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Drug treatment
legality and obligation under the international drug conventions and human rights
Katherine Thompson
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Master of Arts in Human Rights
Betreuer*in
Damon Barrett
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35630
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29505.31669.578069-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Obwohl die drei internationalen Abkommen zur Drogenkontrolle einen sehr breiten Ansatz zur medikamentösen Behandlung verfolgen, gibt es dennoch Einschränkungen. Diese betreffen die Einhaltung der Grundsätze von Wirksamkeit und ethischer Verantwortung, welche durch das internationale Menschenrechtssystem weiter präzisiert werden. Obwohl Nationalstaaten unter keiner direkten Verpflichtung zur Umsetzung oder dem Verbot gewisser Behandungsmethoden stehen, müssen sie dennoch unter der Einhaltung der internationalen Abkommen zur Drogenkontrolle sowie der Menschenrechte gewährleisten, dass die Behandlungsmöglichkeiten für Drogenkonsumenten sowohl rechtskonform als auch effektiv sind. Diese Schlussfolgerung basieren auf einer Analyse der Menschenrechte in Bezug auf medikamentöse Behandlung sowie eine konstruktive Auslegung der Artikel betreffend Drogentherapie in den drei internationalen Drogenkontrollabkommen. Viele verschiedene Menschenrechtsstandards, Menschenrechtsinstrumente und Mechanismen sind auf das Thema der medikamentösen Behandlung anwendbar. Es einfach staatliche Verpflichtungen im Hinblick auf dieses Thema zu identifizieren, welche im Einklang mit Menschenrechten sind. Wie erwartet steht hierbei das Menschenrecht auf Gesundheit im Vordergrund; zusammen mit den Rechten der Häftlinge und Kinder, diesen beiden besonders gefährdeten Gruppen im Bereich der medikamentösen Behandlung. Obwohl die Drogenkonventionen breiten Interpretationsspielraum haben wenn es um Behandlung geht - unter anderem für zukünftige Entwicklungen in der Medizin - können Standards identifiziert werden, welche die Flexibilität der Staaten bezüglich Drogenbehandlungsansätze begrenzen. Sowohl im Rahmen der internationalen Menschenrechte als auch des internationalen Drogenrechts haben sich die Rechtseinhaltung und die Wirksamkeit als die am besten geeigneten Tests der staatlichen Verpflichtung zur medikamentösen Behandlung erwiesen. Diese Tests sollten für alle aktuellen und potenziellen Drogenbehandlungsmöglichkeiten angewendet werden, um zu gewährleisten, dass die Verpflichtungen nach Menschenrechts-und Arzneimittelgesetzen eingehalten werden. Bei der Kontrolle des Drogentherapie-Ansatzes sollte Test der Rechtseinhaltung zuerst angewendet werden, gefolgt von einem Test der Wirksamkeit. Ein medikamentöses Behandlungs-programm, das wirksam ist, aber nicht Rechts-konform, ist somit nicht unter Anbetracht der Menschenrechte und Drogenkontrollregime geeignet. Die Praktikabilität dieser Tests und der Nutzen der Menschenrechte in der Drogenpolitik wird weiters durch die erfolgreiche Anwendung auf Opiat-Substitutionstherapien (OST) und Zwangsbehandlungen demonstriert. OST wird hierbei als rechtskonform und effektiv unter der Anwendung beider Tests angesehen, und somit auch im Rahmen der Menschenrechte und der internationalen Drogenkonventionen. Verpflichtende medikamentöse Behandlung ist nur in sehr seltenen Umständen und nur vorübergehend mit diesen Grundsätzen vereinbar, aber quasi-Zwangsbehandlung (QCT) - beispielsweise bei Drogengerichten, wo Menschen eine medikamentöse Behandlung als einzige Alternative zu strafrechtlichen Sanktionen wählen müssen - sind dabei in mehr Fällen rechtskonform. Es wurde somit festgestellt, dass nur dann, wenn diese spezifischen Rechte respektiert und die Kriterien erfüllt werden QCT angemessen sein kann. Auf Grundlage dieser Prinzipien sollte die resultierende medikamentöse Behandlung effektiv sein, um keine Beschränkung der Rechte des Einzelnen durch staatlichen Zwang zu ermöglichen.
Abstract
(Englisch)
Although the three international drug control treaties take a very broad approach to drug treatment, limitations do exist. These are limits of ethics and effectiveness, clarified and refined by human rights law. Thus, although States are not under any direct obligation to implement or prohibit specific treatment modalities, they do need to ensure, under both drug and human rights law, that the treatment options available to drug using individuals are first rights compliant and then effective. Reaching this conclusion involved an analysis of human rights law related to drug treatment and constructive interpretation of the drug treatment articles in the three international drug control treaties. Many human rights standards, instruments and mechanisms are applicable to the topic of drug treatment. It is thus straightforward to identify State obligation, under human rights, as regards this topic. As expected, the human right to health is prominent, along with the rights of prisoners and children - particularly vulnerable groups in relation to drug treatment. Although the drug conventions are broad when referring to treatment - to allow for future developments in medicine, among other things - standards could be identified which limit the flexibility of States regarding drug treatment approaches. In both cases, international human rights and international drug law, rights compliance and efficacy emerged as the most appropriate tests of State obligation regarding drug treatment. These tests should be applied to all currently implemented and potential drug treatment options, in order to ensure that obligations under both human rights and drug law are respected. A test of rights compliance should be applied first to a drug treatment approach, followed by a test of efficacy. A drug treatment programme which is effective but not rights compliant is still not appropriate under the human rights and drug control regimes. The practicality of these tests, and thus the usefulness of human rights in drug policy discussions, is further demonstrated via their successful application to opiate substitution therapy (OST) and compulsory treatment. OST is found to be both rights compliant end effective under these tests, and thus also under human rights law and the international drug conventions. Compulsory drug treatment is only rights compliant in very rare and temporary circumstances, but quasi-compulsory treatment (QCT) - for example, drug courts where individuals choose drug treatment as their only alternative to penal sanctions - is rights compliant in more cases. It was thus concluded that only when these specific, rights respecting criteria were met would QCT be appropriate. Following that assurance, the resulting drug treatment should be effective to justify the limitation of the individual's rights through coercion.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Drug Treatment Human Rights International Drug Control Treaties Rights Compliance Efficacy
Schlagwörter
(Deutsch)
Drogenbehandlung Menschenrechte Internationale Abkommen zur Drogenkontrolle Rechtseinhaltung Wirksamkeit
Autor*innen
Katherine Thompson
Haupttitel (Englisch)
Drug treatment
Hauptuntertitel (Englisch)
legality and obligation under the international drug conventions and human rights
Paralleltitel (Deutsch)
Drogenbehandlung ; Rechtmäßigkeit und Verpflichtung im Rahmen der internationalen Drogenkonventionen und gemäß dem Internationalen Menschenrechtssystem
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
94 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Damon Barrett
Klassifikation
86 Recht > 86.85 Menschenrechte
AC Nummer
AC12178615
Utheses ID
31573
Studienkennzahl
UA | 992 | 884 | |
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