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Das Recht am eigenen Bild
vom „Raub der Seele“ bis „zur Belustigung“
Ralph Taschke
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht
Betreuer*in
Wolfgang Renzl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35355
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29992.72368.209064-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit lädt den Leser auf eine Zeitreise der Fotografie und deren rechtliche Fragestellungen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart ein und erläutert hierbei die für Österreich wesentlichen Rechtsnormen des Art 8 EMRK, des § 78 UrhG und § 16 ABGB. Ebenfalls wird erörtert, ob auch das DSG einen Anspruch auf Bildnisschutz beinhaltet. Darüber hinaus wird auf die deutsche hL und Rspr zum Bildnisschutz, insbes auf Art 1 Abs 2 iVm Art 2 Abs 1 GG und die §§ 22 ff KUG eingegangen, da diese von der österreichischen Rspr als Auslegungshilfe herangezogen werden. Neben der Darstellung der sich daraus ergebenden zahlreichen Gemeinsamkeiten der österreichischen und deutschen Rspr im Bereich des Bildnisschutzes geht die vorliegende Arbeit auch auf die wesentlichen Unterschiede in diesem Regelungsbereich ein. Vereinfacht dargestellt hat der österreichische Gesetzgeber in § 78 UrhG eine grundsätzliche Veröffentlichungserlaubnis, der deutsche Gesetzgeber in den §§ 22 ff KUG hingegen ein grundsätzliches Veröffentlichungsverbot von Personenbildnissen normiert Darüber hinaus begegnete der deutsche Gesetzgeber besonders massiven Beeinträchtigungen des Bildnisschutzes im Bereich des höchstpersönlichen Lebensbereiches mit der Einführung des § 201a StGB. In Österreich findet sich keine vergleichbare strafrechtliche Bestimmung. Aufbauend auf die Darstellung der genannten Normen wird eine Analyse der unter dem Schlagwort „zur Belustigung“ bekannt gewordenen Entscheidung des OGH, 6 Ob 256/12h, vorgenommen, wobei besonderes Augenmerk auf die Wiedergabe der von zahlreichen Fachautoren in einem intensiven wissenschaftlichen Diskurs vorgebrachten Argumente hinsichtlich der Frage, ob in Österreich eine Rechtsgrundlage für ein (allgemeines) Fotografieverbot besteht, gelegt wird. Unter Einbeziehung der vorgebrachten Argumente erörtert der Autor, dass ein auf den Einzelfall bezogenes Fotografieverbot von Art 8 EMRK und § 16 ABGB getragen wird, es sich bei dem im konkreten Anlassfall getroffenen Erkenntnis jedoch um eine Fehlentscheidung handelt, da aus dem Sachverhalt keine wesentlichen Umstände ersichtlich sind, die ein Interesse des Abgebildeten am Unterbleiben der Aufnahme begründen. Abschließend befürwortet der Autor iS der Rechtssicherheit eine ausdrückliche gesetzliche Regelung des Fotografieverbots, wobei er sich – dem Konzept des § 78 UrhG folgend – für eine Einzelfallprüfung mit Interessenabwägung ausspricht.
Abstract
(Englisch)
The present work invites the reader to accompany the author on a journey considering the development of photography and its legal questions in relation to the protection of a person’s image as a part of his personality rights from the 19 century to the present. The author focuses not only on the relevant provisions of Art 8 ECHR and the national norms of § 78 UrhG (Austrian Copyright Act) and § 16 ABGB (Austrian Civil Code), but also debates whether the protection of a person’s image is part of the Austrian Data Protection Act (DSG). Furthermore the author elaborates on the German prevailing legal opinion and the jurisprudence on the protection of a person’s image, focusing on Art 1 and Art 2 of the German Constitution (GG) and on the provisions of §§ 22 ff KUG (German Copyright Act) and assesses in particular the similarities and the differences of the Austrian and German law in this field of law. In addition, the German legislature has established a criminal provision to tackle severe infringements of the right of a person’s image in combination with an injury of the personal living sphere under § 201a StGB (German Criminal Code), which does not have a counterpart under Austrian criminal law yet. Founded on the presentation of the above-mentioned legal provisions, the author analyses the latest judgement in relation to the protection of a person’s image of the Austrian High Court (6 Ob 256/12h). This judgement has led to a considerable discussions and a variety of well-argued opinions from legal experts in the field of the protection of a person’s image, concerning the question whether it can not only be illegal if someone publishes images of another person, but if there is a legal basis under Austrian law to prohibit someone from taking pictures of another person. Taking into account these opinions, the author comes to the conclusion, that a prohibition to take pictures of a third person can be based on Art 8 ECHR and § 16 ABGB. Nevertheless the author proves that the Austrian High Court has erred in the above-mentioned judgement and renders a dissenting opinion. Finally the author stresses that there is a certain need for the Austrian legislature to enhance legal certainty by determining whether it should be prohibited to take pictures of a third person in general or if such a prohibition can only be the consequence of a case-by-case assessment, such as in § 78 UrhG.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Recht am eigenen Bild
Autor*innen
Ralph Taschke
Haupttitel (Deutsch)
Das Recht am eigenen Bild
Hauptuntertitel (Deutsch)
vom „Raub der Seele“ bis „zur Belustigung“
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
91 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Nikolaus Forgó
Klassifikation
86 Recht > 86.59 Medienrecht
AC Nummer
AC12262557
Utheses ID
31331
Studienkennzahl
UA | 992 | 942 | |
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