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Die türkische Energieversorgungssicherheit
die Türkei als Energietransitland zwischen Europa und dem Kaspischen Becken bzw. ZentralasienVerf. Mustafa Özalp
Mustafa Özalp
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Internationale Entwicklung)
Betreuer*in
Fritz Weber
DOI
10.25365/thesis.36824
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29242.65026.698254-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Begriffsdefinition der Energieversorgungssicherheit bedeutet in seiner einfachsten Form formuliert; „kontinuierliche Verfügbarkeit der Energie für den Alltag der Menschen.“ Durch die technologische Entwicklung und zunehmende Globalisierung steigt die Bedeutung der „ENERGIE“.
Das Wichtigste dabei ist, wie die Energie die wirtschaftspolitische und sozioökonomische Entwicklung nachhaltig gestaltet und zu günstigen Preisen über sichere und nicht monopolisierte Pipelinerouten angeboten werden kann. Um die Sicherheit der Energieversorgung zu gewährleisten spielen die Diversifizierung der Energierouten und Energiebezugsquellen eine enorm wichtige Rolle. Durch die Diversifizierung der Routen und Bezugsquellen zwischen den Staaten können mögliche Spannungen, Krisen und Konflikte verhindert werden. Deswegen sollten meiner Meinung nach, sowohl die Türkei als auch Europa versuchen sich von der Abhängigkeit vom russischen Gas zu verringern. So kann es vor allem im Winter zwischen Russland und Europa, diesbezüglich nicht mehr zu Komplikationen kommen.
In diesem Projekt wird die Rolle der Türkei seit dem Zerfall der Sowjetunion bis zum Jahre 2013 über die Kaspischen Becken und Zentralasien im Rahmen der energiepolitischen Beziehungen analysiert. In weiterer Folge werden mögliche Vorschläge erstellt, wie die türkischen Energieversorgung durch die türkischen geostrategischen und geopolitischen Lage (bzw. die Türkei als Energietransitland) zwischen Europa und dem Kaspischen Becken gewährleistet werden kann.
Die Türkei deckt ihren Energiebedarf mit 89,3 % von fossiler Energie. Die Türkei deckt 71,5 % des gesamten Energiebedarfes durch den Import. Die Türkei hat jedoch, wie Europa, eine Energieabhängigkeit vom Russland mit 58 % Erdgas und mit 8 % Erdöl (TPAO, 2014 Mai S.27-27). In diesem Zusammenhang ist die Diversifizierung der Energierouten und Bezugsquellen für die türkische Energieversorgungssicherheit sehr wichtig. Im Jahre 2011 verbrauchte die Türkei 44,2 Milliarden m3 Erdgas, davon 43,9 Milliarden m3 durch den Import gedeckt. Im Jahre 2010 wurde in der Türkei 793 Millionen m3 Erdgas produziert und die Produktion betrug pro Tag ca. 2 Millionen m3 aber die Erdgas-Produktion beträgt nur 2 % des gesamten Erdgasbedarfs.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion verstärkte die Türkei ihre wirtschaftspolitischen Beziehungen mit der Kaspischen Region und den zentral-asiatischen Ländern, weil die Türkei mit diesen Staaten und dieser Region auch andere große Ähnlichkeiten vorweist, wie im Rahmen der Religion, Kultur, Ethnizität und Sprache.
Wie wir wissen, verfügt Zentralasien und das Kaspische Becken über zahlreiche Erdöl und Erdgasreserven. In diesem Dissertationsprojekt wird versucht die türkische Außenpolitik nach dem Zerfall der Sowjetunion im Rahmen der Energieressourcen des Kaspischen Beckens und Zentralasiens zu analysieren, welche der Türkei Chancen und Gelegenheit im Rahmen der Energieressourcen Verteilung und Versorgung verpasst hat. In diesem Projekt wird die Hauptfrage beantwortet, ob die Türkei sowohl allein als auch mit Unterstützung anderer Großmächte eine Möglichkeit zur Energieversorgungssicherheit finden bzw. bilden kann.
Die Türkei liegt inmitten der dreier Regionen - Kaspische Region, Mittlerer Osten und Naher Osten – welche über zahlreiche Erdöl- und Erdgasquellen verfügen. Wie uns bekannt ist, sind diese Regionen auch die wichtigsten Energieexportregionen der Welt. Die Türkei befindet sich mit ihren Häfen und drei Meeren zwischen diesen beiden Gegensätzen. Aus dieser geografischen Lage wird die Türkei zwischen dem Osten und dem Westen als eine „Goldene Brücke“ gesehen.
