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Ratschläge zum subjektiven Wohlbefinden als Indikator für Glück
Elisabeth Mayerweck
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Ivo Ponocny
DOI
10.25365/thesis.35443
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29247.88974.540359-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hauptziel dieser Arbeit ist die Erfassung der Beziehung zwischen Einstellungen und Verhalten von Personen sowie dessen Auswirkung auf deren subjektives Wohlbefinden.
Dazu wurden vorab von 498 qualitativen Interviews sämtliche Ratschläge, die die Interviewteilnehemer auf die Frage, was man seinem Kind oder einer nahestehenden Person raten würde, wie man glücklich wird, mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2008) induktiv kategorisiert, wobei die Kategorien aus den Ratschlägen abgeleitet werden. Danach wurden die Ratschläge mit dem aktuellen Wissen über die Komponenten des SWB verglichen. Anschließend wurden, in Anlehnung an die Grounded Theory nach Glaser und Strauss (1967), nur mehr 60 der halbnarrativen Interviews, ebenfalls mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2008), diesmal deduktiv, d.h. mittels vorhandenem Kategorienschema, hinsichtlich ihrer Einstellungs–Verhaltens Konsistenz, also der Kongruenz zwischen erteiltem Ratschlag und selbstberichtetem Verhalten sowie weiters anhand des Grades der Reflexivität der Interviewteilnehmer, sprich deren Bewusstheit oder Elaboriertheit bei Erteilung des Ratschlags, kategorisiert, um auch dessen Einfluss auf das SWB zu erheben. Das SWB wurde wiederum anhand eines Selbstbeurteilungs-Fragebogens zweifach, auf jeweils einer Skala von 1 bis 10, als Glück und Zufriedenheit erfasst.
Die Kategorisierung der Ratschläge bietet folgendes Ergebnis: 218 Personen sind der Ansicht, dass man hierzu keinerlei Ratschläge erteilen könne, da es zu individuell sei, dies war auch die häufigste Antwort, 148 Personen meinten das Glück liegt in den Sozialkontakten (Freunde, Familie, Partnerschaft). 106 Personen raten dazu zufrieden zu sein mit dem was man hat und 80 Personen meinen es liegt in einer Art persönlichen Grundhaltung. Diese sehr häufigen Ergebnisse spiegeln auch heutige Kenntnisse über Komponenten des SWB wieder. Gesundheit, Ausbildung, das Erreichen von Zielen, sowie Freunde (separat gezählt), kommen entgegen den Erkenntnissen der Fachliteratur, nur in geringer Anzahl vor.
Die Einstellungs–Verhaltens Beziehungen erweisen sich als guter Prädiktor für das SWB, mittels T-Test konnte die Haupthypothese, dass kongruente Personen signifikant glücklicher und zufriedener sind, als inkongruente bestätigt werden. Somit eignet sich die Interviewfrage nach einem Ratschlag zum Glück für nahestehende Personen gut zur Diskrimination zwischen Personen mit hohem und niedrigem SWB, weshalb sie in einem Fragebogen auch integriert werden sollte, dies ist sowohl offen, als auch im multiple-choice Format möglich, wenn die gebildeten Kategorien als Antworten fungieren, diese können dann weiters anhand der Kongruenz ausgewertet werden, wobei auch die Kategorien an sich bereits mit unterschiedlichen Werten im SWB einhergehen.
Ein Einfluss der Reflexivität auf das SWB konnte jedoch nicht ermittelt werden. Ebenso konnte kein Einfluss des Bildungsgrades oder des Alters auf Kongruenz oder Reflexivität festgestellt werden. Kongruenz und Reflexivität weisen jedoch miteinander einen signifikanten Zusammenhang auf. Somit sind kongruente Personen eher reflektiert und umgekehrt.
Abstract
(Englisch)
The main goal of this thesis is the evaluation of the attitude–behaviour relationship of individuals and it's effect on their subjective well–being.
In order to achieve this goal, the answeres on the question „What would you recommend to your child or any other person close to you, how to become happy in life?“ of 498 semi-narrative interviews were categorised, using inductive qualitative content analysis by Mayring (2008), a procedure to derive categories from the data. Subsequently, the recommendations were compared to the actual empirical knowledge of the components of subjective well–being.
The preceived categories are as follows: 218 people asked for advice believe happiness is something too individual, so there cannot be given one special advice, this is even the most frequent view beyond this population. Further 148 interviewees share the opinion happiness is localised in social contacts (family, friends, partnership and love). 106 people gave the advice to „be satisfied with what you have“, in the sense of humbleness. 80 people think that happiness lies in the personal basic attitude. These findings reflect the actual common sense of researchers about the conditions of subjective well–being. Health, reaching goals and friends (measured seperatly) are, in opposite to the actual understanding of swb, components, only represented by a small number of individuals.
Based on the grounded theory of Glaser and Strauss (1967), only 60 of the 498 interviews were categorised, using qualitative content analysis by Mayring (2008) again, this time with deductive (previously formed) categories. These categories were on the one hand congruency of the advice with the self reported behaviour (regarded as attitude–behaviour consistency) and on the other hand reflection (consideration of the interviewees), so that the impact of these constructs on subjective well-being could be elicitated. Swb was measured twofold, as happiness and as satisfaction, each on a 10 point scale.
Findings of this study show that the attitude-behaviour relationship, measured by recommendations people give in qualitative interviews, are good predictors of subjective well-being. The hypothesis that congruent people are happier and more satisfied than incongruent people could be confirmed by a t-test. So the interview question about advice for a happy life is appropriate for the discrimination of happy people from unhappy ones. An influence of reflection on subjective well-being could not be found in this study. Also no evidence was found that the education level or the age influence congruency or reflection. However, there was a significant relationship between both. Therefore, it can be assumed that reflection is accompanied by congruency and vice versa.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
subjektives Wohlbefinden Lebenszufriedenheit Glück Zufriedenheit Einstellungs- Verhaltenskonsistenz Kongruenz Reflexivität qualitative Interviews
Autor*innen
Elisabeth Mayerweck
Haupttitel (Deutsch)
Ratschläge zum subjektiven Wohlbefinden als Indikator für Glück
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
146 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ivo Ponocny
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.03 Methoden und Techniken in den Naturwissenschaften
AC Nummer
AC12191263
Utheses ID
31407
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
