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Die Wahrnehmung von natürlichen Varianten der Attraktivität in realen Kontexten
Sandra Deringer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Helmut Leder
DOI
10.25365/thesis.35212
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29872.21234.102061-2
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Studie untersucht den Einfluss natürlicher Ausprägung der Attraktivität auf die Wahrnehmung, wenn sie im realen Kontext vorkommt. Dazu wurde Attraktivität als mehrdimensionaler Faktor angesehen und unmanipulierte Fotos, die in realen Umgebungen gemacht wurden, als Stimulusmaterial benutzt. 22 männliche und 23 weibliche Versuchspersonen betrachteten jeweils 20 Frauen- und Männerpaare, sowie 20 gemischte Paare, ohne spezifische Instruktion. Zeitgleich wurde mittels Eye Tracking die durchschnittliche Fixationsdauer, die Anzahl der Fixationen und die Dauer der ersten Fixation erhoben. Danach folgte eine Attraktivitätsbewertung derselben Stimuli. Korrelationen zwischen Attraktivität und Betrachtungsindizes wurden ermittelt und danach eine ANOVA mit Messwiederholung angewandt. Geschlecht der Betrachter, Geschlecht der Stimuli und Kombination der Stimuli wurden als Zwischensubjektfaktoren behandelt sowie der Einfluss der individuellen AOI-Größen ermittelt. Zwei der aufgestellten Hypothesen, wonach einerseits die durchschnittliche Betrachtungsdauer und andererseits die Anzahl der Fixationen ansteigen, je attraktiver die Gesichter bewertet wurden, konnten bestätigt werden. Eine weitere Hypothese wonach die Dauer der ersten Fixation mit dem Grad der Attraktivität ansteigt, wurde statistisch nicht erwiesen. Effekte von geschlechtsspezifischen Unterschieden und Art der Paarkombination sind vorhanden. Die Ergebnisse zeigen somit einen Einfluss von Attraktivität als mehrdimensionaler Faktor auf das Blickverhalten in realen Kontexten. Die Größe der AOIs beeinflusst jedoch die Betrachtungsindizes und Attraktivitätsbewertung, weshalb die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden müssen. Unterschiede zu Forschungsergebnissen die Attraktivität als dichotomen Faktor behandeln, sind im Zusammenhang der Dauer der ersten Fixation und Attraktivität für männliche Stimuli, sowie in der Betrachtungsdauer von Frauen betreffend der Stimulus-Kombinationen zu finden.
Abstract
(Englisch)
The aim of the present study was to determine the effects of natural occurrence of attractiveness on visual cognition, when presented in real-world scenes. Attractiveness is seen as a multivariate variable and the stimuli were presented in photographs of real-world scenes, in order to relate to everyday life. 22 male and 23 female participants looked at each 20 women's, men's and mixed pairs with the instruction to simply look at the pictures. During scene viewing, eye movements were measured. Afterwards participants rated the same stimuli according to their level of attractiveness. Correlations of attractiveness and mean fixation, fixation count and first fixation, followed by a repeated measure ANOVA, were executed. Gender of beholder, gender of stimuli and combination of stimuli were included as well. The influence of the individual size of the AOI was calculated. Mean fixation and fixation count increased directly with the level of attractiveness and therefor were consistent with two of our hypotheses. In contrast to another hypothesis, first fixation and level of attractiveness showed no correlation. Furthermore sex-related differences and effects of combination of stimuli were found. Therefore, viewing behavior is influenced by attractiveness as a multivariate variable. There is statistical evidence that the size of the AOI interacts with the observation indices and attractiveness ratings. Therefore, the results must be interpreted with caution. Differences to research findings, where attractiveness is seen as a dichotomous variable, apply to the duration of first fixation and attractiveness for male stimuli und the fixation duration of women concerning the stimulus combination.
At the same time this study revealed some differences to other research findings where attractiveness is seen as a dichotomous variable.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
attractiveness visual perception faces gaze behavior eye-tracking real world context gender differences
Schlagwörter
(Deutsch)
Attraktivität visuelle Wahrnehmung Gesichter Beobachtungsverhalten Eye-Tracking realer Kontext Geschlechtereffekte
Autor*innen
Sandra Deringer
Haupttitel (Deutsch)
Die Wahrnehmung von natürlichen Varianten der Attraktivität in realen Kontexten
Paralleltitel (Englisch)
The perception of natural variants of attractiveness in real contexts
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
88 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Helmut Leder
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.00 Psychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.40 Wahrnehmungspsychologie
AC Nummer
AC12170342
Utheses ID
31210
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
