Detailansicht

Facebook-Verbot für den ORF?
eine Politikfeldanalyse aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive
Florian Hirzinger
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Magisterstudium Publizistik-u.Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Christian Steininger
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.36299
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30383.79179.719270-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit analysiert, inwiefern die Nutzung von Facebook durch den Österreichischen Rundfunk unabhängig der juristischen Zulässigkeit aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive gerechtfertigt ist. Dabei wird das Leistungsvermögen öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich diskutiert, das Potential von Facebook als Instrument zur Programmauftragserfüllung untersucht, und erörtert, inwiefern die Facebook-Nutzung als Wettbewerbsverzerrung gegenüber privaten Medienunternehmen zu betrachten ist. Zu diesem Zweck werden eine Politikfeldanalyse sowie eine Analyse wissenschaftlicher Fachliteratur vorgenommen. Dabei konnte gezeigt werden, dass öffentlich-rechtlicher Rundfunk eine Grundvoraussetzung für freie Meinungsbildung in einer demokratischen Gesellschaft darstellt und insbesondere jene meritorischen Medienleistungen anbieten soll, die zu erbringen die privatwirtschaftliche Medienbranche nicht bereit oder nicht imstande ist. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass Facebook als Instrument zur Erfüllung des Programmauftrags des ORF nicht nur geeignet ist, da es sich dabei um eine wertvolle Ergänzung der klassischen journalistischen Arbeit handelt, die unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlichen Public Value generieren kann, sondern sich auch als notwendig erweist, um unter veränderten kommunikativen Rahmenbedingungen auch jüngere Gesellschaftsteile mit dem Programmangebot erreichen zu können. Dennoch beklagen private Medienunternehmen im Hinblick auf den ORF zu Recht eine Wettbewerbsverzerrung durch dessen Facebook-Nutzung, die daraus resultiert, dass der Österreichische Rundfunk einerseits aus Rundfunkgebühren finanziert wird, andererseits aber aufgrund der Überschneidung seines Programmangebots mit jenem der privaten Rundfunkanbieter ökonomisch und publizistisch mit diesen konkurriert. Zur Lösung dieses Konfliktes wird daher empfohlen, den gesetzlichen Programmauftrag des ORF auf die Bereitstellung meritorischer Mediengüter zu limitieren oder das mit den privaten Anbietern konkurrierende kommerzielle Angebot nicht gebührenfinanziert, sondern im Rahmen einer privatwirtschaftlich-finanzierten Tochtergesellschaft des ORF bereitzustellen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
ORF Facebook Social Media Soziale Netzwerke Web 2.0 öffentlich-rechtlicher öffentlicher Rundfunk Fernsehen
Autor*innen
Florian Hirzinger
Haupttitel (Deutsch)
Facebook-Verbot für den ORF?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Politikfeldanalyse aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
120 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Steininger
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.34 Rundfunk allgemein ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.36 Fernsehen
AC Nummer
AC12203866
Utheses ID
32172
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1