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Inklusiver Tanz als subversive Praxis
eine Untersuchung zur Körperpolitik am Beispiel von Michael Turinskys "heteronomous male"
Franziska Köberl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Monika Meister
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35539
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29850.24884.413170-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit geht der Frage nach, inwiefern inklusiver Tanz – die gemeinsame Tanzpraxis behinderter und nichtbehinderter Menschen – als subversive Praxis zu verstehen ist. Den Theorien Judith Butlers folgend werden die Begriffe des Subjekts, der Performativität, der Materialisierung und der Subversion erarbeitet. Die Performativität des Diskurses in Bezug auf Nicht_Behinderung wird anhand poststrukturalistisch orientierter Ansätze aus den Disabiltity Studies dargelegt. Auf Grundlage der erarbeiteten Theorien und in der Zusammenführung mit theaterwissenschaftlichen Zugängen zu Performativität, Präsenz und Kinästhetik wird nach den Bedingungen für eine kritische Körperpolitik inklusiver Performances gefragt. Im Tanz kann – bei entsprechender Einbindung in ein choreographisches Thema – zugleich die verkörperte Differenz behinderter Menschen zum Wert erhoben sowie die diskursive Konstruktion von Behinderung aufgezeigt werden. Zudem kann die Eroberung der Bühne durch behinderte Künstler_innen das in neoliberalen Gesellschaften vorherrschende Paradigma der Kontrolle, das die Körper dem Prozess der Kapitalakkumulation unterordnet, infrage stellen. Daher ist davon auszugehen, dass inklusiver Tanz im Zuge der Forderung nach Inklusion subversiv wirken kann. Gezeigt wird das anhand einer Analyse von Michael Turinskys Performance heteronomous male.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines to what extent inclusive dance – the common dance practice of disabled and nondisabled people – can be recognized as subversive practice. Following the theories of Judith Butler, terms like the subject, performativity, materialization and subversion are explored. The performativity of the discourse concerning dis_ability is demonstrated with approaches of the disability studies based on post-structuralism. On the basis of the developed theories and by linking them to definitions of performativity, presence and kinesthesia drawn from theatre studies, conditions for critical body politics in inclusive performances are discussed. In dance, the embodied difference of disabled people can be valued. At the same time questioning the discursive construction of disability is possible if the body is embedded into an appropriate choreographic theme. Furthermore the claiming of the stage by disabled artists can challenge the neoliberal regime of control that subordinates bodies to the process of capital accumulation. Therefore I assume that inclusive dance can act subversive while demanding social inclusion of disabled people. This is shown in an analysis of Michael Turinskys performance heteronomous male.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
performativity disability cultural studies
Schlagwörter
(Deutsch)
Performativität Behinderung Kulturwissenschaften
Autor*innen
Franziska Köberl
Haupttitel (Deutsch)
Inklusiver Tanz als subversive Praxis
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung zur Körperpolitik am Beispiel von Michael Turinskys "heteronomous male"
Paralleltitel (Englisch)
Inclusive dance as subversive practice
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
116 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Monika Meister
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.42 Kulturphilosophie ,
24 Theater > 24.15 Tanzkunst, Bewegungskunst ,
71 Soziologie > 71.70 Behinderte
AC Nummer
AC12191477
Utheses ID
31495
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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