Detailansicht

Josephine Baker: Der Star des Revuetheaters
Entwicklungen und Erfolgsfaktoren
Verena Helene Hagen
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Brigitte Marschall
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35312
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29851.07701.751664-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit setzt sich mit dem Revuetheater und dem großen Star des Revuetheaters Josephine Baker auseinander. Nach ihren ersten Bühnenerfahrungen in Amerika, kam sie 1925 nach Paris, das sie später als ihre Heimat betrachtete. Die Revue Nègre war ihre große Schule, mit der sie zum Weltstar wurde. Ihre Schielaugen, der Zeigefinger auf dem Kopf, als wäre sie ein Kreisel, ihre Grimassen und der Charleston, den sie mit einem atemberaubenden Tempo tanzte, wurden zu ihren Markenzeichen. Dadurch wurde sie aber auch lange Zeit das Image der unzivilisierten Wilden nicht los. Erst nach ihrer Weltreise, die sie 1928 auch nach Wien führte, trat sie in Paris als neue Josephine auf. Im Casino de Paris kam sie 1930 anstatt im Bananenröckchen, in einem glamourösen langen Kleid auf die Bühne und konnte ihr Publikum das erste Mal mit Gesang begeistern. Sie wurde nun als große Künstlerin angesehen, mit außergewöhnlichem Talent und Schönheit. In dieser Zeit wurde sie zum Idol für viele Frauen auf der ganzen Welt. Ihr gebräunter Teint und ihre schwarzen, eng an den Kopf liegenden Haare wurden vielfach kopiert. In Paris erntete sie Erfolg, doch an diesen Erfolg konnte sie 1935 bei ihrem Auftritt bei den „Ziegfeld Follies“ in Amerika nicht anknüpfen. Einerseits wurde sie aus rassistischer Motivation abgelehnt, andererseits aus Ärger darüber, dass eine Amerikanerin im Ausland Erfolge feierte. Als sie in den 50er Jahren wieder nach Amerika reiste, stieß sie erneut auf Rassismus. In einigen Hotels wurde sie aufgefordert, den Dienstboteneingang zu nehmen und in manchen Restaurants wurde sie aufgrund ihrer Hautfarbe nicht bedient. Sie demonstrierte gegen die Rassentrennung, indem sie auf uneingeschränkten Zutritt sowohl für Weiße als auch für Schwarze zu ihren Shows bestand. Wurde diese Anforderung nicht eingehalten, sagte sie ihre Auftritte kurzerhand wieder ab. Ihre Idee, dass alle Menschen, egal welcher Rasse oder Religion 123 friedlich zusammenleben können, demonstrierte sie der Welt, als sie zwölf Waisenkinder verschiedenster Abstammung adoptierte. Ihr letzter Lebensabschnitt war von Krankheiten und Schicksalsschlägen bestimmt, was sie aber nie davon abhielt für Gleichheit und Brüderlichkeit zu kämpfen und nach einigen Abschiedsauftritten immer wieder auf die Bühne zurückzukehren, um Geld für ihre Kinder und Les Milandes zu verdienen. Weiters wird deutlich gemacht, dass Josephine Baker wesentlich dazu beigetragen hatte, dass das Revuetheater in den 20er Jahren so populär wurde. Sie brachte den Charleston nach Europa auf die Revuebühnen und wurde zum großen Star der Revue. Noch heute wird sie mit dem Begriff Revue in Verbindung gebracht.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Josephine Baker Revuetheater
Autor*innen
Verena Helene Hagen
Haupttitel (Deutsch)
Josephine Baker: Der Star des Revuetheaters
Hauptuntertitel (Deutsch)
Entwicklungen und Erfolgsfaktoren
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
124 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Marschall
Klassifikationen
24 Theater > 24.01 Darstellende Künstler ,
24 Theater > 24.13 Theatergattungen, Theatersparten ,
24 Theater > 24.23 Kleinkunst, Kabarett, Revue ,
24 Theater > 24.62 Musiktheater, Theatermusik
AC Nummer
AC12167793
Utheses ID
31301
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1