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Realität nach Drehbuch?
dokufiktionale Inszenierungsstrategien bei Familien im Brennpunkt (RTL)
Leon Andres Raphael Luis Wendel
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Andrea Seier
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.36107
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29264.32961.740553-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
FAMILIEN IM BRENNPUNKT ist eine Sendung des deutschen Nachmittagsprogramms, welche sich aus dem dokumentarischen Film etablierte Inszenierungsstrategien zu nutze macht, um fiktionale Erzählungen realistischer darzustellen. Die Inszenierung von Authentizität wird dabei zum Leitmotiv des Formats und ist darin avantgardistischen Filmströmungen entlehnt. Wie alle Scripted-Reality-Formate, ist die Sendung dabei jedoch einem generellen Manipulation- und Täuschungsverdacht ausgeliefert, der durch die Imitation eines durch den Dokumentarfilm etablierten und naturalisierten Inszenierungsstils hervorgeht. Scripted-Reality darf dabei jedoch nicht als dokumentarisches Format angesehen werden, sondern sollte als einem filmischen Realismus verschriebenes Programm verstanden werden. Die uneindeutigen Lektüreanweisungen machen es den Zuschauern dabei auf den ersten Blick aber nicht einfach die Sendungen dem Fiktionalen zuordnen. Das Format befindet sich somit in der Schwebe zwischen Genres und Gattungen, und kann so unterschiedliche Rezeptionsmotive bedienen. Latent haftet durch die Vermischung der Genregrenzen dem Format eine Medienreflexivität an, die als Subversion des Dokumentarischen wahrgenommen wird. Da die Sendung dies aber nicht in die Programmierung und Narration mit einbezieht, wird dieses Potenzial anders als bei bei Mockumentaries oder Fake- Dokus nicht ausgeschöpft und verliert sich in einem visuellen Realismus, der auf referentiell Verweise auf die außerfilmische Realität reduziert bleibt.
Abstract
(Englisch)
FAMILIEN IM BRENNPUNKT is a german day-time television show, which uses strategies usually associated with documentary film or tv-shows, telling fictional stories more realistically. The staging of authenticity is the main goal of this process and it has been borrowed from avant-garde film movements. Like all of the so called Scripted-Reality programmes there is a general suspicion about the intentions towards imitation of documentary aesthetics, because they are generally associated with the representation of the Real. Though Scripted-Reality programmes must not be viewed as written in a documentary mode, but rather as fictional objects, and as filmic realism. This mix of different modes might be confusing for spectators, because it does not seem clear wich cathegory of reception or genre these programmes should belong to. This openness in return creates new and different ways the viewers can create textual meaning. Even though these programmes have this reflexiveness incorporated in their text, (the) producers choose to not develop it further, but keep these programmes to a simple visual realism, based on simple referential authenticity.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
scripted-reality reality-TV day-time-television documentaries mockumentaries authenticity
Schlagwörter
(Deutsch)
Scripted-Realit Reality-TV scripted-documentary Pseudo-Dokumentation Mockumentaries Authentizität Inszenierung Authentifizierungsstrategien Nachmittagsfernsehen Fernsehen
Autor*innen
Leon Andres Raphael Luis Wendel
Haupttitel (Deutsch)
Realität nach Drehbuch?
Hauptuntertitel (Deutsch)
dokufiktionale Inszenierungsstrategien bei Familien im Brennpunkt (RTL)
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
86 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andrea Seier
Klassifikation
24 Theater > 24.38 Fernsehen, Hörfunk
AC Nummer
AC12218632
Utheses ID
32001
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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