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Archive in Bewegung
Spuren des Archivs in der zeitgenössischen choreografischen Praxis
Martina Rösler
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Annette Storr
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.36615
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29325.66899.788669-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Arbeit geht es um eine Untersuchung von künstlerischen Strategien und Arbeitsweisen im Umgang mit der Thematik des Archivs im Kontext der zeitgenössischen choreografischen Praxis. Einführend wird der Begriff des Archivs aus philosophischer und kulturwissenschaftlicher Sicht unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte Geschichts- schreibung, Kanonisierung und Veränderlichkeit von Wissen beleuchtet. Des Weiteren werden die Ordnung und Materialität, sowie die Lücken und Leerstellen von Archiven behandelt. Im zweiten Teil der Arbeit geht es um das Spannungsverhältnis Tanz und Archiv und die heterogenen Medien der Archivierung. Besondere Bedeutung kommt hier dem komplexen Transformationsprozess vom einstmals lebendigen, nicht mehr verfügbaren Original, über die dokumentierte Erinnerung, bis hin zu der Wiederbelebung des historischen Gegenstandes durch eine Rekonstruktion beziehungsweise Neuinterpretation zu. Die Arbeit betont das Verständnis von Tanzarchiven als forschungspraktische Institutionen, als Möglichkeitsräume, die nicht bloß konservieren, sondern in Bewegung sind. In einem Exkurs wird die Wahrnehmung und Bedeutungserzeugung von Bewegung sowie der Gedächtnis-Begriff im Kontext seiner kulturellen und theatralen Verortung umrissen. Das letzte Kapitel gibt schlussendlich einen Überblick über unterschiedliche Formen der Geschichtswahrnehmung, -aneignung und -interpretation in der choreografischen Praxis. Folgende Beispiele werden dazu exemplarisch analysiert: Jetzt bist du dran von Georg Blaschke, (ohne Titel) (2000) von Tino Seghal, Anarchiv#1: I am not a Zombie von deufert&plischke, Jeroen Peeters und Marcus Steinweg, und Delicate Instruments Handled With Care von Alexandra Pirici. Die Arbeit zeigt das Potenzial einer künstlerischen Annäherung und Darstellung von Bewegungsgeschichte(n) im Gegensatz zu einem rein wissenschaftlichen, theoretischen Geschichtsdiskurs. Sie verfolgt die These, dass die Verkörperung, physische Aneignung des Vergangenen einen anderen, neuen Zugang zu Geschichte(n) schaffen kann.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Archiv Tanz Choreografie
Autor*innen
Martina Rösler
Haupttitel (Deutsch)
Archive in Bewegung
Hauptuntertitel (Deutsch)
Spuren des Archivs in der zeitgenössischen choreografischen Praxis
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
110 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Annette Storr
Klassifikation
24 Theater > 24.15 Tanzkunst, Bewegungskunst
AC Nummer
AC12243376
Utheses ID
32457
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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