Detailansicht

Disbelief in free will and its influence on error monitoring in social contexts
Clemens Mielacher
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Daniela Pfabigan
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29107.33396.635760-2
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Lichte einer angeregten Debatte um die Existenz des freien Willens und immer mehr Hinweisen, die andeuten, dass dieser tatsächlich nur eine Illusion sein könnte, stellt sich die Frage, welche Konsequenzen Zweifel am freien Willen für Individuen haben. Aktuelle Studien zeigen, dass Zweifel an der Existenz des freien Willens nicht nur prosoziales Verhalten mindern und Aggressivität und unmoralisches Verhalten fördern, sondern auch neuronale und behaviorale Indikatoren für die interne Fehlerüberwachung reduzieren können. Diese Studie versucht diese Zusammenhänge weiter zu ergründen, indem unter Anwendung eines neuartiges Versuchsdesigns der Einfluss einer Manipulation, die Zweifel am freien Willen induziert, auf die Error-related Negativity (ERN) und post-error slowing (PES), zwei reliable Marker für interne Fehlerüberwachung, in einem sozialen Kontext untersucht wird. Nachdem die Versuchspersonen einer Manipulation unterzogen worden waren, bearbeiteten sie motiviert durch einen monetären Anreiz eine Reaktionszeitaufgabe sowohl für sich selbst, als auch für eine zweite Versuchsperson. Wir erwarteten geringere ERN-Amplituden und weniger PES in der Versuchsgruppe verglichen mit einer Kontrollgruppe. Stattdessen fanden sich Hinweise darauf, dass sowohl die Manipulation als auch individuell ausgeprägte Zweifel an der Existenz des freien Willens zu erhöhter Fehlerüberwachung führen. Diese Ergebnisse sind möglicherweise auf einen Zusammenhang zwischen Zweifel an der Existenz des freien Willens und subklinischen, depressiven Symptomen zurückzuführen. Vorhersagen über stärker ausgeprägte Fehlerüberwachung, wenn die ausführende Person selbst die Konsequenzen ihres Fehlers zu tragen hat, im Vergleich zu einer Bedingung, in der eigene Fehler jemand anderen betreffen, konnten nicht bestätigt werden. Auch wenn weiterführende Untersuchungen dringend notwendig sind, um diese Erkenntnisse weiter abzusichern und in einen breiteren Kontext zu setzen, konnte diese Studie den Einfluss von Zweifel an der Existenz des freien Willens auf neuronale und behaviorale Ebenen der internen Fehlerüberwachung aufzeigen.
Abstract
(Englisch)
With an ongoing debate on the existence of free will and piling evidence deeming it an illusion, the consequences of disbelief in free will are becoming an inevitable issue in psychology. Previous research has shown that disbelief in free will does not only reduce prosocial behavior and increase aggressiveness and willingness to cheat, but can also diminish neural and behavioral markers of error monitoring. The present study attempts to corroborate these findings by applying a novel experimental design investigating the influence of a manipulation inducing disbelief in free will on the Error-related Negativity (ERN) and post-error slowing (PES), two established markers of error monitoring, in an engaging social context. After participants underwent an established belief manipulation, they carried out an adapted version of a Flanker task to earn reward points either for themselves or for a second, unknown participant, who observed them perform. While we expected to find smaller ERN amplitudes and less PES in the no-free will group as compared to controls, indications for more pronounced performance monitoring as a consequence of disbelief in free will both as a state and a trait measure were found. We propose that this might be the result of an association between disbelief in free will and subclinical depressive symptoms. Predictions that performance monitoring would be reduced when performing on behalf of another person as compared to performing for oneself could not be confirmed. Even though further research is required to substantiate these findings and to put them in a broader context, this study demonstrates the impact of disbelief in free will on neural and behavioral levels of error monitoring.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
error monitoring disbelief in free will social context ERN post-error slowing Pe
Schlagwörter
(Deutsch)
Fehlerüberwachung Zweifel an der Existenz des freien Willens sozialer Kontext ERN post-error slowing Pe
Autor*innen
Clemens Mielacher
Haupttitel (Englisch)
Disbelief in free will and its influence on error monitoring in social contexts
Paralleltitel (Deutsch)
Zweifel an der Existenz des freien Willens und dessen Einfluss auf Fehlerüberwachung in sozialen Kontexten
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
73 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Daniela Pfabigan
Klassifikation
77 Psychologie > 77.05 Experimentelle Psychologie
AC Nummer
AC12200928
Utheses ID
31776
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1