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Enuresis - Erfahrungen und Bedürfnisse von Eltern
Aloisia Stocker
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Pflegewissenschaft
Betreuer*in
Martin Nagl-Cupal
DOI
10.25365/thesis.35507
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29318.51976.490963-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ausgangslage: Die Enuresis gehört zu den häufigsten Störungen im Kindesalter. 21% der 4,5-Jährigen und 8% der 9,5-Jährigen sind davon betroffen. Trotz hoher Prävalenz ist die Enuresis nach wie vor ein Tabuthema in der Gesellschaft. Betroffene schämen sich für das Einnässen und verheimlichen ihr Problem. Das Selbstbewusstsein der Kinder wird dadurch massiv beeinflusst. Infolge der Enuresis wurde bei Müttern und Kindern in vorangegangenen Forschungen eine Beeinträchtigung der Lebensqualität nachgewiesen.
Ziel: Die Forschungsarbeit beschäftigt sich mit der Einsicht in Familien, in denen ein Kind an Enuresis leidet. Es beschreibt die Auswirkungen auf betroffene Familien und gibt elterliche Bedürfnisse wieder. Weiters werden Unterstützungsmöglichkeiten von Seiten der Pflege vorgeschlagen.
Methodik: Die vorliegende Arbeit folgt dem interpretativen Paradigma. Zur Datenerhebung wurden neun leidfadengestützte Interviews mit betroffenen Eltern geführt. In der Erhebung hatten die Kinder ein Alter von sechs bis vierzehn Jahren. Die Auswertung erfolgte nach den Kriterien der zusammenfassenden Inhaltsanalyse nach Mayring.
Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass aufgrund von fehlendem Wissen der Eltern erst sehr spät Hilfe in einer Spezialambulanz in Anspruch genommen wird. Das Erleben der Enuresis verändert sich für die Eltern mit zunehmendem Alter des Kindes und den Therapie-Erfahrungen. Für die Eltern sind die Anteilnahme am Leiden des Kindes und die erlebte Machtlosigkeit gegenüber der Enuresis sehr belastend. Sie möchten ihr Kind kompetent betreut und medizinisch gut versorgt wissen. Im Zentrum der elterlichen Bedürfnisse steht immer das Wohlbefinden des Kindes, womit das Bedürfnis "das Kind vor unangenehmen Erfahrungen schützen" verbunden ist.
Schlussfolgerung: Eltern fühlen sich häufig mit ihrem Problem alleingelassen. Für sie wäre es wichtig vor dem Schulbeginn über die Enuresis und ihre Therapiemöglichkeiten aufgeklärt zu werden, um frühzeitig mit einer Behandlung beginnen zu können. Auch eine Hilfestellung für die Eltern und das Kind im Umgang mit der Störung sollte angeboten werden. Verständnis für Kinder mit Enuresis aufzuwenden und das Thema zu enttabuisieren sind zentrale gesellschaftliche Aufgaben.
Seitens der professionellen Pflege wäre eine individuelle Unterstützung im familiären Kontext durch speziell ausgebildete Pflegefachkräfte erstrebenswert.
Abstract
(Englisch)
Initial position: Enuresis is one of the most common childhood disorders. 21% of 4.5 year olds and 8% of 9.5 year olds are affected. Despite the high prevalence, enuresis is still a taboo in society. Affected are ashamed of the wetting and conceal their problem. The self confidence of children is influenced massively. As a result of enuresis an impaired quality of life was seen in the mothers and children in previous research.
Objective: The research focuses on the insight of families in which a child is suffering from enuresis. It describes the impact on affected families and parental needs. Further support options on the part of the care are proposed.
Methods: The present study follows the interpretive paradigm. Nine semi-structured interviews were conducted with parents of children with enuresis for these data collection. In the survey, the children had an age of six to fourteen years.
The interviews were analyzed by qualitative content analysis according to Mayring.
Results: The results show that due to lack of knowledge of the parents, very late aid is taken in a special outpatient services. The experience of enuresis changes for parents with increasing age of the child and the therapy experience. To witness and to shoulder the suffering of the child and the powerlessness against the enuresis are very stressful for the parents. They want their child professionally cared as well as medically best treated. In focus of parental needs is always the well-being of the child, thus the need “to protect the child from negative experiences” is connected.
Conclusion: Parents often feel left alone with their problem. Before school starts, it would be important for the parents to receive information on enuresis in order to timely begin with a treatment. A support for the parents and the child in dealing with the disorder should be offered. To dispel taboos understanding is the subject of central social tasks in enuresis.
On the part of professional care individual support within the family by specially trained nurses, would be desirable.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Enuresis Eltern Bedürfnisse Erfahrungen
Autor*innen
Aloisia Stocker
Haupttitel (Deutsch)
Enuresis - Erfahrungen und Bedürfnisse von Eltern
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
105 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martin Nagl-Cupal
Klassifikation
71 Soziologie > 71.21 Familie, Verwandtschaft
AC Nummer
AC12197403
Utheses ID
31467
Studienkennzahl
UA | 066 | 330 | |
