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ALICE auf Wanderschaft
der "Märchensommer": einem Format auf der Spur
Brigitte Födinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Hilde Haider-Pregler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.36336
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29365.75268.161163-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im nordöstlichen Weinviertel, rund eine Autostunde von der Wiener Stadtgrenze entfernt, findet alljährlich das Sommertheaterfestival „Märchensommer“ in Schloss Poysbrunn, im gleichnamigen Ort, statt. Gespielt werden eigens dafür geschriebene Märchen, die sich an die ganze Familie wenden. Die vorliegende Arbeit untersucht primär das spezielle Spieleformat „interaktives Wandermärchentheater“, welches von Nina Blum für den „Märchensommer“ entwickelt wurde. Eine detaillierte Betrachtung des Märchens als Erzählgattung dient als Basis für die Analyse der Texte des „Märchensommers“, die sich trotz der Verwendung entsprechender Wesenszüge, wie zum Beispiel der für Volksmärchen typischen Zahl „Drei“, weder dem Kunst- noch dem Volksmärchen eindeutig zuordnen lassen. Die Idee des „Wandertheaters“, welche insbesondere für Kinder einen hohen Erlebnisfaktor bietet, geht zurück auf das Polydrama Alma – A Show Biz ans Ende. In freier Assoziation wird nach Bezügen und Spielformen geforscht, die vergleichbare Aspekte wie „Wandern“ und/oder „Interaktion“ in ihrer Spielweise tragen. Die Analyse zeigt auf, dass das Format des „Märchensommers“ sehr eigenständig ist. Die spezielle Raumsituation des Schlosses hat dabei einen wesentlichen Einfluss auf die Geschehensabläufe. Besondere Bedeutung wird dem Begriff „Simultanität“ in Abgrenzung zur „Parallelität“ beigemessen. „Gleichzeitigkeit“ als Stilmittel ist für die künstlerische Praxis des „Märchensommers“ wesentlich: Nach erfolgter Gruppenteilung des Publikums werden simultan drei Parallelszenarien gespielt, die völlig unabhängig voneinander einer übergeordneten Idee folgen. Die Sommerproduktion des Jahres 2014, Alice im Wunderland – Neu erträumt, in der Bearbeitung der Autorin Michaela Riedl-Schlosser, wird als Beispiel für eine kindgerechte Inszenierung herangezogen und mit Lewis Carrolls Original-Literaturvorlage Alice im Wunderland verglichen. Riedl-Schlossers Fassung ist keine lose Aneinanderreihung von Szenen wie Carrolls, sondern diese gibt mit Hilfe einer frei erfundenen zusätzlichen Figur ein Thema vor, das sich wie ein roter Faden durch das Stück zieht. Die Beteiligung des Publikums als belebender Faktor wird ebenso beschrieben wie der Einsatz darstellender Kinder in kleinen Nebenrollen, welche viel Identifikationspotential für das junge Publikum bieten. Sie sind wichtige „Partner“ des „Märchensommer“-Ensembles. Mit dieser Arbeit soll die eigenständige und genuine Form des Familientheaters „Märchensommer“, welches sich seit nunmehr zehn Jahren in der niederösterreichischen Kulturlandschaft behauptet, näher beleuchtet werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Theatre for children and adults interaction simultaneity fairy tales Alice in Wonderland Bruno Bettelheim
Schlagwörter
(Deutsch)
Kindertheater Familientheater Animationstheater Stationentheater Mitspieltheater Interaktion Simultanität Märchen Alice im Wunderland Bruno Bettelheim
Autor*innen
Brigitte Födinger
Haupttitel (Deutsch)
ALICE auf Wanderschaft
Hauptuntertitel (Deutsch)
der "Märchensommer": einem Format auf der Spur
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
141 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hilde Haider-Pregler
Klassifikation
24 Theater > 24.99 Theater, Film, Musik: Sonstiges
AC Nummer
AC12243401
Utheses ID
32209
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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