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Menschmaschinen im Film
der Kampf um das Menschliche in "Alien", "Blade Runner" und "Prometheus"
Martin Forster
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Rainer Köppl
DOI
10.25365/thesis.35739
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30345.41583.855163-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Künstliche Menschen oder belebte Puppen sind – zurückführend auf die frühen
griechischen, römischen und jüdischen Mythologien – zunächst in der Literatur
aufgetaucht. Scheinbar wollte sich der Mensch schon immer auch als Schöpfer beweisen.
Während die frühen Beispiele noch auf die Fantasie der Schöpfer zurückgreifen mussten
um etwas Lebendiges in den Figuren auszumachen, wandelte sich die Darstellung ab dem
18. Jahrhundert zu einem technisch-mechanischen Motiv. Die Figur der Olimpia in E.T.A.
Hoffmanns Der Sandmann ist ein solches Exemplar. Im Bereich der Gegenwartsliteratur
liefert der amerikanische Autor Philip K. Dick viel Material für die Reflexion über
künstlich hergestellte Menschen.
Sigmund Freud war der Meinung, dass unser Verhältnis zu „belebtem Unlebendigen“
ambivalent sei – während Kinder sich z.B. wünschen, dass ihre Puppe lebendig werden
soll, wäre Erwachsenen diese Vorstellung unheimlich. In der Roboterforschung entstand in
Anlehnung daran die These des „Uncanny Valley“. Diese besagt, dass Maschinen, die zu
Menschenähnlich sind, uns ebenfalls unheimlich erscheinen. Die Kybernetik führte mit
ihren Feedbackschleifen in weiterer Folge zur künstlichen Intelligenz mit der man
Computer ausstatten möchte. Technische Entwicklungen verändern außerdem schon seit
Jahrhunderten unseren vermeintlich natürlichen Körper. Das ultimative Ziel bleibt dennoch
die vollständige Erschaffung eines künstlichen Menschen, was man als Überwindung von
Gott und auch als Überwindung des eigenen Todes verstehen könnte.
Im Science-Fiction-Genre sind Roboter, Cyborgs, Androiden und Klone (Replikanten) ein
stetig wiederkehrendes Thema – hier kann man sich hervorragend an den futuristischen
Technologien und Ideen versuchen. Ridley Scotts Blade Runner (1981) zeigt eine
Variante, in der künstliche Menschen dem natürlichen Menschen schon so weit
angeglichen wurden, dass sie auch Empathie-Fähigkeit entwickeln. Man könnte also sagen,
sie sind menschlich geworden – während die „echten“ Menschen ihre Menschlichkeit unter
den „unmenschlichen“ Lebensbedingungen auch verlieren können. Es stellt sich also die
Frage, ob Menschlichkeit nicht viel mehr als Idee, denn als angeboren zu sehen ist.
Abstract
(Englisch)
Artificial humans and animated puppets are quite a popular theme in literature, rooted in
greek, roman and jewish mythodology. It seems that mankind wanted to be creators all
along. Early examples often require the fantasy of the creator, as only in their minds the
creatures are alive. In the 18th century the theme changed to a rather technical and
mechanical approach, an example beeing the animated puppet Olimpia in E.T.A.
Hoffmanns short novel Der Sandmann. In contemporary literature the works of Philip K.
Dick come to mind, which often dealt with artificial humans.
Sigmund Freud’s belief, that our relationship with the „alive but dead“ is an ambivalent
one, is based on his thesis about the „uncanny“. Things that are alive but shouldn’t be are
an unearthly thing to see for most people. Based on his thesis the phenomenon of the
„Uncanny Valley“ was noticed, which is that when machines look and act very closely to
like a human beeing would, they are uncanny to us. Cybernetics and it’s approach of
„Feedback-Loops“ were the basis for Artificial Intelligence, which is now beeing further
developed for use in hard- and software alike. On the other hand technical innovations are
changing the native human body too. But the ultimate goal is to fully build (or grow) an
artificial human. This could also be interpreted as the overcoming of death and also of the
idea of god.
Robots, Cyborgs, Androids and Clones are a constant given in the Science-Fiction-Genre
for it’s suitability to try out new ideas and technology. Ridley Scott’s Blade Runner shows
us a variety, where the artificial human beeings are so close to beeing „really“ human, that
they’ve developed the ability to feel empathy. One could argue that they are becoming
human – whereas the „real“ humans in the movie tend to lose their humanity by beeing
stuck in an unhuman system and an unhuman life. The question that’s buried within this
problem, is, wether or not humaneness should be seen more as an idea rather than
something native.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Artificial Humans Cyborgs Robots Alien Blade Runner Prometheus Ridley Scott Cybernetics God
Schlagwörter
(Deutsch)
Menschmaschinen Maschinenmenschen Alien Blade Runner Prometheus Ridley Scott Kybernetik Gott
Autor*innen
Martin Forster
Haupttitel (Deutsch)
Menschmaschinen im Film
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Kampf um das Menschliche in "Alien", "Blade Runner" und "Prometheus"
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
88 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rainer Köppl
Klassifikationen
24 Theater > 24.30 Film: Allgemeines ,
24 Theater > 24.31 Systematische Filmwissenschaft
AC Nummer
AC12228694
Utheses ID
31675
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
