Detailansicht
Film, Folter und Politik
Exploitation des menschlichen Körpers in Filmbildern
Carla Maria Losch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Ulrich Meurer
DOI
10.25365/thesis.35604
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29678.00715.442862-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Verlust eines geliebten Menschen zeigt sich wie sehr uns der Andere prägt und formt. Jeder Mensch ist potenziell verletzbar und Gewalten ausgesetzt. Trotzdem konsumieren wir Filme der Vernichtung und destruktiven Zerstörung fragilen Lebens. Wie stellt sich hinsichtlich dessen die Frage nach einer Verantwortung? Wo ist diese anzusiedeln und zu begreifen?
Gewaltdarstellungen werden seit Beginn der Filmgeschichte häufig verhandelt. Worin aber liegt der Reiz des Betrachtens, weist doch unser humanistisches Verständnis gewalttätige Handlungen im Alltag von uns? Gleichzeitig werden wir täglich durch Nachrichten und Katastrophenmeldungen mit Szenen der Gewalt konfrontiert. Wenn also derartige Darstellungen gefragt sind, eben weil sie in der Welt sind, so bedarf es einer angemessenen Form, die uns gleichzeitig schützt und den Filmzuschauer nicht zu ähnlichen Handlungen verführt, andernfalls, so warnt Rossellini, werde der Film zur Universität des Stehlens und Mordens. Es bedarf demnach einer ethisch wertvollen Form.
Zuletzt wird überlegt, ob Filme nicht Recht daran tun, unethische Szenen auch formell unethisch zu präsentieren, um somit eine Form des Ekels zu erzeugen, die den Filmzuschauer an die Wichtigkeit von Behutsamkeit im Umgang mit dem Anderen erinnert. Geächtete Bilder fallen demnach einer permanenten Fehlinterpretation zum Opfer, da der Kinogänger bemüht ist, sich selbst zu schützen. In Wahrheit verwechselt er aber die Botschaft mit dem Medium.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Gewalt Folter, der Andere Muselmann das Darstellungsverbot Fragilität
Autor*innen
Carla Maria Losch
Haupttitel (Deutsch)
Film, Folter und Politik
Hauptuntertitel (Deutsch)
Exploitation des menschlichen Körpers in Filmbildern
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
89 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Meurer
Klassifikationen
24 Theater > 24.30 Film: Allgemeines ,
24 Theater > 24.34 Filmgattungen, Filmsparten
AC Nummer
AC12167494
Utheses ID
31554
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
