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Zukunftsbilder von Studentinnen mit geschlechtstypischer und geschlechtsuntypischer Fächerwahl
Michael Manfred Schick
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Barbara Schober
DOI
10.25365/thesis.36963
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30333.11141.495159-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Horizontale Segregation bezeichnet das fortbestehende Phänomen, das weiten Teilen der
Arbeitswelt in westlichen Gesellschaften einen geschlechtsspezifischen Charakter verleiht.
Mechanismen der Selbstselektion kommen bei der Aufrechterhaltung beruflicher Männerund
Frauendomänen eine wichtige Rolle zu. Angesichts dessen, dass inzwischen mehr Frauen
Abschlüsse in der höheren Bildung erreichen als Männer, stellt deren vergleichsweise niedrige
Beteiligung in den Fächergruppen von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und
Technik (MINT) eine kontroverse und viel diskutierte Thematik dar (Wang & Degol, 2013). Das
Erklärungspotential motivationspsychologischer Variablen wie Interesse oder die Erwartung,
berufliche Aufgaben bewältigen zu können, hat sich für diese Frage als begrenzt erwiesen
(Taskinen, Asseburg, & Walter, 2008), während identitätsbezogene Faktoren verstärkt
Beachtung finden (Eccles, 2009). Eine Analyse möglicher Einflussgrößen auf das
geschlechtstypische Berufswahlverhalten von Frauen hat die Bedeutung bestimmter
Eigenschaften von Berufen sowie des Verhältnisses von Berufs- und Familienleben
hervorgehoben (Ceci, Williams, & Barnett, 2009). In der vorliegenden Studie wurden, im
Anschluss an eine Onlineuntersuchung mit 194 Studentinnen, Interviews mit elf Frauen aus
weiblich dominierten und neun Frauen aus männlich dominierten Studienfächern
durchgeführt. Ziel war es, die berufs- und familienbezogenen Zukunftsvorstellungen (Possible
Selves) entlang der für die geschlechtstypische Berufswahl von Frauen bedeutsamen Faktoren
abzubilden. Die problemzentrierten Interviews wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse
ausgewertet und für Studentinnen männlich und weiblich dominierter Fächer kontrastierend
gegenüber gestellt. Auch wenn für einige Aspekte der Zukunftsbilder unterschiedliche
Tendenzen zu erkennen waren, erwiesen sich die Vorstellungen von Beruf und Familie für
Frauen in männlich dominierten Studienrichtungen nicht als stärker stereotyp männlich. Sie
äußerten ebenso wie Studentinnen in weiblich dominierten Fächern den Wunsch, den Beruf
im persönlichen Lebensentwurf keine allumfassende Bedeutung zukommen zu lassen,
sondern Raum für andere Lebensthemen wie Freunde und Familie zu haben.
Abstract
(Englisch)
Horizontal segregation underlies a process that keeps on differenciating large parts of the
world of work in western societies into male and female stereotyped occupations.
Mechanisms of self-selection play an important role in this ongoing reproduction of genderspecific
occuptional domains. In the light of women meanwhile earning more academic
degrees than men, their compairably low participation in Science, Technology, Engineering and
Mathematics (STEM) forms a widely discussed topic (Wang & Degol, 2013). Psychological
research on motivation offers a set of explantions to vocational choice that appear to have
limited influence on female underrepresentation in STEM (Taskinen, Asseburg, & Walter,
2008), while recently identity based parameters have been taken into account (Eccles, 2009).
A recent analysis of possible determining factors in the gender-specific vocational behavior of
women emphasized the importance of certain qualities of occupations as well as the relation
of professional and family life (Ceci, Williams, & Barnett, 2009). In the present study,
subsequent to an online questionnaire (N = 194, all participants female), interviews with
eleven women in female dominated and nine women in male dominated fields of study were
conducted. The aim was to display the occupational and familial future perspectives (Possible
Selves) along factors relevant to the occupational choices of women. The problem-centred
interviews were interpreted by means of qualitative content analysis and contrasted for
students in female and male dominated fields of study. Even if the results showed diverging
tendencies for some aspects of future perspectives, the expectations of women in male
dominated courses did not appear to be more male-typed in general. They likewise expressed
the desire for limiting the significance of a future job for the anticipated lifestyle in favor of
multiple activities as keeping up friendships and having a family.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
gender-specific occupational choice future perspective Possible Selves
Schlagwörter
(Deutsch)
Geschlechtstypische Berufswahl Zukunftsvorstellungen Possible Selves
Autor*innen
Michael Manfred Schick
Haupttitel (Deutsch)
Zukunftsbilder von Studentinnen mit geschlechtstypischer und geschlechtsuntypischer Fächerwahl
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
115 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schober
Klassifikation
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC12294110
Utheses ID
32765
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
