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Der mediale Diskurs um die zweite Türkenbelagerung Wiens zwischen 1683 und heute
Sandra Bittmann
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Fritz Hausjell
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.3623
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29747.95653.529666-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Vorliegende Arbeit stellt den Versuch einer Annäherung an Veränderungsprozesse des medialen Diskurses um die zweite Türkenbelagerung Wiens dar, wobei die Verfasserin vor allem auf Prozesse der Ausweitung und Eingrenzung von Sagbarkeitsfeldern fokussierte. Der Literaturteil widmet sich vorwiegend der Darstellung diskurstheoretischer Prämissen und Einsatzmöglichkeiten diskursanalytischer Konzepte im Rahmen kommunikationswissenschaftlicher Forschung. Ein weiterer Abschnitt widmet sich der Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Fremdheit, den die Verfasserin als Übergang zum Untersuchungsgegenstand nutzt. Der Literaturteil schließt mit der Beschreibung des diskursiven Kontextes des bearbeiteten Diskursstrangs. Hierauf folgen die Darstellung des empirischen Vorgehens und der dabei erzielten Ergebnisse. Im Zentrum des Untersuchungsvorhabens steht die Problematisierung der Rolle von Massenkommunikationsmedien in Prozessen der Re- und Dekonstruktion des Historischen. Die zweite Türkenbelagerung dient dabei als Fallbeispiel, an dem Wandel und Kontinuität der vermittelten Geschichtsbilder aufgezeigt werden sollen. Aufgrund des Mangels an wissenschaftlichen Erkenntnissen zum bearbeiteten Themenbereich entschied sich die Verfasserin für ein exploratives Vorgehen unter Heranziehung der Methode der Kritischen Diskursanalyse. Die diachrone Untersuchung wurde entlang synchroner Schnitte durch den Diskursstrang realisiert. Die Analyse der medialen Produktion zu den Jubiläen des Entsatzes und anderen Ereignissen (Aussagen Kurt Krenns 2002 und Installation „KanakAttack“ 2005) gelangte dabei u. a. zum Ergebnis, dass das vermittelte Türkenbild in seinem Kern große Stabilität aufweist. Negativzuschreibungen an das Türkische bleiben bis in heutige Zeit konstant. Der Topos Türkenbelagerung selbst erwies sich als (beinahe) uneingeschränkt anschlussfähig und instrumentalisierbar: Politische, soziale, kulturelle und religiöse Vorstellungen einer Epoche können über eine Verbindung mit ihm zum Ausdruck gebracht werden. Dieser Befund sollte zur Suche nach alternativen Sagbarkeiten im medialen Diskurs anregen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
second siege of Vienna 1683 Ottoman Empire media discourse Foucault Jäger
Schlagwörter
(Deutsch)
Türkenbelagerung Osmanisches Reich Medien Diskurs Foucault Jäger
Autor*innen
Sandra Bittmann
Haupttitel (Deutsch)
Der mediale Diskurs um die zweite Türkenbelagerung Wiens zwischen 1683 und heute
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
V, 200, [45] S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Fritz Hausjell
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.99 Kommunikationswissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC07099590
Utheses ID
3181
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
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