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Körperwahrnehmung bei Nierentransplantationspatienten
Ulrike Edlinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Thomas Slunecko
DOI
10.25365/thesis.35162
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29850.87155.605770-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem psychischen Aspekt der Organintegration und der Körperwahrnehmung nach einer Nierentransplantation. Es wurde versucht, die innere Struktur des Körperbildes der Transplantationspatienten mithilfe der Körper-Grid Technik, einer Modifizierung der Repertory-Grid Technik nach George A. Kelly (1955), sichtbar zu machen, um mögliche Unterschiede in der Körperwahrnehmung zwischen Empfängern einer Lebendspende und Empfängern einer postmortalen Spende festzustellen.
Auf der strukturellen Ebene der Körperwahrnehmung konnten keine Unterschiede in der Organintegration festgestellt werden. Beiden Patientengruppen gelingt es, ihre neue Niere in ihr Körperbild zu integrieren und beide Patientengruppen nehmen ihr altes Organ gleichermaßen isoliert wahr.
Signifikante Unterschiede ergeben sich auf der semantischen-kognitiven Ebene, nach der diese beiden Patientengruppen ihr Körperbild strukturieren. Empfänger einer postmortalen Spende nehmen ihren Körper dabei signifikant häufiger unter einem funktional-objekthaften Aspekt wahr und beschreiben ihn mit technisch-mechanistischen Termini wie funktionierend, defekt, unbeschädigt usw. Empfänger einer Lebendspende hingegen beschreiben ihren Körper vorrangig mit vitalen Termini wie lebendig, leistungsfähig, aktiv usw., die allesamt dem subjekthaften Aspekt der Körperwahrnehmung zuzuschreiben sind. Diese Ergebnisse lassen aufgrund der geringen Stichprobe von 27 Transplantationspatienten keine eindeutigen Rückschlüsse zu, ob dieser Unterschied in der Körperwahrnehmung auf den Spendertyp oder die unterschiedliche Dialysedauer dieser beiden Patientengruppen zurückzuführen ist. Es scheint sich jedoch die Tendenz abzuzeichnen, wonach eine lange Dialysedauer den funktional-objekthaften Aspekt der Körperwahrnehmung verstärkt und der Körper zunehmend mithilfe einer Maschinenmetapher wahrgenommen wird.
Abstract
(Englisch)
The present work deals with the psychological aspect of organ integration and the perception of the body after a kidney transplant. An attempt is made to make visible the inner structure of transplant patients’ body image, using the body grid technique - a modification of George A. Kelly’s repertory grid technique (1955). The main aim is to determine the possible differences in body perception between recipients of a living donation and recipients of a post-mortem donation.
At the structural level of body awareness no differences in organ integration could be determined. For both groups it was possible to integrate the new kidney in their self-perceived body image, and each group also similarly experienced their old organ as isolated. Significant differences had emerged from a semantic-cognitive level, according to which the two groups of patients had structured their body images. Recipients of post-mortem donations tended to focus on the function of their bodies, using an object lens, and described the body using technical-mechanistic terms such as broken, defective, undamaged etc. Recipients of a living donation, however, primary described their bodies using terms that emphasized its vitality, such as active, powerful, active etc. - all of which are attributed to the subjective aspect of bodily awareness. Due to the small sample size of 27 transplant patients, these results cannot allow for definitive conclusions regarding whether this difference in patient perception is due to differences in donation-type, or differences in dialysis-duration. However, a propensity where longer durations of dialysis increases the function-focus and object lens in bodily awareness seems to emerge, and this leads means that the body is increasingly perceived in terms of a technical, mechanistic metaphor.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
transplantation body image grid technique
Schlagwörter
(Deutsch)
Transplantationsmedizin Körperwahrnehmung Grid-Technik
Autor*innen
Ulrike Edlinger
Haupttitel (Deutsch)
Körperwahrnehmung bei Nierentransplantationspatienten
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
83 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Slunecko
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC12168598
Utheses ID
31173
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
