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Die Sprachensituation in Belarus als Gegenstand der politischen Reden Aljaksandr Lukašėnkas
Andrea Kammleitner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Russisch
Betreuer*in
Michael Moser
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35230
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30303.11452.594659-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Sprachensituation in Belarus als Gegenstand der politischen Reden des weißrussischen Präsidenten Aljaksandr Lukašėnka. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf zwei zentralen Themen: (1) Die Existenz zweier Amtssprachen sowie weiteren Sprachvarietäten in Belarus und daraus resultierende Konfliktfelder. Im Zuge dessen soll auf sprachgeschichtliche Entwicklungen sowie auf die Sprachenpolitik Aljaksandr Lukašėnkas eingegangen werden. Dem voraus geht ein historischer und politischer Überblick. (2) Die Analyse der politischen Reden des weißrussischen Präsidenten. Für die Untersuchung stellt sich die Frage, ob die politische Sprache Lukašėnkas Elemente persuasiver Intention oder der sowjetischen Propagandasprache enthält. Ein zentrales Untersuchungsgebiet stellt hier die Sprachensituation in Belarus dar. Um die Verwendung propagandistischer Elemente aufzufinden, sollen die Reden Lukašėnkas einer sprachlich-rhetorischen sowie einer inhaltlich-ideologischen Analyse unterzogen werden. Für diese Untersuchung wurden schließlich die Methoden der Kritischen Diskursanalyse sowie die Forschungsarbeiten von Rolf BACHEM und Daniel WEISS herangezogen. Obwohl in den politischen Reden Aljaksandr Lukašėnkas die russische Sprachverwendung dominiert, zeichnet sich der präsidiale Sprachstil durch einen wiederholten Wechsel zwischen dem Weißrussischen und Russischen aus. Ferner zeigt sich der vermehrte Gebrauch von Freund-Feind Polarisierungen, Elementen der Stabilitäts- beziehungsweise der Totalitätssemantik sowie der Familienmetaphorik. Die inhaltlich-ideologische Analyse verdeutlichte die Verwendung dieser Merkmale sowie die Verbreitung eines bestimmten Gesellschaftsverständnisses. Im Bezug auf die Sprachenproblematik zeigt sich, dass Fragen zur weißrussischen Sprache gerne ignoriert werden, während man die Verwendung des Russischen als „Sprache der Zukunft“ propagiert.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Weißrussland Belarus Lukaschenko Sprachensituation politische Reden
Autor*innen
Andrea Kammleitner
Haupttitel (Russisch)
Die Sprachensituation in Belarus als Gegenstand der politischen Reden Aljaksandr Lukašėnkas
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
131 S.
Sprache
Russisch
Beurteiler*in
Michael Moser
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.22 Sprachlenkung, Sprachpolitik
AC Nummer
AC12185464
Utheses ID
31228
Studienkennzahl
UA | 066 | 852 | |
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