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Schlussfolgerndes Denken im Zusammenhang mit dem Geschlechterstereotyp bei fortgeschrittenen Studierenden der Psychologie und Naturwissenschaften unter Berücksichtigung einer latenten Genderinformation
Petra Niemandsfreund
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Christiane Spiel
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.37110
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29351.31232.723363-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ziel dieser Untersuchung war, unter Berücksichtigung des Geschlechterstereotyps, die Erhebung schlussfolgernden Denkens bei fortgeschrittenen Studierenden der Studienrichtungen Mathematik, Physik, Chemie (zusammengefasst Naturwissenschaften) und Psychologie im Sinne der Stadientheorie Piagets. Mittels des Syllogismustests SDV (Schlussfolgerndes Denken Verbal) wurde an 205 Psychologiestudierenden (w = 143, m = 62) und 190 Naturwissenschaftsstudierenden (w = 41, m =149) schlussfolgerndes Denken erhoben. Wie vermutet erreichten Studierende der Naturwissenschaften eine höhere SDV-Testleistung als Studierende der Psychologie. Im Allgemeinen wurden keine Unterschiede in der SDV-Testleistung zwischen Männern und Frauen festgestellt. Die Studienleistung, operationalisiert anhand von Noten, wies einen schwachen Zusammenhang mit der SDV-Testleistung auf. Durch Anwendung des Mixed Rasch-Modells konnten, im Sinne der Stadientheorie Piagets, neben einem konkret-operationalen Stadium noch 4 Übergangsstadien identifiziert werden, jedoch kein Stadium der formalen Operationen. Zusätzlich wurden dem SDV spezifische Items hinzugefügt, welche zur Erfassung von Geschlechterstereotypen eine latente Genderinformation inkludierten. Von Interesse war, ob derart transportierte latente Geschlechterstereotypen unterschiedliche Lösungswahrscheinlichkeiten bei weiblichen und männlichen Studierenden im SDV bewirken. Die Ergebnisse zeigten, dass die Genderinformation keinen Einfluss auf die Lösungswahrscheinlichkeit der spezifischen Items bei weiblichen und männlichen Studierenden hat. Zudem wurde das Fähigkeitsselbstkonzept der Studierenden vor und nach der Testung erhoben. Männer schätzten sich zu beiden Erhebungszeitpunkten höher ein als Frauen. Zudem fiel die Einschätzung zum Fähigkeitsselbstkonzept nach der Testung für beide Geschlechter niedriger aus.
Abstract
(Englisch)
The purpose of this study was to examine reasoning in advanced students of mathematics, physics, chemistry (summarized as natural sciences) and psychology, in terms of the cognitive developmental theory of Piaget, considering gender stereotypes. Via syllogism test DRV (deductive reasoning verbal) 205 students of psychology (f = 143, m = 62) and 190 students of natural science (f = 41, m = 149) were examined to survey reasoning. As hypothesized, students of natural science achieved a higher DRV-test performance than students of psychology. Generally no gender differences in terms of solving syllogisms were found. The study performance, which was operationalized by grades, indicated a weak correlation with the DVR-test performance. Using a Mixed Rasch-Model, a concrete-operational stage according to Piaget was found. Also four further intermediate stages could be identified but no formal stage. Furthermore, specific items were added to the DRV which included latent gender information to acquire gender stereotypes. It was of interest, if gender stereotypes, transported in such a way, cause different solutions relating to syllogisms between female and male students. Obviously, the gender information has no influence on solving gender items between female and male students. Data of self-concept were collected before and after the test. It could be shown that male students have a higher self-concept than female students at either time of measurement. Moreover, the self-concept estimation was inferior in both female and male students after the test.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
deductive reasoning development stages cognitive development Piaget (Jean) advanced students gender stereotype
Schlagwörter
(Deutsch)
Deduktives Schlussfolgern Entwicklungsstadien Kognitive Entwicklung Piaget (Jean) fortgeschrittene Studierende Geschlechterstereotyp
Autor*innen
Petra Niemandsfreund
Haupttitel (Deutsch)
Schlussfolgerndes Denken im Zusammenhang mit dem Geschlechterstereotyp bei fortgeschrittenen Studierenden der Psychologie und Naturwissenschaften unter Berücksichtigung einer latenten Genderinformation
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
121 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christiane Spiel
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.31 Kognition ,
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.99 Psychologie: Sonstiges
AC Nummer
AC12300299
Utheses ID
32894
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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