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Die Auswirkungen der Liberalisierung und Privatisierung des österreichischen Elektrizitätsmarktes auf ArbeitnehmerInnen
Nicola Krasselt
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Bernhard Kittel
DOI
10.25365/thesis.36150
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30178.26822.801454-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Viele Bereiche der österreichischen Infrastruktur, wie beispielsweise Postwesen, Transportwesen und Elektrizitätswirtschaft wurden um der Staatsverschuldung entgegenzuwirken, privatisiert. Bei der Elektrizitätswirtschaft handelte es sich um eine formelle Privatisierung, wobei der Staat oder die Gemeinden überwiegende Anteilseigner der Unternehmen geblieben sind.
Durch die Liberalisierung sind die Unternehmen in der Erzeugung, dem Handel und dem Vertrieb marktwirtschaftlichem Wettbewerb unterworfen und unterliegen seitdem einem immer vorherrschenden Kostendruck.
Nachdem es sich bei Strom um ein homogenes Produkt handelt, dass nicht leicht substituierbar ist, es keine große Marktmacht durch neue Wettbewerber und ausreichend Angebot und Nachfrage am Markt gibt, wird der Wettbewerb bei den Landeselektrizitätsversorgungsunternehmen hauptsächlich über Preise geführt. Diese betreffen neben technischen Einsparungen ebenfalls Einsparungen beim Personal. Hierfür gibt es in Österreich folgende rechtliche Möglichkeiten: Personalabbau, Einsparungen in Bezug auf das Entgelt und die Arbeitszeit.
In Österreich hat sich die Anzahl der Beschäftigten durch die Liberalisierung um insgesamt um 25 Prozent reduziert, wodurch sich der Druck auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich erhöht hat. Nachdem der Staat aber immer noch mindestens 50 Prozent der Anteile an den Unternehmen besitzt wurden diese Abgänge sozial verträglich, also mit Altersteilzeitvarianten und Abfertigungen gestaltet.
Trotz alledem gibt es seit der Liberalisierung mehr atypische Beschäftigte, die nicht nur für Revisionen und kurzfristige Arbeiten eingesetzt werden, sondern oftmals über mehrere Jahre im Unternehmen beschäftigt sind.
Ein großes Problem, dass die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten der Landeselektrizitätsversorgungsunternehmen weiter verändern wird, ist dass der EVU Kollektiv nicht von allen Elektrizitätsversorgern angewendet wird, sondern diese arbeitnehmerunfreundlicheren Kollektivverträge benützen. Dies führt zu einer Wettbewerbsverzerrung die die Landeselektrizitätsversorger zu weiteren Sparmaßnahmen zwingt um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Abstract
(Englisch)
In Austria, like in whole Europe, the infrastructure facilities, such as post, transport or electricity were privatized to manage the national debts. The Austrian electricity sector was formally privatized, so the state is the overwhelming shareholder of the companies.
Since the liberalization process the companies are standing in direct competition, in the areas of production, trade and distribution of electricity.
Due to the fact that electricity is a homogenous product which is not substitutable, that there isn’t a lot of market power by new competitors and that supply and demand is sufficient, competition is conducted mainly on prizes in the electricity market. Beside cutting costs in technical areas or reducing investigations companies also save costs by cutting personal costs. Personal costs can be reduced by staff reductions, savings in terms of salary and working hours.
Whereas the state owns at least 50 percent of the share of the company the number of employees has been reduced by a total of 25 percent by partial retirement options and severance payments. Nevertheless the stress and pressure of the employees has increases significantly because of the reductions.
Furthermore there are more atypical workers in the electricity sector, who are not only short term workers, but are often employed for several years.
A major problem, that will constrain the companies to save costs again, is that the EVU collective wage agreement is not applied by all suppliers of electricity. This leads to a distortion of competition which forces the country’s electricity provider for further austerity measure in order to remain competitive.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
liberalisation electricity market labour conditions Austria
Schlagwörter
(Deutsch)
Liberalisierung Elektrizitätsmarkt Arbeitsbedingungen Österreich
Autor*innen
Nicola Krasselt
Haupttitel (Deutsch)
Die Auswirkungen der Liberalisierung und Privatisierung des österreichischen Elektrizitätsmarktes auf ArbeitnehmerInnen
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
81 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bernhard Kittel
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.62 Personalwesen
AC Nummer
AC12219383
Utheses ID
32036
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
