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Der Wahnsinn im Film "Melancholia" Ästhetisierung eines Symptoms
Katharina Schöller
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Annette Storr
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.36712
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30310.81752.456662-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Film Melancholia von Lars von Trier aus dem Jahr 2011 zeigt wie die Hauptfigur Justine in eine schwere Depression verfällt. In dieser Arbeit wird die Verflechtung der beiden Themenkreise Melancholie und Wahnsinn mit dem Inhalt und dem Aufbau des Films aufgezeigt. Zu Beginn wird eine Übersicht zu den Themenkreisen Wahnsinn und Melancholie gegeben um die wichtigsten Wissensgrundlagen zu den beiden Phänomenen bereitzustellen. Der Hauptteil der Arbeit widmet sich der Filmanalyse und beschriebt wie die erwähnte Thematik vom Regisseur aufgegriffen und verarbeitet wird. Die Darstellung des inneren Zustands der Protagonistin geschieht durch die Verwendung unterschiedlichster Symbole, die im Laufe der Kulturgeschichte mit der Melancholie in Zusammenhang gebracht worden sind. Lars von Trier schöpft dabei vor allem aus der Symbolik und der Bildsprache der Zeit der Antike und der Renaissance. Er geht dabei nicht nur auf die gegenständliche Kunst ein, sondern auch auf Literatur und mythologische Motive. Diese werden vom Regisseur durch das Medium Film wiederaufbereitet und in den Kontext der Gegenwart gestellt. In der Analyse des Films wird neben der Symbolik vor allem auf die typisch filmischen Gestaltungsmöglichkeiten eingegangen, im Speziellen auf die Montage sowie die Streckung oder Dehnung der Filmzeit. Durch die Schnittsetzung wird vermittelt, dass das subjektiv erfahrene Zeitempfinden Justines (und des Zusehers/der Zuseherin) in starkem Kontrast zur objektiven Zeit steht. In Melancholia treffen zwei unterschiedliche ästhetische Filmwelten aufeinander, die ineinander verwoben sind. Diese stellen sich im Verlauf des Films abwechselnd in den Vordergrund der Diegese, bis sich schließlich eine durchsetzt, mit deren Vernichtung der Film endet. Am Ende meiner Arbeit wird mit Überlegungen zu Foucault Text Wahnsinn, das abwesende Werk der Film Melancholia als Medium zur Artikulation von Innenwelten festgelegt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Film Melancholia
Autor*innen
Katharina Schöller
Haupttitel (Deutsch)
Der Wahnsinn im Film "Melancholia" Ästhetisierung eines Symptoms
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
58 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Annette Storr
Klassifikation
24 Theater > 24.30 Film: Allgemeines
AC Nummer
AC12619433
Utheses ID
32542
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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