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Die Kreta-Mission der k.u.k. Kriegsmarine
Irmgard Pangerl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Lothar Höbelt
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.427
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29813.32889.808966-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Durch die Errichtung des Königreichs Griechenland 1830 kam es in der Folgezeit vermehrt zu Problemen in den von Griechen bewohnten Gebieten des Osmanischen Reiches. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung auf der Insel Kreta, welche während einer Okkupation in den Jahren 1645 bis 1669 unter die türkische Herr-schaft gelangt war. Ab dem Jahr 1866 kam es immer wieder zu Aufständen der grie-chischsprachigen Inselbewohner gegen die osmanische Herrschaft, welche stets ein Ein-schreiten der Großmächte notwendig machten. Eine erste internationale Blockadeaktion vor den Gewässern von Kreta fand von Ende 1866 bis Anfang 1868 statt. Das internati-onale Geschwader wurde von englischen, französischen, italienischen, russischen, ame-rikanischen und österreichisch-ungarischen Marineeinheiten gebildet. Eine Regelung des Problems konnte nicht erreicht werden, da es den Türken gelang, den Aufstand nie-derzuschlagen. Auch auf dem Berliner Kongress beschäftigte man sich mit einer Auto-nomieregelung für Kreta. Der als Folge abgeschlossene Halepa-Vertrag von 1878 führte jedoch auch zu keiner Lösung. 20 Jahre nach dem ersten Aufstand kam es 1886 erneut zu Kämpfen auf der Insel und zur Entsendung internationaler Marineeinheiten in die Gewässer vor Kreta, deren Aufgabe es war, einen Krieg zwischen Griechenland und dem Osmanischen Reich zu verhindern. Ab 1895 kam es unter Führung des Reformkomitees für Kreta zu erneuten Unru-hen, wobei diesmal die griechische Regierung aktiv die Aufständischen unterstützte. Die ursprünglich angestrebte Verhandlungslösung mit den Türken, war nicht von Erfolg gekrönt, da die Osmanen einer Vereinigung der Insel mit dem griechischen Festland nicht zustimmen konnten. Die Haltung der Großmächte war zu Beginn des Konfliktes von Uneinigkeit geprägt, keine Seite wollte eine mögliche Veränderung des eigenen Einflussbereiches riskieren. Eine vom österreichisch-ungarischen Außenminister Golu-chowski im Juni 1896 initierte Blockade der Insel um der Aufstände her zu werden, scheiterte am englischen Veto. Man einigte sich nur darauf, drei Kommissionen zur Reorganisation der Verwaltung der Insel einzusetzen und darin mitzuarbeiten. Zu Be-ginn des Jahres 1897 wurden die Zusammenstöße zwischen der griechischen und der türkischen Bevölkerungsgruppe immer heftiger. Die im Februar 1897 erfolgte Landung eines griechischen Truppenkontigents auf der Insel und die Proklamation der Besetzung Kretas im Namen des Königs Georg von Griechenland führte dann zur Verhängung der Blockade über Kreta durch die Großmächte. An der Blockade beteiligten sich Russland, Frankreich, England, Italien, Deutsch-land und Österreich-Ungarn. Es wurden Blockaderayons - ein internationaler Bereich und 5 nationale Bereiche (Deutschland war nur im internationalen vertreten) - geschaf-fen. Zusätzlich zu den Marinekräften wurden auch internationale Heerestruppen auf der Insel stationiert. Aufgabe der k.u.k. Marine- und Heeresangehörigen war die Sicherung des Blockaderayons zu Wasser und zu Land. Parallel zu den militärischen Operationen arbeiteten die Botschafter der Groß-mächte in Konstantinopel an einem Autonomiestatut für Kreta. Dabei sollte die Person des Gouverneurs zum größten Problem werden und schließlich auch zum Ausscheiden von Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich aus der gemeinsamen Aktion führen. Die mögliche Einsetzung des Prinzen Georg von Griechenland führte im Februar 1898 zum Rückzug der k.u.k. Truppen aus Kreta. Die internationale Blockade wurde Ende 1898 aufgehoben, eine Lösung des Kre-ta-Problems war damit aber nicht erreicht. Zur Sicherung der Lage blieben weiter Trup-penkontigente der Großmächte auf der Insel stationiert. Im Oktober 1908 beschlossen die Behörden auf Kreta eine Loslösung von der Türkei und die Vereinigung mit Griechenland. Diese Aktion rief den Widerspruch der Kreta-Schutzmächte hervor und diese zogen in der Folge im August 1909 ihre Truppen von der Insel ab. Eine endgültige Lösung des Kreta-Problems erfolgte erst im Präliminarfrieden von London 1913, wo die Zugehörigkeit von Kreta zu Griechenland festgeschreiben wurde.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Arbeit Hochschulschrift Benotung
Autor*innen
Irmgard Pangerl
Haupttitel (Deutsch)
Die Kreta-Mission der k.u.k. Kriegsmarine
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
152 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lothar Höbelt
Klassifikation
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC06659433
Utheses ID
314
Studienkennzahl
UA | 312 | 295 | |
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