Detailansicht
Gemeinsamkeiten von Pflanzen / Planzenprodukten, Tieren / Tierprodukten sowie den Hervorbringungen der Natur in einem Vergleich basierend auf den heiligen Schriften der drei abrahamitischen Religionen, ergänzt durch den Einfluss der Psalmen
Renate Gross
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Individuelles Diplomstudium Religionswissenschaft
Betreuer*in
Wolfgang Treitler
DOI
10.25365/thesis.35174
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29763.26761.990766-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Zielsetzung dieser Arbeit war es, einen Vergleich aus den Heiligen Schriften (Tanach, Bibel und Koran) der drei abrahamitschen Religionen herauszuarbeiten, der sich auf die in diesen Schriften genannten Pflanzen und deren Produkte, auf Tiere und deren Produkte sowie auf die Hervorbringungen der Natur bezieht. Das Buch der Psalmen erwies sich dabei als wertvolle zusätzliche Quelle. Eine Einschränkung auf die fünf Bücher Mose wurde vorgenommen.
Die viel umfangreicheren Informationen im biblischen Bereich gegenüber dem muslimischen ergeben sich aus der Zeitspanne, die von der mündlichen Tradierung bis zur Verschriftlichung vergangen ist. Die Quellen, aus denen die biblischen Schriftsteller schöpften, erwiesen sich als bis ins Jahr 2250 v. Chr. zurückreichend. Die fünf Bücher Mose, hebr. Tora, dürfte an der Wende vom 5. zum 4. Jh. vorgelegen sein, d. h. es handelt sich um einen realistischen Entstehungszeitraum von mindestens 1000 Jahren. Die Christen verwendeten die griechische Übersetzung jüdischer heiliger Schriften etwa ab dem 3. Jh. Die Problematik der Übersetzungen wurde ebenfalls thematisiert. Die Psalmen sollen bis ins 10 Jh. v. Chr. zurückreichen und im 3. Jh. n. Chr. verschriftlicht worden sein. Der Koran, der auch auf mündlicher Tradierung und vor allem auf die Mohammed erteilten Offenbarungen zurückgeht, wurde bereits 12 Jahre nach dem Tod des Propheten von Uthman als autoritativer Text erstellt.
Die Anzahl der in der Bibel erwähnten Pflanzen und Tiere ist bedeutend größer als im Koran, wo sie immer im Zusammenhang mit der Schöpfung als Versorgung genannt und ins Paradies, das über 100 Mal erwähnt wird, verwiesen werden. In der Bibel gehören Pflanzen und Tiere zum täglichen Leben und Überleben der Menschen. Die festgeschriebenen Rechtsgrundlagen von Judentum und Islam unterscheiden sich unter dem Aspekt der Dogmatik dadurch, dass die Tora der rabbinischen Tradition (ohne Dogmatik) folgt, und dass der Koran (mit Dogmatik) einer Vielzahl von Rechtsschulen folgt.
Als ein Gemeinsames übernimmt der Koran eine Anzahl biblischer Geschichten, anerkennt diese als heilige Schriften, die gottgegeben sind, aber von Menschen verfälscht wurden. Die Kashrutbestimmungen des Judentums und die Speisege- und -verbote des Islam sind ähnlich, haben mit den Reinheitsvorschriften zu tun und sind in der jeweiligen überlieferten Tradition begründet. In beiden Religionen ist beispielsweise der Genuss von Blut verboten. Dem Opferkult wird im Judentum größerer Raum eingeräumt als im Islam.
Die gottesdienstlichen Riten sowie die Fasten- und Festkultur unterscheiden sich ebenfalls, waren aber nicht Thema dieser Arbeit.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Bibel Tora Koran Psalmen
Autor*innen
Renate Gross
Haupttitel (Deutsch)
Gemeinsamkeiten von Pflanzen / Planzenprodukten, Tieren / Tierprodukten sowie den Hervorbringungen der Natur in einem Vergleich basierend auf den heiligen Schriften der drei abrahamitischen Religionen, ergänzt durch den Einfluss der Psalmen
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
231 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Treitler
AC Nummer
AC12252757
Utheses ID
31184
Studienkennzahl
UA | 057 | 011 | |
