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"Whack you with a cannoli? Oh, because he left the gun and took the cannoli."
intertextuality and allusions in the dramedy "Gilmore girls"
Christine Karasek
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Englisch UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Birgit Däwes
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.37059
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29850.02033.891266-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Intertextualität auf die Fernsehserie Gilmore Girls. Intertextualität als die Bezüglichkeit von einem oder mehreren Texten auf einen oder mehrere andere Texte wird zumeist entweder als aktiver In-terpretationsprozess aufseiten der Zuseher, Leser und Hörer gesehen, oder aber als von Autoren bewusst eingesetztes Instrument zur Textproduktion. Es wird untersucht, wie In-tertextualität in Form von Anspielungen, neben Selbstreflexivität und Paratextualität, die Darstellung der beiden Hauptcharaktere Lorelai und Rory in der Serie beeinflusst. Das theoretische Gerüst zur Durchführung der Analyse wurde in der Theorie von Michael Montgomery gefunden, der ein simples aber sehr effektives Modell propagiert. Hierbei geht es zunächst darum, eine Anspielung zu erkennen bevor im zweiten Schritt die Recherche zum Originaltext folgt. Im dritten Schritt werden Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen dem Original und dem neuen Text ermittelt. Das Hauptaugenmerk der Analyse liegt auf den ersten drei Staffeln der Dramedy, die als hybrides Genre die beiden bekannten Genres Comedy und Drama verschmelzen lässt. Die Selbstreflexivität in der Serie zeigt sich nicht nur selbstreflexive Referenzen, wenn etwa die Darsteller in der Serie die beiden Hauptcharaktere als „Gilmore girls“ bezeichnen, sondern auch durch das ständige Fernsehen in der Serie selbst. In Bezug auf Pa-ratextualität, also Intertextualität die die Paratexts wie die Episodentitel betrifft, kann festgehalten werden, dass einige der Episoden als Parodien im Sinne von Hutcheons weiter Definition von Parodie definiert werden können. So finden sich einige mehr oder weniger detaillierte Kopien, wie etwa der Tanzmarathon, neben abgeschwächten und für die Fernsehserie weniger dramatisch adaptierten Imitationen wie beispielsweise die Episode „Emily in Wonderland“, bei der die Abenteuer von Alice im Wunderland parodiert werden. Der letzte Teil der Analyse beschäftigt sich mit den formalen Aspekten und Funktionen der Anspielungen in der Serie. Hierfür wurden die folgenden Kategorien entwickelt: Spott, Differenzierung, Adaptierung, Mehrdeutigkeit, Aufhellung der Stimmung, Identifizierung mit mächtigen Frauen, und Initiierung einer Handlung. Die Analyse zeigt dass, obwohl sich die beiden weiblichen Hauptcharaktere in der Serie sehr nahestehen und eine besondere Mutter-Tochter-Beziehung führen, bei der Tochter Rory dennoch der Wunsch besteht, sich von der Mutter abzugrenzen. Dies wird besonders deutlich durch die Anspielungen in der Kategorie Differenzierung, bei der Rory wiederholt Unterschiede zwischen ihren Ambitionen und Interessen und denen ihrer Mutter hervorhebt. Auch die Kategorie Spott verweist auf Unterschiede der beiden Charaktere, denn während Lorelai gelegentlich selbstironische Aussagen tätigt, ist dies bei der Tochter nicht der Fall. Die dritte Kategorie – Adaptierung – präsentiert Anspielungen welche dazu dienen, eine gemeinsame Gesprächsbasis mit dem Dialogpartner zu finden. Während dieser Prozess bei den ihr sympathischen Charakteren, wie etwa Luke, von Lorelai selbst ausgeht, versuchen ihre Eltern von sich aus eine Basis mit ihrer Tochter zu finden, indem sie auf von ihr gemochte Serien und Hollywood anspielen. Dass die beiden weiblichen Hauptprotagonistinnen der Serie nicht nur über ihre Interessen und Wünsche, sondern auch über ihre Abneigungen Bescheid wissen, zeigt die Analyse der Anspielungen in der Kategorie Mehrdeutigkeit. Hierbei versucht Lorelai beispielsweise ihre wahre Einstellung zu Mrs. Kims Erziehungsstil zu verschleiern und eine Anspielung auf die Donna Reed Show verursacht Verwirrung und ist von dem außenstehenden Dean nur schwer als das zu identifizieren, was sie wirklich ist – Ironie. Um die Stimmung in ernsthaften Situationen und Konversationen zu erhellen, greifen die beiden Frauen ebenfalls gerne auf Anspielungen jeglicher Art zurück. Die Funktion dieser Anspielungen ist es, sich gegenseitig ein Timeout zu gönnen, um die Gedanken zu sortieren und danach die Diskussion wiederaufzunehmen. Diese Kategorie erfüllt auch den Zweck, das gängige Vorurteil, wonach Frauen zu emotional seien, auszuräumen, denn die kurzen Pausen in denen die Anspielungen gemacht werden sollen auch als Abkühlphase dienen; dies gelingt jedoch nicht immer. Die Identifizierung mit mächtigen Frauen nimmt einen wichtigen Platz im Leben der beiden Hauptcharaktere ein. Während sich Lorelai jedoch öfter mit allgemein bedeutenden Frauen aus Literatur, Geschichte oder Musik identifiziert, ist bei Rory ein Trend zur Identifikation mit Frauen, die ihren späteren Berufswunsch verkörpern, wie etwa Hillary Clinton oder Auslandskorrespondentin Christiane Amanpour, zu erkennen. Die Anspielungen der letzten Kategorie dienen dazu, den Gesprächspartner zu einer bestimmten Handlung zu bewegen und verweist vor allem auf die Überzeugungskraft, die Lorelai und Rory ihren Anspielungen zuschreiben. Die Untersuchung der Anspielungen auf Martha Stewart und Ed Wood zeigt jedoch, dass ihre Anspielungen unterschiedlich erfolgreich sind.
