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"Die Kinos brauchen die Musik wirklich, brauchen sie dringend"
über die narrative Funktion der Filmmusik in "The Graduate" und "Easy Rider"
Kerstin Stabodin
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Claus Tieber
DOI
10.25365/thesis.35821
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30405.65035.276663-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Bereits seit Anbeginn des Mediums Film war es die Musik, welche es vermochte eine wunderliche Faszination zu entfachen, wie sie wohl schon viele Zuschauerinnen und Zuschauer erleben durften. Was wäre das Filmerlebnis ohne die sanften Melodien einer Liebesgeschichte, die spannenden Klänge einer Krimigeschichte oder die unheimlichen Töne einer Horrorgeschichte? Und vielleicht gerade deshalb ist die Musik seit jeher lärmender und doch stiller Begleiter des Filmbildes. Sei es die Live-Musikbegleitung der Stummfilme über die Orchestersymphonien des Klassischen Hollywood-Kinos bis hin zur kommerziell erfolgreichen Verwendung bereits veröffentlichter Songs bekannter Musikgruppen- oder Interpreten, Musik und Film sind untrennbar miteinander verbunden und damit auch die wissenschaftliche Suche nach dem Geheimnis der Faszination um die Filmmusik angeregt.
Ende der 1960er Jahre, einer Zeit in welcher die epochalen Orchestersinfonien großer Hollywood-Produktionen längst veraltet schienen und die Jugendbewegung Rebellion und Opposition heraufbeschwor, sollten es THE GRADUATE und EASY RIDER mit bereits veröffentlichten Folk- und Rocksongs schaffen, Publikum und Kritiker gleichermaßen zu faszinieren.
Nun ist es die Filmmusik, welche Emotionen und Zeitgeist vermittelt, welche Kontinuität und Hintergrundatmosphäre schafft sowie auch narrative Funktionen übernehmen kann. Vom Wesen des Songs als Verbindung zwischen Sound und Lyrics profitierend, vermag die Filmmusik beider Filme jedoch noch einiges mehr zu erzählen, als es etwa der Hintergrundmusik zu Zeiten des Klassischen Hollywood-Studio-Systems erlaubt war. Ob als Foreshadowing der folgenden Geschichte, ob als Kommentar und Subtext zu den Bildern, ob als Teil der Charakterisierung der Protagonisten und damit als Auslöser von Empathie sowie Identifikation, oder gar als Quelle der Mythenbildung, die Filmmusik vermag in beiden Filmen auszudrücken, was über kein anderes filmisches Element vermittelt scheint.
Ähnlich dem Chor der antiken Tragödie scheint die Filmmusik nun als gleichberechtigtes, ja entscheidendes narratives Element im Film angekommen. Bens Sommer mit Mrs. Robinson in THE GRADUATE sowie EASY RIDERS abenteuerliche Motorradtour quer durch die USA legen es offen – was wäre der Film ohne Musik, was die Musik ohne Film?
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Filmmusik The Graduate Easy Rider
Autor*innen
Kerstin Stabodin
Haupttitel (Deutsch)
"Die Kinos brauchen die Musik wirklich, brauchen sie dringend"
Hauptuntertitel (Deutsch)
über die narrative Funktion der Filmmusik in "The Graduate" und "Easy Rider"
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
113 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Claus Tieber
AC Nummer
AC12247301
Utheses ID
31747
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
