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Place-making tactics and strategies
a case study of asylum seekers in Bolzanovon Michael Anranter
Michael Anranter
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP CREOLE-Cultural Differences and Transnational Processes
Betreuer*in
Ayse Caglar
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.36208
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29558.80252.729663-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Place-Making Taktiken von Asylwerbern in Bozen. Die Einzigartikeit des Falls ergibt sich aus der ökonomischen Situation der Region und dem seit Jahren erfolgreichen Zusammenleben zweier unterschiedlicher Sprachgruppen. Die Geschichten beider Bevölkerungsgruppen waren nicht selten von Marginalisierung und der Bedeutung von Identitäten geprägt. Erst seit den späten 90’er Jahren kam es zu einer nachhaltigen Erweiterung des demografischen Spektrums: Erstmalig waren Touristen und Geschäftstreibende nicht mehr die einzigen Personen aus dem Ausland und kamen auch Migranten und Migrantinnen aus allen Herren Ländernund ließen sich langfristig in der norditalienischen Provinzhauptstadt nieder. Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist es aufzuzeigen wie Personen mit geringen lokal spezifischen Vorkenntnissen ein Verhältnis zu ihrer neuen Umgebung aufbauen. Dafür nutzen sie öffentliche Parks, ebenso wie Bahnhöfe oder auch die städtische Bibliothek. Insbesondere der Bezug zu Orten und Strukturen im öffentlichen Raum stellt sich als einer mit unmittelbaren Auswirkungen auf das alltägliche Leben dar. Die Bedeutung kann dabei nicht nur auf Erinnerungen oder Zukunftsvisionen, sondern vor Allem unmittelbare Bedürfnisse zurückgeführt werden. Andererseits erleben europäische Städte, sowie auch Bozen den ökonomischen Druck und formulieren das Bedürfnis sich und ihr Image gewinnbringend weiterzuentwickeln. Neoliberale Politiken und großangelegte städtische Restrukturierungsmaßnahmen sind weit verbreitete Maßnahmen um Städte für diejenigen, die Einkaufen sicherer zu gestalten. Aber selbst wenn im Kampf um Orte klare Machtverhältnisse zu dominieren scheinen, bleibt der Ausgang meist zeitlich begrenzt und unvorhersehbar wenn zu viele Menschen mit zu unterschiedlichen Konnotationen am Prozess teilnehmen. Raumtaktiken werden von Asylwerbern entwickelt und genutzt um eine Umgebung zu schaffen die das Denken der eigenen Zukunft vor Ort zu ermöglichen versucht. Die Datenerhebung im Rahmen der Masterarbeit basiert auf einem kombinierten Ansatz, wobei das partizipative Fotointerview im Feld stattgefunden hat. Vier Asylwerber machten fotografische Aufnahmen von selbst-gewählten Motiven in Bozen und kommentierten diese anschließend. Für eine umfassende Charakterisierung wurden mehrere Museumsbesuche im Kontext der Fragestellung reflektiert. Interviews mit zwei Expertinnen gaben Auskunft über die Situation von Asylwerbern in Bozen.
Abstract
(Englisch)
This thesis deals with place-making tactics of asylum seekers in the city of Bolzano. What makes the situation unique is the region’s long-term socio-economic performance, peaceful conviviality of a bilingual society and a history greatly influenced by struggles for and against identities and their correlated marginalization. Only since the 90’s have new dimensions been added to the South Tyrolean demographic realm. Tourists and businessmen were no longer the only foreigners, and pPeople from different countries migrated and decided to stay. This thesis shows how people with limited knowledge about a specific environment build up a relationship supported by the use of public parks, the railway station or the city library. Most importantly, public structures impact asylum seekers’ daily lives – not only because of memories and future perspectives, but also because of basic needs that can be satisfied at these places. European cities such as Bolzano feel economic pressure and make continuous progress in order to fit a profit-oriented image. Neoliberal policies and large-scale urban restructuring projects are a common tool for those who want to make cities more secure for shoppers. Even though solid power relations seem to dominate the struggle for place, one could never talk about eternity and outcome as unpredictable if too many people with conflicting connotations take part. Asylum seekers adopt spatial tactics in order to create an environment that enables the collection of ideas for their own future perspectives. The data in this thesis was retrieved through participatory photo interviews implemented in a combined methodological approach. Four asylum seekers took pictures and talked about place-making strategies at selected sites in Bolzano. A description of the environment was accomplished by researching the city’s cultural armature. Two expert interviews informed about the situation of asylum seekers in the city and province of Bolzano.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
place and space place-making transnational migration urban anthropology cultural heritage visual anthropology cultural armature
Schlagwörter
(Deutsch)
Raum und Ort transnationale Migration Asylrecht urbane Anthropologie Raumproduktion Diversität kulturelles Erbe visuelle Anthropologie
Autor*innen
Michael Anranter
Haupttitel (Englisch)
Place-making tactics and strategies
Hauptuntertitel (Englisch)
a case study of asylum seekers in Bolzanovon Michael Anranter
Paralleltitel (Deutsch)
Praktiken der Raumaneignung - Eine Fallanylse von Asylwerbern in Bozen
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
140 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ayse Caglar
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.15 Wissenschaftspolitik, Kulturpolitik ,
73 Ethnologie > 73.84 Umwelt und Kultur ,
73 Ethnologie > 73.90 Kulturelle Aspekte von Wirtschaft und Arbeitswelt ,
73 Ethnologie > 73.97 Interethnische Beziehungen ,
89 Politologie > 89.41 Staat und einzelne Gruppierungen
AC Nummer
AC12208834
Utheses ID
32091
Studienkennzahl
UA | 066 | 656 | |
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