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"Es ist besser wenn du just sprichst."
zur Nutzung gemeinsamer sprachlicher Ressourcen erwachsener Deutsch als Fremd-/Zweitsprache-Lernender zur Überbrückung von Sprachnot beim freien Sprechen im Unterricht
Katharina Rasinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Betreuer*in
Renate Faistauer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35464
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29661.01184.115466-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Nachdem sich die Erforschung des Einflusses vorhandener Englischkenntnisse auf zielsprachliche Äußerungen von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache-Lernender lange auf die Erklärung von Fehlern konzentrierte, besteht seit einiger Zeit zunehmend Interesse an den positiven Effekten von sprachlichen Vermischungen. Das Plädoyer für die Nutzung von Englischkenntnissen erwachsener Lernender lässt sich nicht zuletzt auf die Tatsache zurückführen, dass viele zuvor bereits Englisch gelernt haben und die beiden Sprachen eine Reihe an Ähnlichkeiten aufweisen. Darüber hinaus werden immer mehr Stimmen laut, welche sich generell für die Nutzung vorhandener sprachlicher Ressourcen bei der Aneignung einer neuen Sprache aussprechen. Diese Arbeit hat sich das Ziel gesetzt, die theoretischen Grundlagen zur Fertigkeit Sprechen (mit besonderem Schwerpunkt auf der freien mündlichen Kommunikation im Unterricht) und zum Einsatz englischsprachiger Kenntnisse erwachsener Lernender beim freien Sprechen darzustellen. Die Arbeit präsentiert auf Grundlage theoretischer Erkenntnisse zum Sprechen im Unterricht Deutsch als Fremdsprache eine empirische Studie, in der erforscht wurde auf welche Art und Weise Lernende diese Kenntnisse in ihren Redebeiträgen einsetzen, um mündliche Kommunikation zu ermöglichen bzw. aufrechtzuerhalten. Konkret wurde untersucht, ob und wie die ProbandInnen durch Zuhilfenahme der „Brücke“ Englisch ihre noch nicht ausreichend ausgebaute bzw. gefestigte linguistische Kompetenz in Deutsch kompensieren können. Dies wurde anhand einer deduktiven und induktiven Methode realisiert, welche auf der Theorie transferbezogener Kompensationsstrategien basiert. Das Datenmaterial setzt sich aus Tonbandaufnahmen freier Sprechsequenzen aus Konversationstrainingseinheiten in Kleingruppen zusammen. Der Einsatz von Englischkenntnissen verhilft erwachsenen DaF-/DaZ-Lernenden dazu, zielsprachliche Sprachnot zu überbrücken und ihrer Mitteilungsabsicht weiter nachzugehen. Dabei werden die verschiedenen transferbezogenen Kompensations-strategien zwar unterschiedlich eingesetzt, es lässt sich jedoch erkennen, dass die am häufigsten eingesetzte Strategie jene des Transfers einzelner englischsprachiger Wörter in deutschsprachigen Äußerungen ist.
Abstract
(Englisch)
Research of the influence existing English language skills in learners of German as a foreign or second language have on target language utterances long focused on the explanation of mistakes. For some time now, however, there has been growing interest in the positive effects of language mixing. Arguments in favour of making use of adult learners’ English language skills can be traced back to the fact that many of them learned English before and that the two languages show a number of similarities. In addition, there is an increasing number of voices advocating for the use of existing language skills in language learning as a general principle. This thesis aims at describing the theoretical foundations of speaking skills (with a special focus on extempore speaking in a classroom situation) and of adult learners’ use of English language skills in extempore speaking. Based on theoretical findings regarding oral communcation in classes of German as a foreign language, the thesis presents an emperical study examining the way in which learners apply these language skills in their utterances in order to allow communication to happen or to continue. The study investigated whether and how course participants were able to make up for shortcomings in their linguistic competence in German by using English as a ’language bridge’. This was achieved by applying a deductive and inductive method based on the theory of transfer-related compensation strategies. The data material consists of tape recordings of extempore speaking sequences recorded in small-group conversation trainings. By using their English language skills, adult learners of German as a foreign or second language are able to bridge language problems in the target language and to pursue their communicative intention. In doing so, various transfer-related compensation strategies are used in a number of ways; it is discernible, however, that the strategy applied most frequently is the transfer of individual English words into German language utterances.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
extempore speaking compensation strategies third language acquisition german as a second foreign language transfer
Schlagwörter
(Deutsch)
Sprechen kommunikative Kompetenz freies Sprechen Kommunikationsstrategien Kompensationsstrategien sprachlicher Transfer Tertiärsprache Nutzung vorhandener Englischkenntnisse Deutsch als Fremdsprache Deutsch als Zweitsprache
Autor*innen
Katharina Rasinger
Haupttitel (Deutsch)
"Es ist besser wenn du just sprichst."
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Nutzung gemeinsamer sprachlicher Ressourcen erwachsener Deutsch als Fremd-/Zweitsprache-Lernender zur Überbrückung von Sprachnot beim freien Sprechen im Unterricht
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
119 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Renate Faistauer
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.42 Sprachbeherrschung ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.43 Zweitsprachenerwerb ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.09 Deutsche Sprache
AC Nummer
AC12163237
Utheses ID
31428
Studienkennzahl
UA | 066 | 814 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1