Das Hauptziel dieses Projektes ist: wie die türkische Energieversorgungssicherheit durch die alternativen Pipelinerouten und Energiebezugsquellen, im Verlauf der mehrdimensionalen Energie, außenpolitisch gewährleistet werden können. Des Weiteren wird dieses Projekt auf die Rivalitäten zwischen Russland und der Türkei über die Zentralasiatischen Länder konzentrieren. Es werden mögliche Lösungen und Strategien für eine gemeinsame Arbeit zwischen der Türkei, Russland und der EU untersucht, damit der ungeklärte rechtliche Status des Kaspischen Beckens gelöst werden und Turkmenistans und Kasachstans Energiereserven im Kaspischen Becken über die Türkei nach Europa exportiert werden können.
Abstract
(Englisch)
A basic definition for the security of energy supply is the following: A continuous access of energy for human beings on a daily basis. The importance of energy increases with technological development and the growing significance of globalisation.
The most important issue is how energy shapes and sustains the political-economic and socioeconomic development and how it can be offered at cheaper prices via secure and non- monopolized pipeline routes. The diversification of energy routes and the sources of energy purchase play an important role in order to ensure the security of energy support. Through the diversification of the routes and the sources of energy purchase between states possible tensions, crises and conflicts can be prevented. Therefore, to my mind, Turkey as well as Europe should try to reduce their dependence on Russian gas. Then no complications will arise between Russia and Europe, especially during the winter.
In this project Turkey’s role in energy-political relationships is analysed from the demise of the former Soviet Union as far as the year 2013 and from the Caspian basins to Central Asia. Possible suggestions are given on how Turkish energy supply can be guaranteed on the basis of Turkey’s geostrategic and geopolitical position (or rather Turkey as the transit country for energy) between Europe and the Caspian basin.
Turkey covers its energy requirement with 89% fossil energy. Turkey covers 71 % of its energy requirement by import. However, Turkey just like Europe depends on Russia (58 % natural gas and 8 % oil) (TPAO, 2014 Mai S.27-27). In this context the diversification of energy routes and purchase sources are very important for the security of Turkish energy supply. In 2011 Turkey consumed 44.2 billion m3 natural gas, 43.9 billion m3 of it was covered by import.
In 2010 Turkey produced 793 million m3 of natural gas and the total daily production was about 2 million m3, but the natural gas production only covered 2 % of the country’s total energy requirement.
After the demise of the former Soviet Union Turkey increased its political-economic relationships with the Caspian region and the Central Asian countries, because Turkey is similar to these states and this region, regarding religion, culture, ethnicity and language.
As we know Central Asia and the Caspian basin have a lot of natural gas and oil resources.
In this thesis I will try to analyse Turkey’s foreign policy after the demise of the former Soviet Union, focussing on the energy resources of the Caspian basin and Central Asia, which gave Turkey possibilities and opportunities regarding distribution and supply of energy resources. In this project the main question is if Turkey on its own or with the support of other super powers will be able to find or form a security of energy supply. Turkey is situated within the following regions: the Caspian region and the Middle East, which have huge oil and natural gas resources. These regions are also the most important ones in the world for exporting energy. Turkey with its harbours and three oceans finds itself situated within these contrasts. Due to its geographical position Turkey is seen as the ‘golden bridge’ between east and west.
The main goal of this project is the following: how the security of Turkish multi-dimensional energy supply can be maintained via alternative pipeline routes and energy requirement sources. Additionally, this project will concentrate on the rivalry between Turkey and Russia, and the Central Asian countries. Possible solutions and strategies for teamwork between Turkey-Russia and the European Union will be examined in order to resolve the unsolved legal status of the Caspian basin so that Turkmenistan’s and Kazakhstan’s energy resources in the Caspian basin can be exported via Turkey to Europe.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Energy Transit Country Turkey Turkey-EU Energy Security Ukraine crisis TANAP pipeline Politics Russia Central Asia and Caucasus
Schlagwörter
(Deutsch)
Die Türkei als Energietransitland Türkei-EU Energiesicherheit Ukraine Krise TANAP Pipeline Politik Russland Zentralasien und Kaukasus
Autor*innen
Mustafa Özalp
Haupttitel (Deutsch)
Die türkische Energieversorgungssicherheit
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Türkei als Energietransitland zwischen Europa und dem Kaspischen Becken bzw. ZentralasienVerf. Mustafa Özalp
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
238 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Johann Wimmer ,
Alejandro Cunat
AC Nummer
AC12257940
Utheses ID
32635
Studienkennzahl
UA | 792 | 278 | |
