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Gleiches Recht für alle!? Lateinamerikanische Verfassungsreformen und ihre Umsetzung in Bezug auf Landrecht am Beispiel konkreter Rechtskonflikte in Bolivien und Brasilien
Elisa Deutschmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Ulrich Brand
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.36804
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29436.21273.651869-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In den 80er/90er Jahren wurden mittels Verfassungsreformen indigene Rechte in Lateinamerika konstitutionell verankert – es mangelte jedoch an deren Umsetzung. Der Nuevo Constitucionalismo – eine konstitutionelle Reformbewegung in den 90er/00er Jahren – machte es sich zur Aufgabe, umfassende indigene Rechte zu implementieren. Die daraus entstandenen reformierten Verfassungen galten als fortschrittlich in Bezug auf indigene Rechte. Doch auch diese wurden in konkreten Konflikten nicht angewandt. Besonders im Landrecht zeigte sich, dass indigene Gruppen weiterhin vom Staat fremdbestimmt waren und Rechtskonflikte um Land meist verloren. In der vorliegenden Arbeit wird daher untersucht, wieso es trotz unterschiedlicher rechtlicher Voraussetzungen zum gleichen Konfliktoutput kommt. Dies wird anhand der beiden Staaten Brasilien, als 80er/90er Jahre Reformland, und Bolivien, als Nuevo Constitucionalismo Land, untersucht. Nach einer Darstellung der Reformprozesse, deren indigenen Beteiligung und Ergebnissen, werden die Rechtskonflikte rund um das Belo Monte Staudammprojekt in Brasilien und das Straßenbauprojekt im TIPNIS Nationalpark in Bolivien zur Veranschaulichung der rechtlichen Umsetzung von indigenem Landrecht herangezogen und einem qualitativen Vergleich unterzogen.
Abstract
(Englisch)
In the 80s and 90s a wave of constitutional reforms took place in Latin America that implemented indigenous rights, which were not acted out. Nuevo Constitucionalismo – a constitutional reform movement that took place in der 90s/00s – aimed to fully recognize indigenous rights. The constitutions resulting were considered to be highly advanced referring to indigenous rights. Still, indigenous people remained other-directed by the state and could not claim their rights, especially in legal conflicts about land. This paper aims to find out, why in spite of different legal situations in Latin American countries the output of legal conflicts remains the same. I will therefore display the legal situation in Brazil, having a 80s constitution, and Bolivia, being considered a Nuevo Constitucionalismo country. One legal land conflict in each country will illustrate the acting out of indigenous land rights in Brazil and Bolivia. The example cases of Brazils Belo Monte Dam and the planned highway in Bolivia’s protected area TIPNIS, will then be compared in order to analyze the conflicts and its outputs.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Verfassungsreformen Lateinamerika Nuevo Constitucionalismo Brasilien Bolivien Rechtskonflikte Landrecht Indigene Rechte
Autor*innen
Elisa Deutschmann
Haupttitel (Deutsch)
Gleiches Recht für alle!? Lateinamerikanische Verfassungsreformen und ihre Umsetzung in Bezug auf Landrecht am Beispiel konkreter Rechtskonflikte in Bolivien und Brasilien
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
99 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Brand
Klassifikation
89 Politologie > 89.99 Politologie: Sonstiges
AC Nummer
AC12621871
Utheses ID
32620
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
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