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Anstrengungsvermeidendes Verhalten von Sportstudierenden in Österreich
ein Vergleich zwischen Leistungs- und Breitensportlern unter Berücksichtigung ihrer Persönlichkeitseigenschaften und Zukunftspläne
Fritz Thausing
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Brigitte Rollett
DOI
10.25365/thesis.36956
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29897.03377.872053-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Eine der größten Herausforderungen im Leben eines Jugendlichen stellt die Phase der Berufswahl dar. Entscheidet sich dieser nicht für einen Lehrberuf, sondern absolviert eine höhere Schule und strebt danach ein Studium an, so steht ihm eine Fülle an Möglichkeiten frei, seine persönli-chen Interessen durch ein Studium zu vertiefen und diese in einen späteren Beruf zu integrieren.
Die vorliegende Studie beschäftigt sich hierbei mit dem Sportstudium. Auch dieses kann aufgrund unterschiedlicher Motive gewählt werden und umfasst sowohl eine theoretisch-wissenschaftliche Ausbildung, als auch eine praktische, in der man eine Vielzahl unterschiedlicher Sportarten zu erlernen hat. Auf den genauen Studienaufbau wird in Kapitel 2 dieser Arbeit eingegangen.
Im Alltag werden das Sportstudium bzw. die Studierenden oft unter-schätzt, obwohl beispielsweise die sich daraus ergebenden Berufsmög-lichkeiten (siehe dazu Kapitel 2.4) zweifelsfrei von großem öffentlichem Interesse sind. So ist der positive Einfluss von Sport auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unumstritten (vgl. Brehm et al, 2006) und von höchster praktischer Relevanz. Ob im Lehrberuf, in der Sportwissen-schaft oder auch im Breiten- und Leistungssport (Definitionen dazu siehe Kapitel 6.1): Gesundheit und Sport stellen einen wichtigen Wirtschafts-faktor dar, helfen, Kostensenkungen für die Krankenkassen zu erwirken und tragen wesentlich zu Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit eines jeden einzelnen Mitglieds unserer Gesellschaft dar.
Dennoch werden Sportstudierende im Vergleich zu jenen aus anderen Studienrichtungen oft unterbewertet, und das Sportstudium im Allgemei-nen oft nicht wirklich als wissenschaftlich angesehen. Vielleicht auch aufgrund der Tatsache, dass Sport von den meisten Menschen als Hobby bzw. Freizeitaktivität gesehen wird, und es für Viele schwer vorstellbar ist, dass das Erlenen von verschiedenen Sportarten Teil einer wissenschaft-lichen Ausbildung sein soll. Dieser Teil der Ausbildung im Sportstudium, in Folge „praktisches Sportstudium“ genannt ist auch ein bisher nahezu unerforschtes Gebiet in der Psychologie.
Die Anstrengungsvermeidung (Rollett, 1997) dagegen ist ein, vor allem im Feld der Berufswahl, bislang gut erforschtes Konstrukt, weshalb zunächst auf ihre theoretischen Hintergründe und den aktuellen Forschungsstand der Anstrengungsvermeidung in Verbindung mit Persönlichkeitseigenschaften (vgl. Borkenau & Ostendorf 2008, oder Larsen & Augustine 2008), mit Sport (vgl. Carson & Polman 2009) und geschlechtsspezifischen Unterschieden (vgl. Sirsch & Jirasko, 1996) eingegangen wird, um danach die sich in Bezug auf Sportstudierende ergebenen Forschungslücken zu füllen.
Aus Gesprächen mit Sportstudierenden kristallisierte sich heraus, dass es im Sportstudium zwei grundsätzlich unterschiedliche Arten von Studierenden geben dürfte: Jene Studierende, die generell sportbegeis-tert sind, und ihr Hobby zum Beruf machen möchten, in welcher Art auch immer, und die Hauptenergie ihres Alltags in das Sportstudium investie-ren und Solche, die in erster Linie Leistungssportler sind. Diese setzen ihre Prioritäten nicht auf das Studium, sondern auf die Anforderungen in ihrem Wettkampfsport. Näheres dazu findet sich in Kapitel 9.1.
Ziel dieser Arbeit ist, durch einen neu entwickelten Anstrengungsvermei-dungstest für Sportstudierende herauszufinden, wie sich Breiten- und Leistungssportler in ihrem anstrengungsvermeidenden Verhalten im praktischen Sportstudium voneinander unterscheiden und ob es Unterschiede hinsichtlich der Art ihrer ausgeübten Sportarten in Bezug auf die Anstrengungsvermeidung gibt. Ebenso sollen Unterschiede in der Art bzw. dem Ausmaß von anstrengungsvermeidendem Verhalten zwischen Sportstudierenden herausgearbeitet werden hinsichtlich ihrer Persönlichkeitseigenschaften, dem Geschlecht und ihren Zukunftsplä-nen.
Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen helfen, Möglichkeiten zu finden, die Qualität des praktischen Sportstudiums und damit vielleicht auch seine Außenwirkung zu verbessern.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Sportstudierende Anstrengungsvermeidung
Autor*innen
Fritz Thausing
Haupttitel (Deutsch)
Anstrengungsvermeidendes Verhalten von Sportstudierenden in Österreich
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Vergleich zwischen Leistungs- und Breitensportlern unter Berücksichtigung ihrer Persönlichkeitseigenschaften und Zukunftspläne
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
117 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Rollett
Klassifikationen
76 Sport > 76.10 Sport, Sportwissenschaft: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.59 Entwicklungspsychologie: Sonstiges
AC Nummer
AC12272156
Utheses ID
32758
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
