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GRIMM oder GRIPS. Eine Mauer trennt
Tendenzen im Kinder- und Jugendtheater der DDR und BRD zu Zeiten der Studentenproteste von 1968
Sophie Marie Gurresch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Hilde Haider-Pregler
DOI
10.25365/thesis.35467
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29318.27227.830655-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit dem Kinder- und Jugendtheater in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und in der Bundesrepublik Deutschlands zu Zeiten der Studentenproteste von 1968.
In der DDR hatten die Kinder- und Jugendtheater einen hohen Stellenwert, so wurde bereits 1946 als kulturpolitisches Signal das Theater der jungen Welt im vom Krieg zerstörten Leipzig gegründet. Hans Rodenberg eröffnete 1950 das Theater der Freundschaft in Berlin-Lichtenberg, welches als zentrales Kindertheater fungierte. Es diente als Vorbild für alle Kindertheater in der DDR und behielt bis ins Jahr 1992 seinen Namen. Während die staatlichen Kinder- und Jugendtheater in der DDR Mitte der 1960er Jahre bereits als jahrelang, hoch subventionierte, geförderte und hoch geachtete staatliche Einrichtung beeindruckten, wurde hingegen dem Kinder- und Jugendtheater in der BRD von Seiten des Staates wenig Beachtung geschenkt.
Erst im Zuge der Studentenbewegung Ende der späten 1960er bis in die 1970er Jahre rückte auch das Interesse an Kindern und deren Bildung in den Blickpunkt.
Die Betrachtungen konzentrieren sich einerseits auf das Theater der Freundschaft und andererseits auf das GRIPS Theater, das als antiautoritäres „Mutmachtheater“ in der BRD (Westberlin) als Reaktion auf die Studentenproteste im Jahre 1972 von Volker Ludwig gegründet worden war. Beide Theater befanden sich in Berlin, einer geteilten Stadt, die als weltpolitischer Brennpunkt des Kalten Krieges galt und zwei konträre Weltsysteme unmittelbar nebeneinander lagen – der realsozialistische Osten und der imperialistische Westen. Die unterschiedlichen politischen Systeme spiegelten sich auch in der Stück- und Inszenierungsweise beider Theater wider.
Während am Theater der Freundschaft das Märchen als geeignetes Genre für das jüngste Publikum gehandelt wurde, versprach sich das GRIPS Theater zeitgemäßen sozialkritischen Themen.
Anhand von ausgewählten Märcheninszenierungen des Theaters der Freundschaft in der DDR werden in dieser Arbeit pädagogische Aspekte und Inszenierungen, die für die Instrumentalisierung der Kinder und Jugendlichen möglicherweise genutzt wurden, untersucht. Diese Stücke werden den Aufführungen des GRIPS Theaters im Berlin der damaligen BRD gegenübergestellt. Den Kindern eine Stimme geben, sich gegen Autoritäten durchzusetzen und selbstbewusst ihre Umwelt wahrzunehmen waren ein Anliegen der Theatermacher der 1968er-Generation. Volker Ludwig wurde mit seinem Ensemble zu Wegbereitern für neue Themen in der Kinder- und Jugendtheaterszene in der BRD und gilt bis zum jetzigen Zeitpunkt als Pionier des emanzipatorischen Kinder- und Jugendtheaters.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kinder- und Jugendtheater DDR BRD Berlin Theater der Freundschaft Theater an der Parkaue Ilse Rodenberg Natalja Saz Christel Hoffmann Märchen Bruno Bettelheim GRIPS Volker Ludwig Melchior Schedler emanzipatorisches Kindertheater Studentenproteste 1968
Autor*innen
Sophie Marie Gurresch
Haupttitel (Deutsch)
GRIMM oder GRIPS. Eine Mauer trennt
Hauptuntertitel (Deutsch)
Tendenzen im Kinder- und Jugendtheater der DDR und BRD zu Zeiten der Studentenproteste von 1968
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
148 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hilde Haider-Pregler
Klassifikation
24 Theater > 24.06 Theatergeschichte
AC Nummer
AC12285732
Utheses ID
31431
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
