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Theaterpädagogische Erfahrungs- und Potentialentfaltungsräume
die Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen an der BiondekBühne Baden
Christina Perkonig
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Brigitte Marschall
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35778
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30485.93939.415270-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Diplomarbeit wird auf der Annahme, dass es sich bei theaterpädagogischen Prozessen stets um die Öffnung von Erfahrungs- und Potentialentfaltungsräumen handelt, untersucht, welchen Stellenwert die beiden Bereiche Theater und Pädagogik in der Entstehung von theaterpädagogischen Lern- und Entwicklungsprozessen einnehmen. Auf Basis von aktuellen Erkenntnissen der Hirnforschung wird herauskristallisiert, unter welchen Bedingungen das menschliche Gehirn in der Lage ist, neue Lern- und Entwicklungserfahrungen zu erschließen. Die Erfahrungen, die ein Mensch macht und wie er diese empfindet und persönlich bewertet, sind ausschlaggebend für die Nervenverschaltungen, die sich im menschlichen Gehirn bilden und die persönlichen Denk- und Handlungsweisen bestimmen. Der Mensch ist auf positive Erfahrungen und haltgebende Beziehungen angewiesen, um sein Potential zu entfalten und sich neuen Lern- und Entwicklungsprozessen zu öffnen. Auf den biologisch notwendigen Bedingungen aufbauend, werden pädagogische Erkenntnisse dargelegt, wie es in der praktischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gelingen kann, entwicklungsfördernde Beziehungen aufzubauen, um essentielle Erfahrungsräume zu öffnen, die die Möglichkeit zur Potentialentfaltung schaffen. Die Aufbereitung, der als Pädagoge/ Pädagogin dabei einzunehmenden Haltung, wird mit spiel- und theaterpädagogischen Erfahrungswerten in Verbindung gesetzt und anschließend anhand einer qualitativen Erhebung der Arbeitsweise sowie der Haltung der größten Jugendtheaterorganisation Österreichs, der BiondekBühne Baden, in Beziehung gesetzt. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die dargelegten neurobiologischen als auch pädagogischen Forderungen in der Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen an der BiondekBühne Baden, Anerkennung finden und sich ihr Erfolg nicht nur auf das gesetzte Angebot bezieht, sondern auf die Haltung, die von der Jugendtheaterorganisation gegenüber Kinder und Jugendliche eingenommen wird, zurückzuführen ist. Die dargelegten Erkenntnisse zeigen, dass sich Lern- und Entwicklungsprozesse auf künstlerischer und pädagogischer Ebene ergänzen. Potentialentfaltung durch theaterpädagogische Erfahrungsräume ist unter Berücksichtigung des Wesens von Lern- und Entwicklungsprozessen, sowohl auf künstlerisch- ästhetischer als auch auf sozialer und persönlicher Ebene erfolgsversprechend.
Abstract
(Englisch)
The present thesis is based on the theory that methods of guided theatre play stemming from the field of theatre pedagogy are beneficial for children’s and adolescents’ mental development and support young actors in increasing their social awareness. The main focus of the thesis is to assess the role of theatre and pedagogy within this field, and to solve how these two disciplines help to comprehend children’s learning processes and how applied theories contribute to adolescent’s development of understanding the relation between themselves and their surrounding social reality. Modern findings in brain research are used to provide a theoretical basis and to provide understanding of the factors and conditions that are necessary for the human brain to be able to learn and to develop its full educational potential. These findings support the argument that successful learning is centred on the experience humans make during their lives and the way they rate them emotionally. In other words, the human brain needs positive experiences in secure relationships in order to be open for potential development. Subsequently, these findings from the area of applied biology are linked with research based on the principles of pedagogy and education, and are then used to answer the question how this theoretical framework leads to results in the practical work with children and teenagers which is targeted at giving young participants the opportunity of building interpersonal interaction in secure relationships. Qualitative research is carried out in order to prove that theatre play provides children with a narrative space for identification and experience in staged social interaction. This qualitative research demands linking the practical understanding of theatre pedagogy with the work and practical experience of the BiondekBühne Baden, the biggest pedagogical youth-theatre in Austria. The results confirm the argument that the success of the BiondekBühne Baden is not only based on their varied programme they provide, but primarily on its supportive attitude towards children and adolescents. The results prove the initial theory that the positive effects of self-identification and education through secure relationships are essential for building neurological structures and well-being. They are ultimately put into practice by the work of the BiondekBühne Baden. Concluding, the paper shows that findings in the field of theatre art and pedagogy supplement each other. The potential of mental development through theatre pedagogy is promising once the neurobiological pre-conditions are taken into account, while exploiting this potential leads to enhanced art aesthetics as well as improved social relationships.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
theatre pedagogy theatre work with children and adolescents BiondekBühne Baden
Schlagwörter
(Deutsch)
Theaterpädagogik Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen BiondekBühne Baden
Autor*innen
Christina Perkonig
Haupttitel (Deutsch)
Theaterpädagogische Erfahrungs- und Potentialentfaltungsräume
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen an der BiondekBühne Baden
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
105 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Marschall
Klassifikationen
24 Theater, Film, Musik > 24.99 Theater, Film, Musik: Sonstiges ,
80 Pädagogik > 80.41 Persönlichkeitserziehung
AC Nummer
AC12300620
Utheses ID
31707
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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