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An exploration of the contingent necessities of agricultural biotechnology
Dona Barirani
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Ulrich Brand
DOI
10.25365/thesis.35178
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29097.86701.149355-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit nimmt sich den kontingenten Notwendigkeiten der modernen landwirtschaftlichen Biotechnologie an. Kontingente Notwendigkeiten werden verstanden als Ereignisse nicht-notwendiger Interaktionen verschiedener Kausalketten, die erst durch die kontingente Interaktion notwendig werden. Das Konzept trägt dazu bei spezifische Ereignisse als ein Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren zu betrachten, wodurch Reduktionismen ausgeschlossen werden sollen. Konkret wurde moderne landwirtschaftliche Biotechnologie vor allem in den USA entwickelt, u.a. mit dem Resultat gentechnisch modifizierter Nahrungsmittel (Gen-food). Daher können wesentliche kontingente Notwendigkeiten in der vergangenen Technikentwicklung des Landes gefunden werden. Europa hingegen setzt vornehmlich auf konventionelle und teilweise organische Landwirtschaft. Das Thema der modernen landwirtschaftlichen Biotechnologie, vor allem die Frage nach Gen-food führt in Europa regelmäßig zu Konflikten. Dies ist nicht zuletzt auf die unterschiedlichen Wertevorstellungen und Dispositionen zwischen Europa und den USA zurückzuführen. Ein Ziel dieser Arbeit besteht in der Untersuchung der Frage, warum Ereignisse nicht-notwendiger Interaktionen in den USA eine kontingente Interaktion eingegangen sind und warum Europa eine andere Entwicklung erfahren hat, die von einer breiten Ablehnung gegenüber Gen-food geprägt ist. Mit der Methode der Artikulation werden kontingente Notwendigkeiten auf verschiedenen Abstraktions- und Komplexitätsebenen untersucht. Die Analyse beginnt mit einer einfachen und abstrakten Untersuchung von Technologie. Technologie wird als sozialer Prozess verstanden, der historisch und kontextual eingebettet ist und somit auch die entsprechenden ökonomischen und technologischen Pfadentwicklungen. Mit der anschließenden Untersuchung besonderer Charakteristiken moderner Biotechnologie wird die Analyse spezifischer und konkreter. Diese wird allgemeinhin aufgefasst als eine Sammlung verschiedener wissenschaftlicher Methoden mit breiten Anwendungsmöglichkeiten und nicht als eine eigenständige Technologie. Zudem gilt es die weitereichende Kommodifizierung von Wissen, insbesondere von wissenschaftlichem Wissen zu berücksichtigen. Im dritten Schritt analytischer Konkretisierung werden die technischen Seiten der Technikentwicklung moderner landwirtschaftlicher Biotechnologie erleuchtet. Diese werden zusätzlich auf ihre ökonomische Verwertbarkeit hin untersucht. Dabei sind der Entwicklungsfokus auf einige wenige Hochleistungssorten wesentlich sowie die Entwicklung von Resistenzen gegen spezifischen Herbiziden und Pestiziden. Im Anschluss gilt es die technischen Aspekte auf die Internationale Politische Ökonomie hin auszuweiten. Ein wichtiger Punkt hierbei ist die industrielle Struktur, die durch horizontale und vertikale Konzentrationsprozesse geprägt ist. Der internationale Saatgutmarkt wird von einigen wenigen multinational agierenden Konzernen geleitet. Monsanto beispielsweise zielt auf die Kontrolle der gesamten Wertkette der Lebensmittelproduktion sowie der Biomasseproduktion ab und grenzt seine Eigentumsrechte nicht auf wenige Pflanzensorten und bestimmtes Saatgut ein. Des Weiteren werden in der Arbeit geistige Eigentumsrechte und die Schwierigkeiten mit Biopatentierungen erörtert. Das letzte Kapitel der Analyse widmet sich schließlich den unterschiedlichen kontingenten Notwendigkeiten in den USA und in Europa. Beide werden mittels eines genealogischen Zugangs in Bezug auf ihre technologische Entwicklung und ökonomische sowie akademische Strukturen hin erforscht. Da die Europäische Union eine jüngere Erscheinung ist als nationale und regionale Technikentwicklungen, wird letzteres am Beispiel Deutschlands veranschaulicht. Insgesamt ist die Arbeit eine Literaturarbeit, sodass empirische Daten vornehmlich aus Sekundärquellen bezogen werden. Bücher, Artikel aus Zeitschriften, Berichte sowie Zeitungsberichte und Internetseiten bestimmter Akteure bilden die wesentliche Bezugsbasis für Quellen. Darüber hinaus dienen diverse Abkommen und Gesetzestexte als Quellenbezug.
