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Imagination. Freiheit. Ordnung
von der Faszination am Rollenspiel
Katharina Flicker
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kultur- und Sozialanthropologie
Betreuer*in
Peter Schweitzer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35255
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30007.56434.393870-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Masterarbeit wird der Frage nachgegangen, warum Personen im deutschsprachigen Raum Rollenspiele spielen. Damit verbunden sind außerdem die folgenden Fragen: Was fasziniert an Rollenspiel? Wer spielt überhaupt? Gibt es bestimmte Personengruppen, die eher dazu geneigt sind, fantastische Rollenspiele zu spielen als andere? Warum wird gespielt? Als Fallbeispiel dient das in Deutschland entwickelte und erstmals publizierte Rollenspiel Das Schwarze Auge (DSA). Die Grundannahme war dabei, dass Konzeptionen des Fremden und Erfahrungen mit Fremdheit ein wesentlicher Grund für die Faszination am Rollenspiel sind. Im theoretischen Teil der Arbeit werden daher einerseits Theorien über die Konstruktion des Fremden und damit verbunden schließlich über Identität thematisiert. Andererseits sind auch Theorien in Bezug auf das soziale Geschlecht und auf Spiel ein Bestandteil dieses Abschnitts. Letzteres dient der Definition von Rollenspiel. Ersteres wurde durch Aussagen in den Gesprächen relevant, da es erhebliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Spiel gibt. Um die Frage beantworten zu können wurden 53 Interviews mit Spielern und Spielerinnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz durchgeführt. 36 Teilnehmern und Teilnehmerinnen wurden per E-Mail, 17 Personen persönlich befragt. Es zeigte sich, dass Fremdheit tatsächlich ein Grund für die Faszination am Rollenspiel ist: Vertraute Stereotype, die mit dem Fremden assoziiert und positiv bewertet werden, wirken anziehend. Gleichzeitig wird durch die Einnahme fremder Rollen, das Eigene spielerisch vom Fremden getrennt, wodurch Identität verfestigt wird. Allerdings sind andere Aspekte wesentlich wichtiger. Das sind die soziale Interaktion im Spiel oder jene Freiheiten, die diese Spielform ermöglicht, wobei sie durch komplexe Regelsysteme zugleich geordnet ist. Die Geschlechterdifferenz dagegen erklärt, warum Frauen sich erst wesentlich später für Rollenspiel zu interessieren beginnen. Gründe dafür sind latent sexistische Illustrationen und der Mangel an gesellschaftlich etablierten Bildern von weiblichen Figuren. Insofern sind die Darstellungsmöglichkeiten von Frauen weniger weit gefasst, als die von Männern.
Abstract
(Englisch)
This thesis is about why people within the german-speaking world play role-playing-games. Associated research questions are: What is fascinating about such games? Who is playing? Are there groups who are more likely to play than others? And why do people play? A game called Das Schwarze Auge1 (DSA) is to be the case example. It was both developed and first published in Germany. A starting point was marked by the assumption that conceptions of otherness are crucial once it comes to being fascinated with role-playing games. Therefore the theoretical part deals with theories concerning the construction of otherness. This is however linked to issues related to identity. But for all that this chapter also is about gender, game and play. Game theories are used to define roleplay. Due to the interviews gender turned out to be relevant as well. So it was theoretically included. To deal with the issue at hand 53 people were interrogated in Austria, Germany and Switzerland. E-mails were sent to 36 of these participants, while 17 were interviewed directly. It eventually turned out, that otherness is crucial indeed: Otherness does attract people as long as it is positively judged and associated with familiar stereotypes about otherness. One's own sense of identity is strenghtened as one is playing, because players are contstantly differentiating between the self and the roles they are playing. There are however other aspects that are more essential. Social interaction is one of these aspects. Roleplay is not as regulated as most games are meaning that players are free to nearly do as they please. Rules are mostly used as guidelines to properly explore fictitious worlds. Gender differences explain why women start playing later than men do. It is due to sexist illustrations and the lack of publicly etablished images of female characters. So the scope of female characters that can be played with is not as broad as of male ones.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Leisure time studies Pen-and-Paper Rollenspiel Das Schwarze Auge Gender Identität Fremdheit
Autor*innen
Katharina Flicker
Haupttitel (Deutsch)
Imagination. Freiheit. Ordnung
Hauptuntertitel (Deutsch)
von der Faszination am Rollenspiel
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
110 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Schweitzer
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC12139402
Utheses ID
31249
Studienkennzahl
UA | 066 | 810 | |
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