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Steht hinter der Einstellung bezüglich der Pränataldiagnostik eine Einstellung gegenüber behinderten Menschen?
eine qualitative Studie anhand des Vergleichs zweier Berufsgruppen
Daniela Magauer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Ernst Berger
DOI
10.25365/thesis.3662
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30026.97011.734559-2
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die pränatale Diagnostik bietet die Möglichkeit im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge
zahlreiche genetisch bedingte Behinderungen festzustellen. Nach einer positiven Feststellung
erfolgt in den meisten Fällen als therapeutische Handlung die Abtreibung des behinderten
Fetus. Fristenregelungen bezüglich der Abtreibung von behinderten Feten gibt es im Zuge der
Pränataldiagnostik nicht. Diese Tatsache erzeugt das Bild, dass hinter der positiven
Einstellung zur Pränataldiagnostik eine negative Haltung gegenüber behinderten Menschen
steht.
Dieser Sichtweise der Pränataldiagnostik wird in dieser Arbeit anhand einer theoretischen
Auseinandersetzung und anhand von Befragungen zweier unterschiedlicher Berufsgruppen
nachgegangen und lässt sich vorwiegend bestätigen. Somit lässt sich anhand dieser
Befragungen sagen, dass ein Zusammenhang zwischen einer positiven bzw. negativen
Einstellung zur Pränataldiagnostik und einer positiven bzw. negativen Einstellung gegenüber
behinderten Menschen besteht.
Da die Pränataldiagnostik immer mehr an Akzeptanz und Normalität gewinnt, besteht die
Gefahr, dass die dahinter stehende negative Einstellung bezüglich behinderter Menschen
immer normaler und akzeptierter wird. Befürchtet werden demnach negative Auswirkungen
hinsichtlich der Unterstützungsmöglichkeiten für behinderte Menschen und deren
Angehörige. Weiters könnte ein Rückschritt bezüglich der Integration behinderter Menschen
sowie eine Verzerrung bezüglich der Entstehungsursachen von Behinderung entstehen.
Befürchtet werden weiters Tendenzen bezüglich höher werdender gesellschaftlicher
Ansprüche hinsichtlich der Auswahlkriterien im Rahmen der Pränataldiagnostik. Diese führen
zu einer Veränderung des grundlegenden pädagogischen Eltern- Kind Verhältnisses, nämlich
hin zum gesellschaftlichen Trend des „perfekten Kindes“.
Für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Pränataldiagnostik ist die Möglichkeit einer
kompetenten Beratung diesbezüglich anzustreben. Hierfür wäre eine interdisziplinäre
Zusammenarbeit zwischen Pädagogik und Medizin, welche eine umfangreiche Aufklärung
und ein differenziertes Bewusstsein bezüglich der Pränataldiagnostik und behinderten
Menschen bietet wichtig.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Pränataldiagnostik Einstellung behinderte Menschen
Autor*innen
Daniela Magauer
Haupttitel (Deutsch)
Steht hinter der Einstellung bezüglich der Pränataldiagnostik eine Einstellung gegenüber behinderten Menschen?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Studie anhand des Vergleichs zweier Berufsgruppen
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
179 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ernst Berger
AC Nummer
AC07549903
Utheses ID
3217
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
