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Schnittstelle Mensch – Maschine: Die Prothese
Lena Sudmann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Ulrich Meurer
DOI
10.25365/thesis.37151
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29922.60488.334469-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird ausgehend von dem Begriff und Artefakt der Prothese das Schnittstellenphänomen Mensch-Maschine aus kulturwissenschaftlicher Perspektive beleuchtet. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf das Spannungsfeld zwischen Prothesen und Mensch-Maschine-Hybriden im Kontext des Ersten Weltkrieges innerhalb Deutschlands. Mit dem Krieg kam es zu einer vermehrten Präsenz von Kriegsinvaliden auf die mittels industrialisierter Produktionsverfahren mit einer umfassenden prothetischen Versorgung reagiert wurde. Über eine Analyse des damit einhergehenden interdisziplinären Diskurses, werden Einblicke in die vorherrschenden Körper- und Maschinenkonzepte der damaligen Gesellschaft und ihrer Kultur gegeben. Als Grundlage dient die Betrachtung vorhergehender Auffassungen und Praktiken des 18. und 19. Jahrhunderts die sich auf das Verhältnis von Natur und Technik sowie Norm und Abweichung beziehen. Eine anschließende Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der industriellen Revolution erlaubt einen Weg aufzuzeigen, der ausgehend von den Bedingungen in Industrie und Militär, die Kopplung von Mensch und Maschine wie sie in den Prothesenkonzepten des Ersten Weltkrieges wiederzufinden sind, vorzeichnet. Auf welche Weise sich die Umbrüche und neuen Entwicklungen auf die Wahrnehmungs- und Denkmuster der Gesellschaft auswirken und folglich auf Körperbilder, -konzepte und -praktiken Einfluss nehmen, wird neben dem außerkünstlerischen Bereich im Hinblick auf die künstlerische Avantgarde untersucht. Hierzu wird das Verhältnis der künstlerischen Avantgarde zum außerkünstlerischen Bereich der Industrie und Prothetik näher beleuchtet. Der Fokus liegt dabei auf dem Prinzip der Montage und dem Gedanken der Optimierung. In dieser Arbeit werden insbesondere die Perspektiven des Ingenieurs Georg Schlesinger, des Chirurgen Ferdinand Sauerbruch, des Künstlers Oskar Schlemmer sowie der Bewegung des italienischen Futurismus und des Dadaismus in Relation zueinander gesetzt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Prothese Schnittstelle Mensch-Maschine Cyborg Montage Collage Avantgarde Erster Weltkrieg G. Schlesinger F. Sauerbruch O. Schlemmer Industrielle Revolution Der Neue Mensch
Autor*innen
Lena Sudmann
Haupttitel (Deutsch)
Schnittstelle Mensch – Maschine: Die Prothese
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
X, 142 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Meurer
Klassifikation
24 Theater > 24.00 Theater, Film, Musik: Allgemeines
AC Nummer
AC12313157
Utheses ID
32927
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
