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Movement and music - it is not a dance, but capoeira
a motion capture analysis of capoeira's "ginga"
Christopher Steffen Dick
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Musikwissenschaft
Betreuer*in
Regine Allgayer-Kaufmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.36880
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29413.68340.632962-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Phänomen Capoeira ist eine Kunst, die die Grenzen zwischen solchen Genres wie Tanz, Kampf und musikalischer Performanz verschwimmen lässt. Von den Ausübenden oft als Tanzkampf oder Kampftanz bezeichnet, beinhaltet die Kunst eine Vielzahl verschiedener Arten zeitliche Strukturen zu verkörpern. Obwohl der Dialog zwischen zwei Körpern vordergründig auf dem ständigen Wechsel von actio und reactio der klassischen Kampfkünste basiert, ist die tänzerische Komponente doch vorherrschend; dies nicht zuletzt, da Bewegung in Capoeira immer von Musik begleitet sein sollte. Das Zusammenspiel von Musik und Bewegung ist besonders in einer Art von Grundschritt zu erkennen: der ginga. Es ist die wiegende und schwankende Bewegungsstruktur in der sich die Ausübenden nach schnellen Folgen von Schlägen und Ausweichmanövern wieder in Übereinstimmung mit der Musik finden. Wie die Synchronisierung dieser Bewegungen zu einem externen Klangstimulus ablaufen, ist jedoch nocht nicht vollständig geklärt. Capoeira zu lernen beinhalten nämlich nicht konkrete Anweisungen dazu, sich auf bestimmte Art und Weise zur Musik zu bewegen, sondern überlasst es den Personen selbst, sich diesbezüglich deren Umwelt anzupassen und es von anderen zu übernehmen. Synchronisation, oder das folgerichtige Einstellen auf einen gegeben beat, wird heutzutage mehr und mehr untersucht; durch neue Technologien ist es zudem nun möglich Bewegung bis in den Millimeterbereich zu analysieren. Diese Studie bedient sich eines Motion Capture-Systems mit dem capoeiristas (die Ausübenden von Capoeira) bei der ginga aufgenommen werden. Es erfasst retroreflektive Marker die direkt am Körper der Teilnehmenden angebracht sind und damit die Bahnkurven einzelner Körperteile repräsentieren. Dies ermöglicht die Analyse einzelner Aspekte der Bewegung, wie etwa Geschwindigkeit, Entfernungen, Winkel und dergleichen, was im Bezug zu einem Beat analysiert werden kann, der im Vorhinein aus drei verschiedenen musikalischen Stimuli entnommen wurde. Durch die Erkenntnisse dieser Arbeit kann eine Theorie bezüglich der Verkörperung eines beats in capoeira aufgestellt werden, die die Idee von polymetrischer Überschneidung der verschiedenen Tempi von Musik und Bewegung der capoeiristas miteinbezieht. Es werden die Möglichkeiten untersucht die neue Technologien im Bezug auf die Analyse von menschlicher Bewegung und Tanz leisten können. Man kann sehen, dass man selbst mit wenig technischem Wissen eine Vielzahl von Methoden zur Verfügung stehen hat, die zum fundierten Studium der Beziehung von Musik und Bewegung beitragen können.
Abstract
(Englisch)
The cultural phenomenon of capoeira is an art that blurs the borders of such genres as dance, fight, and musical performance. By its practitioners described as a dance-fight or fight-dance, the art incorporates various modes of embodiment of temporal structures. Although the dialogue between two bodies seems to be based on the action/reaction flow of martial arts, the dance-like attitude of the movements is prevalent, not least since movement in capoeira is always supposed to be accompanied by music. The interaction of music and movement is considerably noticeable in the form of a basic step: the ginga. It is the swaying movement where the practitioners get in concordance with the music after rapid sequences of kicks and evasive maneuvers. How the synchronization of these movements to the external sound stimulus take effect, however, is quite uncertain. Learning capoeira does not comprise instructions of how to move music in a certain manner, but leaves you open for adapting it from other people around you. The phenomenon of synchronization, or a consequent style of locking onto a beat, starts to be investigated nowadays with new technologies, allowing to analyze motion even in the range of a millimeter. For this study, a Motion Capture system is used, recording capoeiristas (capoeira practitioners) doing the ginga. By capturing retro-reflective markers applied directly onto the body of the participants, the trajectories for the main body parts are reconstructed in such that any movement quality, for example, distance, acceleration, angles or else can be analyzed in relation to a beat that was previously extracted from three different musical stimuli. The findings of these study provide a theory about the intricate way of the embodiment of a beat in capoeira suggesting the idea of polymetrical overlapping of both, the tempo of the music, and the individual movement speed of the capoeirista. The work strives to explore the possibilities of new technologies for the analysis of human motion and dance. It shows that even with a small amount of technical knowledge, a notable number of different approaches allow the indepth study of music and movement relationship.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
capoeira Brazil motion capture MoCap dance synchronization entrainment movement analysis ginga choreomusicology ethnochoreology choreology dance science
Schlagwörter
(Deutsch)
Capoeira Brasilien Motion Capture MoCap Tanz Synchronisation entrainment Bewegungsanalyse ginga Choreomusikologie Ethnochoreologie Choreologie Tanzwissenschaft
Autor*innen
Christopher Steffen Dick
Haupttitel (Englisch)
Movement and music - it is not a dance, but capoeira
Hauptuntertitel (Englisch)
a motion capture analysis of capoeira's "ginga"
Paralleltitel (Deutsch)
Bewegung und Musik - es ist kein Tanz, sondern Capoeira
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
144 S. : Ill., graph. Darst., Notenbeisp.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Regine Allgayer-Kaufmann
Klassifikationen
24 Theater > 24.15 Tanzkunst, Bewegungskunst ,
24 Theater > 24.40 Musik: Allgemeines ,
24 Theater > 24.49 Systematische Musikwissenschaft: Sonstiges ,
24 Theater > 24.98 Musik: Sonstiges ,
24 Theater > 24.99 Theater, Film, Musik: Sonstiges ,
76 Sport > 76.18 Kraftsport, Kampfsport ,
76 Sport > 76.19 Sportarten: Sonstiges
AC Nummer
AC12250802
Utheses ID
32688
Studienkennzahl
UA | 066 | 836 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1