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Politik des Sehens - Multiperspektivische Theaterräume
Kerstin Pell
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Monika Meister
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35619
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29060.90436.765153-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Den Ausgangspunkt für die Idee zu dieser Arbeit war die Inszenierung designed desires (2012) der Gruppe theatercombinat. Die Wahl des Aufführungsortes der Inszenierung, die ehemalige Zollamtskantine im dritten Wiener Gemeindebezirk, und der Umstand, dass der Dualismus von Bühne und Publikumsraum aufgehoben wurde und sich die Zuschauenden in den Räumlichkeiten frei bewegen konnten, weckten das Interesse für weiterführende Überlegungen. Welche Auswirkungen hat diese räumliche Konstellation auf die theatrale Kommunikation? Was löst die Aufhebung des Dualismus von Bühne und Zuschauerraum im Zuschauenden aus? Wie verändert sich seine Wahrnehmung? Was wird von ihm gefordert? Welche (politischen) Möglichkeiten birgt diese Praktik? Um sich diesen Fragen nicht nur aus der Sicht einer Inszenierung anzunähern, wurde der Forschungsgegenstand ausgedehnt und auch die Arbeit Occupy the museum (2013) hinzugezogen, welche im Weltmuseum im Rahmen des ImPulsTanz-Festivals 2013 stattfand und ähnliche Kriterien aufwies. Um diese Verfahrensweisen besser verstehen sowie in einen theater-geschichtlichen Kontext einordnen und deren Wirkung auf die Zuschauenden analysieren zu können, wird das Thema aus unterschiedlichen Blickpunkten beleuchtet und mit verschiedenen Theorien in Verbindung gebracht. Zunächst werden vier Theaterschaffende herausgegriffen, welche das Ziel verfolgten, den illusionistischen Charakter der Guckkastenbühne aufzuheben und die vierte Wand zum Verschwinden zu bringen. Danach kommt es zu einer Annäherung an verschiedene (Theater-) Raumkonzepte. Anschließend wird näher darauf eingegangen, wie sich Bewegung auf die Wahrnehmung von Räumen auswirken kann. Daraufhin werden einerseits Überlegungen zu Politik und Kunst sowie andererseits Tendenzen des zeitgenössischen Theaters aufgegriffen. Für die eingehende Analyse der beiden Inszenierungen werden zuerst die Überschneidungen die räumliche Dramaturgie der Arbeiten betreffend herausgearbeitet. Darauf aufbauend werden die Auswirkungen auf die theatrale Kommunikation festgestellt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Zuschauer Wahrnehmung Theaterraum politisches Theater Site specific theatre Jacques Rancière Michel Foucault Michel de Certeau zeitgenössisches Theater theatercombinat
Autor*innen
Kerstin Pell
Haupttitel (Deutsch)
Politik des Sehens - Multiperspektivische Theaterräume
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
157 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Monika Meister
Klassifikation
24 Theater, Film, Musik > 24.03 Theorie und Ästhetik des Theaters
AC Nummer
AC12297589
Utheses ID
31568
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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