Detailansicht

Gefangenschaft im Musiktheater als Antwort auf die politischen Umbrüche des 20. Jahrhundert
Ileana Maria Steiger
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Annette Storr
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35893
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29557.45628.959470-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Darstellung von Gefangenschaft im Musiktheater und der Frage, ob diese Kunstform, die vielen in der heutigen Zeit als überholt gilt, Gefangenschaft schlüssig abzubilden vermag und gesellschaftsrelevante Aussagen über persönliche Freiheit und Grundrechte getroffen werden können. Als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen wurden in der Oper im Laufe der Jahrhunderte die unterschiedlichen, historisch gewachsenen Arten von Freiheitsberaubung des Individuums thematisiert und verarbeitet. Einen großen Wendepunkt führten die Erfahrungen mit den totalitären Systemen des 20. Jahrhunderts herbei. Analysiert werden zwei herausragende Opern des 20. Jahrhunderts, in denen Gefangenschaft das zentrale Handlungsthema darstellt: zum einen Luigi Dallapiccolas Il Prigioniero, zum anderen Dmitri Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk. Beide Werke sind eng verwoben mit den historischen und politischen Gegebenheiten ihrer jeweiligen Entstehungszeit. Obgleich sich die politischen Umstände im Italien der Kriegs- und Nachkriegszeit stark vom stalinistischen Russland unterscheiden, eint beide Komponisten die Tatsache, dass die behandelten Werke ein Kristallisationspunkt in ihren Biografien ist. Schostakowitsch wie auch Dallapiccola wollten ähnliche Aussagen auf musikalischer Ebene treffen, nur eben in einem anderen politischen Kontext und mit unterschiedlichen musikalischen Stilen und Mitteln.
Abstract
(Englisch)
The present work deals with the depiction of imprisonment in musical theater. The question is raised weather musical theater is capable of drawing a conclusive picture of captivity and weather socially relevant assertions on individual freedom and fundamental rights can be conveyed by an art form which some consider as outdated. Throughout the centuries the different and historically developed forms of captivity were reflected and adapted in the world of opera. In the twentieth century the experience of totalitarian systems in Europe led to a significant change. Two outstanding operas of the twentieth century, both mainly dealing with imprisonment, are discussed and analysed: Il Prigioniero (“The prisoner”) from Luigi Dallapiccola and the Dmitri Shostakovich’s Lady Macbeth of Mtsensk. Both masterpieces are highly connected with the historical and political situation at the time of creation. Although the political circumstances in war and post war Italy were highly different from the situation of Stalinist Russia, both composers are connected by the fact that the afore mentioned operas constitute a milestone in their biographies. Dallapiccola and Shostakovich wanted to express similar thoughts with their music, but in a completely other political context and in different tonal language and style.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Il Prigioniero Dallapiccola Lady Macbeth of Mtsensk Shostakovich Opera Imprisonment
Schlagwörter
(Deutsch)
Il Prigioniero Dallapiccola Lady Macbeth von Mzensk Schostakowitsch Oper Gefangenschaft Gelsen
Autor*innen
Ileana Maria Steiger
Haupttitel (Deutsch)
Gefangenschaft im Musiktheater als Antwort auf die politischen Umbrüche des 20. Jahrhundert
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
95 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Annette Storr
Klassifikation
24 Theater, Film, Musik > 24.62 Musiktheater, Theatermusik
AC Nummer
AC12255887
Utheses ID
31811
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1