Detailansicht

Ecce Animal
zur Wissenschaftspopularisierung im k.k. Naturhistorischen Hofmuseum und Naturhistorischen Museum Wien am Beispiel von Museumsführern, 1889 - 1928
Nikola Supukovic
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Englisch
Betreuer*in
Mitchell Ash
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.36941
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29400.80720.851353-8
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Arbeit wird die Wissenschaftspopularisierung als ein Aspekt, der in der Historiographie über das k. k. Naturhistorische Hofmuseum bzw. Naturhistorische Museum in Wien wenig bis kaum berücksichtigt wurde, diskutiert. Der Autor versucht mittels historischer Quellenforschung an Museumsführern und anderen Quellen, sowie Methoden der Kulturwissenschaften einerseits die Veränderungen der Darstellung von Tieren in den Schausammlungen der späten Habsburgermonarchie und Ersten Republik nachzuverfolgen und andererseits die wissenschaftlichen und politischen Kontexte zu beleuchten, auf welche diese Tiere als Zeichen referierten. In diesem Sinne wird das Wiener Naturhistorische Museum vor allem als Repräsentationsfläche der Monarchie und der Wissenschaften und als Ort, in dem die Spannungsverhältnisse zwischen Natur und Kultur, sowie wissenschaftlicher Rigorosität und populärer Aufbereitung beispielhaft deutlich werden, verstanden und analysiert. Neue Darstellungsformen, die gleichzeitig neue wissenschaftliche Konzeptionen innerhalb der Biologie waren, ermöglichten der Ausstellungsgestaltung, Tiere nicht nur steril und taxonomisch zu systematisieren, sondern auch geographisch, „in ihrer Lebenswelt“, und letztlich politisch zu verorten und für politische Zwecke nutzbar zu machen. Die Taxonomie blieb nichtdestotrotz die wegweisende Konzeption der Ausstellung, die durch diese neuen Elemente eher ergänzt statt verdrängt wurde. Die Repräsentation von Tieren veränderte sich dabei nur mäßig, sodass viele Kontinuitäten beobachtbar sind und „monarchische“ Tiere in die Erste Republik mitgenommen wurden, aber als Zeichen neu besetzt werden mussten, um dem neuen politischen Umfeld zu entsprechen. Sowohl in der Monarchie, als auch in der Ersten Republik erfüllten die ausgestellten Tiere dabei verschiedene Aufgaben und erfüllten diverse Bedürfnisse, die von der wissenschaftlichen Naturalisierung politischer Grenzen bis zur Identitätsstiftung von BetrachterInnen reichten.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Natural History Museum Vienna Imperial Natural History Museum cultural semiotics history museum guides animals Human-Animal-studies cultural studies
Schlagwörter
(Deutsch)
Naturhistorisches Museum Wien k. k. Naturhistorisches Hofmuseum Kultursemiotik Geschichtswissenschaften Museumsführer Tiere Human-Animal-Studies Kulturwissenschaften
Autor*innen
Nikola Supukovic
Haupttitel (Deutsch)
Ecce Animal
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Wissenschaftspopularisierung im k.k. Naturhistorischen Hofmuseum und Naturhistorischen Museum Wien am Beispiel von Museumsführern, 1889 - 1928
Paralleltitel (Englisch)
Ecce Animal ; popularisation of science in the Imperial Natural History Museum and Natural History Museum Vienna using the example of museum guides, 1889 - 1928
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
115 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Mitchell Ash
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.01 Historiographie ,
15 Geschichte > 15.99 Geschichte: Sonstiges
AC Nummer
AC12247628
Utheses ID
32747
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 344 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1