Abstract
(Englisch)
This work examines the contingent necessities of modern agricultural biotechnology. Contingent necessities are occurrences of non-necessary interactions of various causal chains which become necessary by entering a contingent interaction. The concept allows viewing specific subjects as interplays of several factors in a causal relation, while avoiding reductionism. In concrete terms, modern agri-biotech is mainly developed in the USA. Hence, contingent necessities of modern agri-biotech can be found in its past technology development. In US history, various causal occurrences finally resulted in the development of biotechnology with the usage of genetic engineering (GE) and its application in agriculture. In contrast, Europe primarily relies on conventional and partially organic breeding methods. The application of modern biotechnology in agriculture causes conflicts in Europe due to fundamentally different values and dispositions between the US and European states. One essential aim of this work is to examine why non-necessary occurrences enter a contingent interaction in the USA and why Europe experiences another development including a broad opposition towards modern agri-biotech and GE food. With the method of articulation, contingent necessities are assessed at various levels of abstraction and complexity. The analysis begins with a simple and abstract elaboration of technology. Technology is understood as a social process which is historically and contextually embedded similar to respective economic and technological path-developments. Subsequently, the analysis becomes more specific and less abstract by specifying modern biotechnology. Modern biotechnology is considered to be a collection of scientific methods with broad application possibilities rather than an autonomous technology. Additionally, the far-reaching commodification of knowledge, particularly scientific knowledge is addressed. In a third step, modern agri-biotech is specified. The technical sides of its development are examined and related to economic interests. The development focus on a few high yield crop varieties and their resistance against specific herbicides and pesticides is a crucial aspect. In the following, the technical aspects are extended to the International Political Economy of modern agri-biotech. An important aspect is the industrial structure which is characterized by horizontal and vertical concentration processes. Hence, the international seed market is ruled by a few multinational companies. For instance, Monsanto strategically targets control of the entire food chain and biomass production and does not merely raise property claims to single plant varieties and seeds. Moreover, the analysis dwells on Intellectual Property Rights and related difficulties in biopatenting. The very last chapter examines the different contingent necessities in the USA and Europe. Both are accessed genealogically concerning technology developments and economic and academic structures. Considerably, the European Union is a more recent project compared to technology trajectories that are rather observable at national and regional levels. Thus, this work also inquires into relevant developments and structures in Germany. The thesis deals with empirical data from secondary sources. Books, papers, reports, newspaper articles and webpages are the main sources as well as treaties and legal texts.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Agri-Biotechnology contingent necessities
Schlagwörter
(Deutsch)
Agri-Biotechnologie kontingente Notwendigkeit
Autor*innen
Dona Barirani
Haupttitel (Deutsch)
An exploration of the contingent necessities of agricultural biotechnology
Paralleltitel (Deutsch)
Eine Untersuchung der kontingenten Notwendigkeiten von Landwirtschaftlicher Biotechnologie
Paralleltitel (Englisch)
An Exploration of the Contingent Necessities of Agricultural Biotechnology
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
169 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Ulrich Brand ,
Georg Spitaler
Klassifikationen
89 Politologie > 89.00 Politologie: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.29 Politische Richtungen: Sonstiges
AC Nummer
AC12154292
Utheses ID
31188
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
