Gulla
Haupttitel (Deutsch)
Prestigeverlust oder Krieg?
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Reaktionen auf die Balkankriege 1912/13 in der Berichterstattung von "Reichspost" und "Arbeiterzeitung"
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
109 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christa Ehrmann-Hämmerle
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.36 Europäische Geschichte 1815-1914 ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich ,
15 Geschichte > 15.70 Balkanstaaten
AC Nummer
AC12120730
Utheses ID
31139
Studienkennzahl
UA | 066 | 803 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1