Abstract
(Englisch)
As an aspect of postmodernism, intertextuality received ample attention in literary studies, music, arts, architecture, and, since television is commonly regarded as the post-modern medium par excellence, also in television studies. Although analyses of intertextuality in television series usually concern the animated series The Simpsons or the drama series Twin Peaks, Gilmore Girls is predestined to be examined from this angle. Besides the series’ fast-paced dialogues and the exceptional mother-daughter relationship between the two main protagonists, the show’s myriad of allusions to pop culture, literature, mu-sic, politics, and current affairs is one of its defining features. The main aim of this paper is to reveal how intertextuality and allusions determine the representation of the protagonists as women in the television series Gilmore Girls. In order to analyze the thematic and symbolic functions of allusions with regard to cultural codes, seven functional categories were established, namely: mockery, differentiation, adaptation, ambiguity, lightening the mood, identification with powerful women, and initiating and action. The allusions in the first functional category primarily serve the purpose of displaying the character’s witty character traits, but a thorough analysis reveals that Lorelai’s self-mockery hides the fact that she is actually disappointed with herself. Both Lorelai and Rory maintain a strong desire to distinguish themselves from other people which becomes especially prevalent when they are confronted with snobs, rich people, and people who do not share the same interests. However, in terms of the respective second functional category, differentiation, the analysis points out that Rory’s desire to distinguish herself from her mother is more distinct than previously assumed. Even though the representation of Rory’s and Lorelai’s mother-daughter relationship is predominantly harmonious in the series, the allusions in this category prove that Rory’s wish to cut the cord exists. In terms of adaptation and cultural codes, the analysis reveals that especially Lorelai is aware of social conventions and willing to resort to for her unknown topics and issues in order to appeal to her interlocutors. From the analysis of the allusions that create ambiguity, it can be concluded that although Lorelai is usually rather outspoken about her opinions and thoughts, she occasionally hides her true intentions. Lightening the mood, the fifth functional category, is a function of allusions that serves to counter common prejudices against women that they were emotional and not capable of reasoned decisions in stress situations. The allusions in this category function as short timeouts to guarantee both Lorelai and Rory some time to recollect their thoughts and decrease the level of emotionality before resuming the discussion. Throughout the whole series, feminists, novelists, musicians as well as pioneers in science and other significant women in history are emphasized as female role models of the protagonists. Allusions to Patti Smith, Eudora Welty, and Jane Austen, just to name a few, are central for Rory’s and Lorelai’s identification processes with them. For the final functional category, allusions were analyzed in terms of their success to initiate an action. The analysis reveals that Lorelai places great trust in her allusions and ascribes them strong convincibility. It is no exaggeration to state that allusions are crucial elements of Gilmore Girls and fulfill a great variety of functions. Most notably, they help to determine the representation of the two female protagonists as multifaceted characters whose interests are wide-spread and frequently expressed through their allusions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
television series dramedy Gilmore Girls intertextuality allusions parody
Schlagwörter
(Deutsch)
Fernsehen Gilmore Girls Intertextualität Anspielungen Parodie
Autor*innen
Christine Karasek
Haupttitel (Englisch)
"Whack you with a cannoli? Oh, because he left the gun and took the cannoli."
Hauptuntertitel (Englisch)
intertextuality and allusions in the dramedy "Gilmore girls"
Paralleltitel (Deutsch)
Eine Analyse der Intertextualität in der Fernsehserie Gilmore Girls unter besonderer Berücksichtigung von Anspielungen
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
93, III S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Birgit Däwes
Klassifikationen
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.03 Englische Sprache und Literatur ,
24 Theater > 24.38 Fernsehen, Hörfunk
AC Nummer
AC12410141
Utheses ID
32845
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1