Detailansicht
Vegetationsverhältnisse, Bestandesveränderungen und Naturschutzstrategien zweier ausgewählter Feuchtwiesenlandschaften im oberösterreichischen Alpenvorland
Katharina Zmelik
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Georg Grabherr
DOI
10.25365/thesis.431
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30458.03073.752862-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Feuchtgebiete sind wichtige Träger der Vielfalt von Pflanzengesellschaften und Brutvögeln (PLACHTER 1991, MATOUCH et al. 1996). Alleine in Österreich wurden jedoch aufgrund von Drainagierungsmaßnahmen alleine in den letzten 50 Jahren rund 200 000 ha Agrarfläche entwässert (STALZER 1991).
Das Ziel der hier vorliegenden Arbeit war es, die pflanzensoziologische Vielfalt zweier Feuchtwiesenlandschaftsreste im Inn- und Hausruckviertel zu erheben, vegetationsökologische Veränderungen in den letzten 15 – 20 Jahren, hervorgerufen vor allem durch Nutzungsänderungen, zu analysieren und Naturschutzmaßnahmen bzw. Verbesserungen des Pflegemanagements anzuführen. Die vegetationsökologischen Erhebungen im Naturschutzgebiet „Koaserin“ bei Peuerbach und im Moosbachtal bei St. Johann am Walde erfolgten in den Jahren 2003 und 2004, des Weiteren wurden Interviews über frühere und aktuelle Nutzung der Flächen mit den bewirtschaftenden Landwirten geführt. Für die Analyse der Vegetationsveränderungen standen mir alte Vegetationsbeschreibungen beider Gebiete aus den Jahren 1985 bzw. 1989 zur Verfügung.
Anhand meiner Bearbeitung konnte ich feststellen, dass der Großteil der Wiesen des Moosbachtals zu einer durch intensiven Nutzung geprägten Ausformung des Ranunculo repentis-Alopecuretum pratensis zählt. Naturschutzfachlich interessante Flächen wie Calthion-Wiesen und magere bzw. feuchtere Ausprägungen der Fuchsschwanz-Wiesen beschränken sich vor allem auf ÖPUL-geförderte Flächen (Code: Erhaltung naturschutzfachlich wertvoller Flächen). In der Koaserin wird das bewirtschaftete Grünland zumeist ebenfalls von Fuchsschwanz-Wiesen eingenommen. Die Stilllegung von ehemals bewirtschafteten Wiesen hatte eine Zunahme von höherwüchsigen Brache-Gesellschaften wie Rohrglanzgras-, Brennessel- und Schlankseggenbeständen zur Folge.
Im Verlauf meiner Arbeit wurde klar, dass sich bei der Identifikation der Wiesen oft erhebliche Probleme ergaben. Durch Veränderungen in der landwirtschaftlichen Nutzung sind viele Pflanzenbestände nicht mehr eindeutig den bekannten Wiesentypen älterer syntaxonomischer Systeme zuordenbar. Hier lässt sich ein Bedarf an weiterer Forschung erkennen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Feuchtwiesen oberöstereichisches Alpenvorland Inn- und Hausruckviertel Naturschutz Vegetationsveränderungen
Autor*innen
Katharina Zmelik
Haupttitel (Deutsch)
Vegetationsverhältnisse, Bestandesveränderungen und Naturschutzstrategien zweier ausgewählter Feuchtwiesenlandschaften im oberösterreichischen Alpenvorland
Publikationsjahr
2007
Umfangsangabe
195 Bl.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Georg Grabherr
Klassifikation
43 Umweltforschung > 43.31 Naturschutz
AC Nummer
AC06561425
Utheses ID
317
Studienkennzahl
UA | 444 | | |
