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Parasoziale Beziehungen mit Serienfiguren im digitalen Zeitalter
Katarina Ritopecki
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Magisterstudium Publizistik-u.Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Jürgen Grimm
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30256.88185.582566-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersuchte anhand einer quantitativen Online-Befragung die Bedeutung der fernsehunabhängigen, digitalen Seriennutzung durch Video-on-Demand (Streaming/ Download) und DVD/Blu-ray für parasoziale Beziehungen mit Serienfiguren. Unter einer parasozialen Beziehung (PSB) wird in der Kommunikationswissenschaft „eine durch Gewohnheit, kognitive Operationen und Emotionen vermittelte situationsübergreifende Bindung“ (Krotz, 1996: 80) der Zuschauer an eine Medienperson verstanden, welche infolge regelmäßiger „Begegnungen“ (sog. „parasozialer Interaktionen“, vgl. Horton/Wohl, 1956) zwischen den Zuschauern und Medienakteuren entstehen kann. Im Zeitraum vom 22.07.-17.08.2014 wurden insgesamt 438 Studierende der Universität Wien tendenziell medienaffiner Studienrichtungen mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren befragt. Davon sind 69% weiblich und 31% männlich. Die PSB wurde über eine sechsstufige Intervallskala mit 10 Items gemessen und bezog sich auf die von den Befragten genannte Lieblingsfigur aus einer beliebigen TV-Serie. Die Befragten erwiesen sich nicht nur als serienaffin, sondern auch als intensive digitale Seriennutzer: Sie schauen zwei Drittel (67%) ihrer Serien digital, während sie nur ein Drittel (33%) ihrer Serien im linearen Fernsehen rezipieren. Den größten Anteil der digitalen Seriennutzung macht das Online-Streaming (39%) von Serien aus, gefolgt vom Download (17%) und der Seriennutzung auf DVD/Blu-ray (11%). Dennoch konnte die Untersuchung aufzeigen, dass kein Zusammenhang zwischen der Seriennutzungsweise und der Stärke parasozialer Beziehungen mit Serienfiguren besteht. Es zeigte sich lediglich, dass die digitale Seriennutzung zu vermehrten Gesprächen über die Lieblingsserienfigur im Freundeskreis führt, womit individuell rezipierte Serien – neben der größeren inhaltlichen und zeitlichen Flexibilität – auch in gewisser Weise der Kontaktpflege bzw. sozialen Teilhabe dienen (vgl. Kloppenburg et al., 2009: 5f). Zusammenfassend scheint die selbstbestimmte Seriennutzung für jüngere, online- und zugleich serienaffine Zuschauer eine Selbstverständlichkeit zu sein, die ihren flexiblen Umgang mit Medien im Allgemeinen widerspielt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Fernsehserie parasoziale Interaktion parasoziale Beziehung Digitalisierung Video-on-Demand
Autor*innen
Katarina Ritopecki
Haupttitel (Deutsch)
Parasoziale Beziehungen mit Serienfiguren im digitalen Zeitalter
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
151 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jürgen Grimm
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.36 Fernsehen
AC Nummer
AC12314425
Utheses ID
32169
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
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