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Public expenditure contraction in child budgeting and its effects on child poverty and children’s rights
Lea Zwickl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Master of Arts in Human Rights
Betreuer*in
Helmut Sax
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35633
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29071.65920.656869-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Nach der anfänglichen Reaktion von Regierungen auf die Wirtschaftskrise, wo finanzielle Sparpolitik noch von beispiellosen Strategien gekennzeichnet waren, die versuchten soziale Sicherheit zu garantieren und gleichzeitig wirtschaftliche Nachfrage zu stimulieren, um eine ausgewachsene Depression global zu verhindern, haben Regierungen in 2010 angefangen, den Schwerpunkt auf Sparmaßnamen als Notfallsplan zu legen, die manchmal den gewohnten Kanäle von Beteiligung und akzeptierter demokratischer Kontrolle ausweichen. Viele dieser Sparmaßnahmen, welche sich von Ausgabenkürzungen, regressiven Steueranstiegen bis hin zu verringerten Arbeits- und Pensionsschutzgesetzen erstrecken, haben die ohnehin schon schwerwiegenden menschlichen Konsequenzen der Krise noch verschärft und den gesamten Rahmen der Menschenrechte beeinflusst. Teilweise wurden Sparmaßnahmen eingeführt, obwohl bestimmte gefährdete Gruppen noch höhere öffentliche Aufmerksamkeit in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs benötigen würden. Kinder stellen eine solche gefährdete Gruppe dar. Mit der gesetzlichen Grundlage der UN Konvention über die Rechte des Kindes und dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, wirft diese Arbeit einen Blick auf das Zusammenspiel von finanziellen Kürzungen im Kinderbudget und Kinderarmut und wird hinterfragen, ob solche Maßnahmen, mit der staatlichen Verpflichtung Menschenrechte - und in diesem Fall spezifisch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Kinderrechte - zu respektieren, zu verwirklichen und zu schützen, im Einklang stehen. Während schon die Definition und das Messen von Kinderarmut komplexe Probleme darstellen in Bezug auf die Frage, welche Indikatoren und Messgrößen herangezogen werden sollten, ist eine klare Beurteilung von der Umsetzung von Kinderrechten dadurch oft noch schwieriger. Trotzdem haben Staaten klare Kernverpflichtungen, die auch in Zeiten von finanzieller Ressourcenknappheit keine regressiven Maßnahmen rechtfertigen und Staaten im Licht von progressiver Umsetzung von ESC Rechten dazu auffordern, in Forschung zu investieren, Konzepte zu definieren und Methoden zur Auswirkungseinschätzung für kinderfokussierte Kontrollen von Budgetausgaben zu entwickeln. Die Arbeit wird versuchen zu erklären, was die potentiellen Auswirkungen von Kinderbudgetierung auf Kinderarmut und damit Kinderrechte sein kann und ob Regierungen ihre Verpflichtung Kinderrechte zu respektieren, umzusetzen und zu schützen, mit solchen Maßnahmen verletzen.
Abstract
(Englisch)
After the initial government responses to the economic crises where fiscal austerity was characterised by unprecedented monetary but also fiscal policies aimed at guaranteeing and securing social protection while stimulating economic demand to prevent a full-blown depression to spread globally, governments in 2010 have started to focus on austerity policies as emergency measures, that sometimes sidestep regular channels of participation and accepted democratic checks and balances. Many of the austerity measures that may range from expenditure contraction, regressive tax hikes, and reduced labour protection and pension reforms have exacerbated the already severe human consequences of the crisis and affected the whole spectrum of human rights. Many measures were undertaken despite the fact that certain vulnerable populations are especially in need of public attention and assistance during times of economic downturn. Children display one of such a vulnerable group. With the judicial foundation of the UN Convention on the Rights of the Child and the International Covenant on Economic, Social and Cultural Rights, this thesis will take a look at the interplay of fiscal cuts in child budgeting and child poverty and will challenge whether such measures are compatible with the states responsibility to respect, fulfil and protect human rights and in this context, specifically children’s economic, social and cultural rights. While already defining and measuring child poverty portrays an issue that is complex with regard to what indicators and measurements to use, a clear assessment of children’s rights implementation may thus be even more difficult. Nevertheless, states have clear core obligations that even in times of resource constraints do not justify every retrogressive measure and still requires them in the light of progressive realization of ESC rights to invest in research, define concepts and develop methodologies for impact assessment for child-focused monitoring of budget spending. The thesis will theoretically build the foundation to explain what the potential impact of child budgeting on child poverty and hence on children’s rights can be and whether governments breach their obligation to respect, protect and fulfil children’s rights with such austerity measures.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Child Poverty Children's Rights Austerity Measures Economic Crisis Child Budgeting Public Expenditure
Schlagwörter
(Deutsch)
Kinderarmut Kinderrechte Sparmaßnahmen Wirtschaftskrise Kinderbudgetierung Staatsausgaben
Autor*innen
Lea Zwickl
Haupttitel (Englisch)
Public expenditure contraction in child budgeting and its effects on child poverty and children’s rights
Paralleltitel (Deutsch)
Kürzungen von Staatsausgaben im Kinderbudget und ihre Auswirkungen auf Kinderarmut und Kinderrechte
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
II, 106 S. : graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Helmut Sax
Klassifikation
86 Recht > 86.85 Menschenrechte
AC Nummer
AC12177444
Utheses ID
31576
Studienkennzahl
UA | 992 | 884 | |
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