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Audiovisuelle digitale Quellen
Theorien, Funktionen, Perspektiven
Thomas Walach
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichte
Betreuer*in
Stefan Zahlmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.36007
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29376.37809.810859-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Digitalisierung bedeutet für Historiker zweifachen Wandel. 1.: Wir sind bereits jetzt, und sicher umso mehr in der Zukunft mit nicht-schriftlichen Quellen konfrontiert. Dadurch werden sich zukünftige Historiker mit Zeugnissen von Personen auseinandersetzen, die unter den diskursiven Bedingungen dessen, was man „Papiergalaxis“ nennen könnte, vielleicht keine Spur ihrer Existenz, geschweige denn ihrer Gedanken- und Lebenswelt hinterlassen hätten. Diese Medien und ihrer Rezeption werden nicht nur Methoden, sondern auch Theorien der Geschichtswissenschaft verändern. Obwohl die fundamentalen Tugenden geschichts-wissenschaftlicher Arbeit, präzises und kritisches Lesen von Texten (im weitesten Sinne), die Analyse von Kontext und Intention ihrer Produktion und selbstreflexives Bewusstsein für die Historizität des Historikers stets den Kern wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens bilden werden, wird die Geschichtswissenschaft sich zu einer historischen Medienwissenschaft wandeln, die alle menschlichen Zeugnisse zum Gegenstand hat. 2.: Jeder Wandel in menschlichen Ausdrucksmöglichkeiten bedeutet einen Wandel von Wahrnehmungen und Vorstellungen des Individuums als historischem Subjekt. Wohin dieser antizipierte Wandel führen wird, ist unmöglich vorherzusagen. Nur eines ist sicher: Im selben Maße, in dem sich ändernde mediale Episteme ihre Gegenwart beeinflussen, strukturieren und begrenzen sie deren künftige Erinnerung. Historiker als Mensch-Medien und Erinnerungsarbeiter müssen sich ihrer bedeutenden Rolle bei der Erneuerung der diskursiven Bedingungen ihrer zukünftigen Arbeit bewusst sein. Diese Rolle ernst zu nehmen, bedeutet zuallererst, Methoden des Zugangs zu und der Reflexion des fundamentalen Wandels von Form und Inhalt von Quellen, der unmittelbar vor unseren Augen stattfindet, zu entwickeln.
Abstract
(Englisch)
Digitalisation means twofold change for historians. 1.: We are - even now, and certainly will be more so in the future – confronted with with non-written sources, resulting in the fact that future historians will deal with testimonies of persons, who, under the discoursive conditions of what may be called the 'paper galaxy' would probably not have left a trace of their existence, let alone their thoughts and living at all. These media and their reception will change not only methods, but also theories of history. Even though the very fundamental virtues of historical work such as precise and critical reading of texts (in a broad sense), the analysis of context and intentions of their production and a self-reflexive awareness of the historians own historicity will always form the very core of scholarly thinking and acting, history will transform into a historical media science, encompassing all human testimonies. 2.: Every change in the possibilities of human expression entails a change of perceptions and conceptions of the individual as historical subject. To what ends this anticipated change will lead is impossible to predict. Only one thing is certain: To the same extent as transforming media-episteme influence their present time, they do structure and limit its future remembrance. Historians as human-media and and memory processors have to be aware that they play an important role in the process of shaping the discoursive conditions of their own future work. To take this role seriously includes first and foremost to develop means of accessing and reflecting the fundamental changes regarding form and content of source material that is happening right now before our very eyes.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
audio-visual sources digitalisation digital humanities
Schlagwörter
(Deutsch)
audiovisuelle Quellen Digitalisierung Digital Humanities
Autor*innen
Thomas Walach
Haupttitel (Deutsch)
Audiovisuelle digitale Quellen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Theorien, Funktionen, Perspektiven
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
97 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Zahlmann
Klassifikation
15 Geschichte > 15.99 Geschichte: Sonstiges
AC Nummer
AC12186067
Utheses ID
31918
Studienkennzahl
UA | 066 | 803 | |
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