Detailansicht
Der Maler Prof. Reinhold Klaus
unter besonderer Berücksichtigung der österreichischen Kunstlandschaft der Zwischenkriegszeit
Karin Ciml
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Werner Kitlitschka
DOI
10.25365/thesis.35236
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29894.40491.482369-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Reinhold Klaus wurde 1881 in Warnsdorf, in Nordböhmen geboren. Nach seiner akademischen Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Wien und der Mitarbeit an der Secessionsausstellung 1902, bei welcher der junge Student die bereits etablierten Künstler Gustav Klimt und Ferdinand Hodler kennenlernte, erweiterte er sein Können durch ein zusätzliches Studium an der Kunstakademie in Dresden bei Prof. Carl Bantzer. Bevor er 1923, durch Vermittlung seines Mentors und Freundes Prof. Alfred Roller, eine Lehrstelle an der Kunstgewerbeschule in Wien annahm, konnte er noch Erfahrungen in Hamburg und München sammeln. Seine Heirat mit Therese Bräuer aus der Glasmalerdynastie Geyling 1914 war für seine künstlerische Entwicklung wesentlich. Bis 1948 nahm er die künstlerische Leitung des Traditionsunternehmens war.
Sein malerisches Werk ist anfänglich noch dem erlernten, relativ oberflächlichen akademischen Stil verpflichtet. Vor dem Ersten Weltkrieg greift er moderne Stilrichtungen auf, was sich in einigen expressionistischen Stadtansichten ausdrückt. Nach dem Ersten Weltkrieg kann er keinen Zugang zu aktuellen Kunstströmungen mehr finden: Abstraktion und die damit verbundene Verschlüsselung von Botschaften lehnt er ab. Auch im kritischen Modus der Neuen Sachlichkeit findet er keine Ausdrucksmöglichkeit. Sein Ziel war die Darstellung des vermeintlich Schönen um – ohne Umwege der Interpretation – unmittelbar positive Empfindungen beim Betrachter auslösen zu können. Mit dieser Absicht kann er dekorative Bilder schaffen, ohne eine intellektuelle Entwicklung beim Publikum einfordern zu müssen.
Seine Themenwahl ist daher stets im kleinbürgerlichen und ländlichen Milieu zu finden. Der hierzu verwendete narrativ-volkstümliche Stil ermöglichte dem Publikum eine leichte Lesbarkeit. Wesentlich in seinem Werk ist auch der Umgang mit dem Malmittel „Farbstift“. Seine sich nach dem Ersten Weltkrieg entwickelnde Ausdrucksform entsprach auch im Dritten Reich der offiziellen Erwartungshaltung und ermöglichte ihm und seiner Familie eine sichere Existenz. 1945 beendet er seine Lehrtätigkeit an der ehemaligen Kunstgewerbeschule und übersiedelt nach Waidhofen/Ybbs. Nach seiner öffentlichen Berufslaufbahn widmete er sich weiterhin der Malerei, wobei er seinen narrativen Stil weiter ausbaute. Reinhold Klaus starb 1963 an den Folgen eines Herzinfarktes in Waidhofen/Ybbs.
Die vorliegende Masterarbeit versucht erstmalig, die mit der Künstlerpersönlichkeit Reinhold Klaus verbundenen Problemfelder umfassend und möglichst objektiv aufzuarbeiten.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Reinhold Klaus
Autor*innen
Karin Ciml
Haupttitel (Deutsch)
Der Maler Prof. Reinhold Klaus
Hauptuntertitel (Deutsch)
unter besonderer Berücksichtigung der österreichischen Kunstlandschaft der Zwischenkriegszeit
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
404 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Werner Kitlitschka
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.00 Kunstwissenschaften: Allgemeines
AC Nummer
AC12143946
Utheses ID
31232
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
