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Netzneutralität vs. Netzfreiheit
sind gesetzliche Regelungen zur Sicherstellung der Netzneutralität eine Gefahr für die Freiheit des Internets?
Daniela Feuersinger
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht
Betreuer*in
Klaus Steinmaurer
DOI
10.25365/thesis.35357
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29177.60903.973164-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den Themen Netzneutralität und Netzfreiheit und deren juristischer Analyse auseinander.
Das Internet ist aktuell kein rechtsfreier Raum, doch gibt es wenig international gültiges und einheitliches Regelwerk, das sich auf die Gestaltung des Internets selbst bezieht.
Über ein weltweites Multi-Stakeholder-Modell wird die zukünftige Entwicklung des Internets vorangetrieben. Dabei werden die Prinzipien eines freien Internets diskutiert. Auch in der Europäischen Union findet eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Netzfreiheit und Netzneutralität statt, jedoch konnte bisher keine Einigung erzielt werden.
Da es keine anerkannte Definition für Internetfreiheit gibt, ist es schwierig, Regelungen zur Sicherstellung dieser zu formulieren. Zum Schutz der Netzneutralität gibt es bereits unterschiedliche einzelstaatliche Gesetze und EU-weite Regulierungsvorschläge. Allerdings stellt der technisch komplexe Aufbau des Internets so manche juristische Formulierung in Frage.
Einige der befürchteten Bedrohungen für das freie Internet, insbesondere Wettbewerbsverstöße, können mit Hilfe der bestehenden Gesetze gelöst werden. Betreffen Einschränkungen der Internetfreiheit das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung, ist eine Lösung schwierig, denn dieses Grundrecht ist "nur" gegenüber dem Staat und nicht gegenüber Unternehmen durchsetzbar. Zu einem Konflikt zwischen den Grundrechten kommt es bei Maßnahmen wie Netzsperren, die das Recht auf geistiges Eigentum schützen, aber die freie Meinungsäußerung einschränken.
Für die Beziehung zwischen Endnutzern und Internetprovidern gibt es bereits eine Reihe von Regelungen und Lösungen und damit ist ein zusätzlicher Nutzen eines Netzneutralitätsgesetzes nicht gegeben. Denkbar ist eine Regelung zur Netzneutralität im Bezug auf Anwendungsneutralität, da die Beziehung zwischen Internetprovider und Contentanbieter für den Endkunden intransparent ist. Wichtig ist, dass eine Diskriminierung gleicher Anwendungen verhindert wird, ohne die Vertragsfreiheit zwischen Anbietern und Kunden einzuschränken.
Abstract
(Englisch)
The aim of this master thesis is to discuss and analyze the legal implications of net neutrality and freedom of the net and how they can be defined and juridical implemented.
Currently the Internet cannot be seen as a legal vacuum, although there are only few internationally valid and coherent rules and regulations, which mainly deal with the technical design of the Internet itself.
The future development of the Internet is driven by a global multi-stakeholder model. The principles for the Internet and Internet Rights are in discussion worldwide. Also in the European Union a complex discourse about net neutrality and freedom of the net is currently is taking place, but no consistent agreement could be achieved so far.
Since there is no accepted definition of the term “freedom of the net”, it is difficult to formulate rules to ensure the Internet rights. To protect net neutrality, there are already different national laws and EU-wide regulatory proposals. Furthermore due to the technically complex structure of the Internet there is a lack of commonly accepted legal definitions.
Some threats to a free Internet, in particular infringements of competition law, can be solved with the help of already existing laws. When restrictions to the freedom of the net are affecting the fundamental right of freedom of speech, a solution is difficult to find. The fundamental right of freedom of speech and expression can only be enforced against a state but not against companies. A conflict within fundamental rights occurs when efforts to protect intellectual property rights by blocking parts of the Internet, are taken. These actions restrict the right of freedom of speech and expression.
The relationship between end-users and Internet Service Providers is already governed and regulated by existing laws, therefore an additional net neutrality law will bring no additional value. On the other side regulations on net neutrality with respect to application neutrality could be useful. As the relationship between Internet Providers and Content Providers is not transparent to the end-user, it is important that discrimination of equal or similar applications and contents is forbidden without limitation to the freedom of contract between suppliers and customers.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Net Neutrality Freedom of the Net Internet Governance Digital Single Market
Schlagwörter
(Deutsch)
Netzneutralität Netzfreiheit Internetfreiheit Internet Governance Digital Single Market
Autor*innen
Daniela Feuersinger
Haupttitel (Deutsch)
Netzneutralität vs. Netzfreiheit
Hauptuntertitel (Deutsch)
sind gesetzliche Regelungen zur Sicherstellung der Netzneutralität eine Gefahr für die Freiheit des Internets?
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
57 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Klaus Steinmaurer
Klassifikationen
54 Informatik > 54.08 Informatik in Beziehung zu Mensch und Gesellschaft ,
86 Recht > 86.59 Medienrecht
AC Nummer
AC12261035
Utheses ID
31333
Studienkennzahl
UA | 992 | 942 | |
